Bilfinger hat im Geschäftsjahr 2025 alle Finanzziele erreicht und den Wachstumskurs fortgesetzt. Umsatz, EBITA-Marge und Free Cashflow legten deutlich zu. Parallel schärft der Industriedienstleister seine Strategie mit neuen Mittelfristzielen bis 2030.
Der Industriedienstleister Bilfinger hat im Geschäftsjahr 2025 alle Finanzziele erfüllt und bleibt damit auf einem nachhaltig profitablen Wachstumskurs.Bilfinger
Der Industriedienstleister Bilfinger hat im Geschäftsjahr 2025 sämtliche Finanzziele erfüllt und seine Marktposition weiter ausgebaut. Wie das Unternehmen mitteilt, lag der Umsatz bei 5.427 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 5.037 Mio. €. Das entspricht einem Wachstum von 8 Prozent, organisch 4 Prozent.
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Auch bei der Profitabilität verzeichnete Bilfinger Fortschritte: Die EBITA-Marge stieg auf 5,5 Prozent nach 5,2 Prozent im Vorjahr. Insgesamt erzielte das Unternehmen ein EBITA von 299 Mio. € gegenüber 264 Mio. € im Jahr 2024.
Der Auftragseingang erhöhte sich auf 5.679 Mio. € und lag damit um 6 Prozent über dem Vorjahr. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,05 unterstreicht laut Unternehmen eine insgesamt stabile Marktsituation.
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Ein besonders deutlicher Sprung gelang beim Free Cashflow. Dieser stieg um 75 Prozent auf 330 Mio. €, wodurch eine Cash Conversion Rate von 110 Prozent erreicht wurde.
Operative Exzellenz und Integration treiben Ergebnis
Grundlage der positiven Entwicklung war laut Bilfinger die kontinuierliche Verbesserung der operativen Exzellenz. Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, die Marktpräsenz auszubauen und die Position als Partner für Effizienz- und Nachhaltigkeitslösungen weiter zu festigen.
Einen zusätzlichen Beitrag leistete die Integration neuer Geschäftseinheiten. Dazu zählen die 2025 abgeschlossenen Übernahmen von Rodoverken, nZero und Nordic Mechanical Solutions sowie die angekündigte Akquisition von Teknokon.
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Vorstandsvorsitzender Thomas Schulz ordnet die Entwicklung wie folgt ein:
„Wir haben alle unsere Finanzziele 2025 erreicht und bleiben auch in einem anhaltend volatilen Marktumfeld auf Kurs. Diesen Erfolg verdanken wir unseren engagierten Kolleginnen und Kollegen. Ihnen gebührt daher mein ausdrücklicher Dank“, sagt Vorstandsvorsitzender Thomas Schulz. „Angesichts des veränderten Umfeldes haben wir unsere Strategie überarbeitet und sie am Capital Markets Day 2025 vorgestellt. Sie bildet die Grundlage zur Erreichung unserer neuen Mittelfristziele bis 2030.“
Nachfrageimpulse aus Energie, Pharma und Öl & Gas
Besonders positiv entwickelte sich 2025 die Nachfrage in den Industrien Energie, Pharma und Biopharma sowie Öl und Gas. In der Chemie und Petrochemie bleibt das Umfeld hingegen anspruchsvoll – insbesondere in Europa.
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Übergreifend profitiert Bilfinger weiterhin vom Trend zum Outsourcing industrieller Dienstleistungen. Dieser eröffnet zusätzlichen Bedarf an Effizienzsteigerungen in den Kundenindustrien.
Auch im vierten Quartal sicherte sich das Unternehmen mehrere bedeutende Projekte. Dazu zählen Leistungen für die Produktionserweiterung von Borealis in Schweden, Engineering- und Installationsarbeiten für einen Wärmespeicher im Auftrag von Utilitas in Estland sowie Modernisierungsleistungen für die Gasinfrastruktur von Gassco in Deutschland.
Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen rückte Bilfinger auch die Arbeitssicherheit weiter in den Fokus. Die Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR) – ein Maß für Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten pro eine Million Arbeitsstunden – konnte signifikant reduziert werden.
Der Wert sank im Jahr 2025 von 0,32 auf 0,18.
Neue strategische Ziele bis 2030
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Parallel zur aktuellen Geschäftsentwicklung hat Bilfinger seine strategische Ausrichtung weiterentwickelt. Auf dem Capital Markets Day 2025 stellte das Unternehmen neue Mittelfristziele bis zum Jahr 2030 vor.
Demnach soll der Umsatz künftig im Durchschnitt um 8 bis 10 Prozent pro Jahr wachsen – einschließlich Akquisitionen. Gleichzeitig strebt Bilfinger eine EBITA-Marge von 8 bis 9 Prozent an. Die Cash Conversion Rate soll auf mindestens 90 Prozent steigen.
Für den bereits laufenden Planungszeitraum bis 2027 hält das Unternehmen weiterhin an den bestehenden Zielen fest: ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent pro Jahr, eine EBITA-Marge von 6 bis 7 Prozent sowie eine Cash Conversion von mindestens 80 Prozent.
Prognose: Weiteres Wachstum im Jahr 2026
Auch für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Bilfinger weiteres profitables Wachstum – trotz eines weiterhin volatilen wirtschaftlichen Umfelds.
Als positive Impulse nennt das Unternehmen insbesondere Investitionen in Dekarbonisierung, Digitalisierung sowie KI-getriebene Infrastrukturprojekte. In den USA sorgen zusätzlich steuerliche Anreize sowie Investitionen in Chip- und KI-Infrastruktur für Dynamik, während LNG-Projekte im Energiesektor zusätzliche Nachfrage generieren.
Bilfinger rechnet für 2026 mit einem Umsatz zwischen 5,4 und 5,9 Mrd. €. Die EBITA-Marge soll zwischen 5,8 und 6,2 Prozent liegen. Beim Free Cashflow erwartet das Unternehmen einen Wert zwischen 250 und 300 Mio. €.
Dividende steigt nach erfolgreichem Geschäftsjahr
Das gute operative Ergebnis schlägt sich auch in der Dividendenpolitik nieder. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 20. Mai 2026 eine erhöhte Dividende von 2,80 € je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr lag sie bei 2,40 €.
Die Ausschüttung entspricht einer Quote von 53 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses und bewegt sich damit innerhalb der vorgesehenen Bandbreite von 40 bis 60 Prozent.
Mit Material von Bilfinger
FAQ: Bilfinger Geschäftsjahr 2025
Welche Finanzziele hat Bilfinger 2025 erreicht? - Bilfinger erreichte einen Umsatz von 5.427 Mio. €, eine EBITA-Marge von 5,5 Prozent sowie einen Free Cashflow von 330 Mio. €.
Wie entwickelte sich der Auftragseingang bei