Die CO2-Reduktion bei Häwa kommt schneller voran als geplant. Das Unternehmen hat sein Ziel für 2035 bereits Ende 2025 erreicht – zehn Jahre früher als vorgesehen.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Häwa erreicht das Ziel der CO2-Reduktion für 2035 bereits Ende 2025 durch Ökostrom und Effizienz.Cedric - stock.adobe.com
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Summary:
Häwa aus Wain hat Ende 2025 das CO2-Reduktionsziel für 2035 erreicht. Möglich wurde dies durch Ökostrom, Photovoltaik, erneuerbare Energieträger, Fuhrpark-Elektrifizierung und energieeffiziente Gebäudetechnik. Der Vorsprung stärkt laut Unternehmen Klimastrategie, Lieferkettenvertrauen und den Weg zur Klimaneutralität 2045.
Häwa meldet einen deutlichen Fortschritt in der Klimastrategie: Das Unternehmen hat sein CO2-Reduktionsziel für 2035 bereits Ende 2025 erreicht. Damit liegt Häwa zehn Jahre vor dem ursprünglichen Transformationspfad. „Die frühzeitige Umstellung auf erneuerbare Energien und der Ausbau unserer Eigenstromerzeugung haben sehr schnell Wirkung gezeigt“, erklärt Dr. Georg Härdtle, Energiemanagementbeauftragter Häwa. Entscheidend waren die vollständige Umstellung auf zertifizierten Ökostrom, der Ausbau der Photovoltaikflächen, die Substitution fossiler Energieträger und die schrittweise Elektrifizierung des Fuhrparks.
Seit 2014 arbeitet Häwa mit einem zertifizierten Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001. Energieflüsse und CO2-Emissionen werden detailliert erfasst und in Sankey-Diagrammen visualisiert. So wird transparent, wo im Betrieb Energie verbraucht wird und welche Emissionen daraus entstehen. Die Ausgangslage ist industrietypisch: In der metallverarbeitenden Produktion mit Prozessen wie Stanzen, Lasern, Umformen, Schweißen, Schleifen und Pulverbeschichten ist der Energiebedarf hoch. Entsprechend zentral ist Energieeffizienz für Kosten, Emissionen und Unternehmensstrategie.
Welche Maßnahmen den größten Effekt hatten
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Für Scope-1- und Scope-2-Emissionen entwickelte Häwa einen CO2-Transformationspfad. Ausgehend von rund 2,6 Millionen Kilogramm CO2 sollte bis Ende 2025 eine Reduktion von 17 Prozent erreicht werden. Tatsächlich lag die Zielerfüllung laut Mitteilung bereits bei gut 55 Prozent. Der größte Hebel war die Energieversorgung. Durch zertifizierten Ökostrom konnten laut Unternehmen rund 1.100 Tonnen CO2 vermieden werden. Erweiterte Photovoltaikflächen brachten eine rechnerische Gutschrift von 100 Tonnen CO2. Die Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Alternativen trug weitere 450 Tonnen bei. Insgesamt erreichte Häwa innerhalb von vier Jahren rechnerisch rund 1.600 Tonnen CO2-Reduktion.
Warum der Neubau strategisch wichtig ist
Auch der Neubau des Verwaltungsgebäudes und der Lackieranlage ist Teil der Klimastrategie. Der zusammenhängende Gebäudekomplex wurde nach KfW-40-Standard realisiert. Damit benötigt er laut Unternehmen nur 40 Prozent des Energiebedarfs vergleichbarer Normalgebäude. Bei der neuen Pulverbeschichtungsanlage wurde die warmwassergeführte Vorbehandlung von Gasbefeuerung auf biomassebasierte und damit CO2-neutrale Nahwärme umgestellt. Zudem verfügt die Anlage über eine patentierte Wärmerückgewinnung. Aktuelle Berechnungen gehen von rund 25 Prozent geringerem Energiebedarf gegenüber der Altanlage aus.
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Wie geht Häwa Richtung Klimaneutralität weiter?
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Der erreichte Vorsprung gilt bei Häwa nicht als Endpunkt. Das Unternehmen will die Energieeffizienz weiter steigern, zusätzliche Photovoltaikflächen erschließen, fossile Energieträger weiter ersetzen und den Fuhrpark weiter elektrifizieren. Auch Produktions-, Logistik-, Gebäude- und Wärmeprozesse sollen weiter optimiert werden. Zudem rücken Scope-3-Emissionen stärker in den Fokus. Dazu zählen Emissionen aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten, etwa eingekaufte Waren, Dienstleistungen, Transporte oder Entsorgung. Sie sind zwar nicht Teil des eigenen Transformationspfads nach Bundes-Klimaschutzgesetz, gewinnen aber durch Nachhaltigkeits-Berichtspflichten und Lieferkettenanforderungen an Bedeutung.
CO2-Reduktion stärkt Vertrauen in der Lieferkette
Kunden und Partner reagieren laut Häwa positiv auf die Fortschritte. Nachhaltigkeit in der Lieferkette gewinnt an Gewicht. Häwa ist für viele Kunden Teil dieser Kette. Der deutliche Emissionsrückgang soll Vertrauen schaffen und zeigen, dass das Unternehmen Verantwortung übernimmt. Härdtle ordnet den Erfolg entsprechend ein: „Klimaschutz ist machbar, wenn man ihn strategisch angeht und konsequent umsetzt.“ Für Häwa ist der früh erreichte Meilenstein damit zugleich Bestätigung und Antrieb für die nächsten Schritte bis 2045.
Quelle: Häwa
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FAQ zur CO2-Reduktion bei Häwa
1. Was bedeutet die CO2-Reduktion bei Häwa?
Häwa hat sein für 2035 geplantes Reduktionsniveau bereits Ende 2025 erreicht.
2. Wie hoch ist die CO2-Reduktion bei Häwa?
Die Zielerfüllung lag Ende 2025 bei gut 55 Prozent statt der geplanten 17 Prozent.
3. Welche Maßnahmen treiben die CO2-Reduktion bei Häwa?
Ökostrom, Photovoltaik, erneuerbare Energieträger, Fuhrpark-Elektrifizierung und effiziente Gebäudetechnik.
4. Welche Rolle spielt Scope 3 bei der CO2-Reduktion?
Häwa will künftig auch Emissionen aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten stärker analysieren.
5. Ist die CO2-Reduktion bei Häwa abgeschlossen?
Nein, Häwa sieht den Erfolg als Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045.