Wartungspakt im Chemiepark Leuna

Actemium: Full-Maintenance-Deal für COC-Anlage 

Mit einem Drei-Jahres-Vertrag für Full Maintenance übernimmt Actemium die industrielle Wartung einer der modernsten COC-Produktionsanlagen in Leuna.

Veröffentlicht
Für die EMSR-Technik der neuen COC-Gesamtanlage von Topas in Leuna übernimmt Actemium die Betreuung mit einem Full-Maintenance-Vertrag.

Der Vertrag zwischen Actemium und Topas Advanced Polymers markiert einen Meilenstein im Bereich industrieller Instandhaltung: Drei Jahre lang übernimmt Actemium im Chemiepark Leuna die Verantwortung für die komplette Wartung der hochmodernen COC-Anlage. Grundlage dafür ist nicht nur technisches Know-how, sondern eine strategische Partnerschaft, die weit über klassische Dienstleisterrollen hinausgeht. Was diesen Vertrag besonders macht: Er integriert sämtliche Aspekte der Instandhaltung in ein durchgängiges Konzept – von der präventiven Wartung bis zum Ersatzteilmanagement und der Prozessoptimierung. Ziel ist es, maximale Anlagenverfügbarkeit bei gleichzeitiger Kosten- und Ressourceneffizienz zu garantieren.

Wie verändert das Projekt den Industriestandort Leuna?

Leuna zählt seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Chemiestandorten in Deutschland. Mit dem Bau der neuen COC-Produktionsstätte durch Topas Advanced Polymers fließen über 200 Millionen Euro in die Region. Der Standort erfährt dadurch nicht nur einen Modernisierungsschub, sondern auch einen Ausbau seiner industriellen Kernkompetenzen. Die Verdopplung der Produktionskapazität und die Schaffung neuer Arbeitsplätze wirken wie ein Turbo für den Wirtschaftsraum Mitteldeutschland. Die Kombination aus High-Tech-Produktion und moderner Instandhaltungsstrategie zeigt, wie Chemieproduktion heute aussehen kann – digital, vernetzt und auf Effizienz getrimmt.

Erfahren Sie mehr über den Kongress Fabrik des Jahres: Klicken Sie hier!

Welche Rolle spielt Actemium im Anlagenbetrieb?

Actemium war bereits in der ersten Phase als EMSR-Partner für die Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik der neuen Anlage verantwortlich. Dieser tiefgreifende technische Einblick zahlt sich nun aus. Die Übernahme der Full-Maintenance-Aufgaben ist eine logische Fortsetzung der Zusammenarbeit – und ein Vertrauensbeweis.

Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem:

  • Entwicklung einer ganzheitlichen Instandhaltungsstrategie,

  • regelmäßige Inspektionen bei der präventiven Wartung,

  • Bevorratung kritischer Ersatzteile,

  • Durchführung von Sicherheits- und Complianceprüfungen,

  • kontinuierliche Prozessoptimierung,

  • transparente Dokumentation und Reporting aller Maßnahmen.

Die Erfahrung aus hunderten Industrieprojekten fließt dabei direkt in die operative Umsetzung ein – kombiniert mit maßgeschneiderten Konzepten für die COC-Produktion.

Warum sind präventive Wartung und Compliance entscheidend?

Ungeplante Stillstände gehören zu den größten wirtschaftlichen Risiken in der chemischen Industrie. Durch präventive Wartung und ein systematisches Ersatzteilmanagement lassen sich potenzielle Ausfälle frühzeitig erkennen und vermeiden. Besonders in einem sensiblen Umfeld wie der Kunststoffproduktion für medizinische oder optische Anwendungen ist höchste Prozesssicherheit gefordert. Zusätzlich gewinnen Themen wie gesetzliche Sicherheitsprüfungen und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Mit dem integrierten Ansatz von Actemium bleiben alle Complianceanforderungen im Fokus – von der Atex-Konformität bis zu branchenspezifischen Vorschriften.

Was bedeutet der Vertrag für Topas langfristig?

Für Topas Advanced Polymers ist der Full-Maintenance-Vertrag mehr als ein operatives Werkzeug – er ist ein strategisches Element im Wachstumsplan des Unternehmens. Die Produktionsanlage in Leuna gilt als Schlüsselstandort für die europäische Expansion des japanischen Mutterkonzerns Polyplastics. Durch den Wartungsvertrag wird sichergestellt, dass die hochautomatisierte Anlage jederzeit auf höchstem Niveau arbeitet – mit messbaren Vorteilen bei Produktqualität, Effizienz und Ressourcenschonung.

Wie profitieren andere Industriezweige von der Lösung?

Die modulare und skalierbare Struktur des Actemium-Wartungskonzepts erlaubt eine einfache Übertragung auf andere Industriebranchen – ob Pharma, Lebensmittel oder Energie. Gerade bei Neubauten oder Modernisierungen von Anlagen bietet sich die Kombination aus EMSR-Technik und Maintenance aus einer Hand als zukunftsweisende Lösung an. Zudem zeigen Erfahrungen aus anderen Branchen, dass eine integrierte Instandhaltung zu sinkenden Gesamtbetriebskosten führt – bei gleichzeitig höherer Anlagenverfügbarkeit und verbesserter Betriebssicherheit.

So funktioniert Maintenance auf neuem Niveau

Am Beispiel der COC-Anlage in Leuna wird deutlich, wie moderne Instandhaltung aussehen kann. Schon beim Bau setzte Topas auf hohe Automatisierung und digitale Schnittstellen. Die Wartungsstrategie von Actemium knüpft hier nahtlos an: Sensorbasierte Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), digitale Wartungspläne und ein ERP-gestütztes Reporting bilden das Rückgrat des neuen Systems. Ergänzt wird dies durch speziell geschulte Techniker, die nicht nur auf Abruf bereitstehen, sondern in regelmäßigen Zyklen Inspektionen durchführen und Anlagenparameter auswerten. Dieses proaktive Vorgehen verhindert nicht nur Stillstände, sondern ermöglicht auch kontinuierliche Verbesserungen im laufenden Betrieb.

EMSR-Kompetenz als Schlüssel zum Projekterfolg

Die Kombination aus Elektrotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik bildet das Fundament für den Erfolg des Gesamtprojekts. Bereits in der Aufbauphase konnte Actemium durch hohe Verfügbarkeit, Qualität und Schnittstellenkompetenz punkten. Diese technische Tiefe erlaubt nun eine nahtlose Weiterführung im Bereich Maintenance – ein Paradebeispiel für einen End-to-End-Ansatz in der Industrie. Das 200-Millionen-Euro-Investment sendet ein deutliches Signal an die gesamte Branche: Wer wachsen will, muss in Technik, Prozesse und Partnerschaften investieren. Der Vertrag zwischen Actemium und Topas gilt dabei als Blaupause für ähnliche Projekte – besonders in Zeiten steigender regulatorischer Anforderungen und wachsendem Wettbewerbsdruck.

COC-Kunststoffe: High-Tech-Materialien mit globaler Nachfrage

Cyclo-Olefin-Copolymere sind extrem leistungsfähige Kunststoffe mit Anwendungen in der Medizintechnik, Lebensmittelverpackung und Optik. Ihre besonderen Eigenschaften – wie hohe Transparenz, chemische Beständigkeit und Formstabilität – machen sie weltweit begehrt. Die neue Produktionsanlage in Leuna positioniert sich damit als High-Tech-Schmiede für globale Märkte.  Der Full-Maintenance-Vertrag zwischen Actemium und Topas Advanced Polymers ist weit mehr als ein technisches Servicepaket. Er ist ein Modell für moderne Industriepartnerschaften, die auf Vertrauen, Technologie und strategischer Weitsicht basieren. Wer zukunftssichere Produktionsanlagen betreiben will, kommt an integrierter Instandhaltung nicht vorbei.

Quelle: Actemium

FAQs zum Full-Maintenance-Deal für COC-Anlage von Topas

1. Was umfasst der Full-Maintenance-Vertrag zwischen Actemium und Topas Advanced Polymers? 

Der Vertrag beinhaltet eine ganzheitliche Instandhaltungsstrategie, präventive Wartung, Ersatzteilmanagement, Sicherheitsprüfungen, Prozessoptimierung sowie umfassendes Reporting über alle Maßnahmen.

2. Warum gilt der Vertrag als Meilenstein der industriellen Instandhaltung? 

Weil er sämtliche Wartungsprozesse in ein durchgängiges, strategisch gesteuertes System integriert und nicht nur operativ, sondern auch als langfristiger Effizienzhebel fungiert.

3. Welche Vorteile bringt der Vertrag für die Produktionsanlage in Leuna? 

Die hochautomatisierte COC-Anlage wird durch das Wartungskonzept effizient, sicher und nachhaltig betrieben. Stillstände werden reduziert, Betriebskosten gesenkt und die Verfügbarkeit gesteigert.

4. Inwiefern trägt das Projekt zur Stärkung des Standorts Leuna bei? 

Mit Investitionen von über 200 Millionen Euro, der Verdopplung der Produktionskapazität und neuen Arbeitsplätzen wird Leuna als Chemiestandort nachhaltig ausgebaut.

5. Welche Rolle spielt die EMSR-Technik von Actemium im Gesamtprojekt? 

Actemium war von Beginn an für die Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik verantwortlich und nutzt diese technische Tiefe nun für die nahtlose Umsetzung der Full-Maintenance-Strategie.

6. Welche Technologien kommen bei der Wartung der Anlage zum Einsatz? 

Zum Einsatz kommen sensorbasierte Zustandsüberwachung, digitale Wartungspläne, ERP-gestütztes Reporting und speziell geschulte Techniker, die regelmäßige Inspektionen durchführen.

7. Wie lässt sich das Wartungskonzept auf andere Branchen übertragen? 

Dank modularer Struktur kann das Konzept flexibel auf Branchen wie Pharma, Energie oder Lebensmittel adaptiert werden – insbesondere bei Neubauten oder Modernisierungen.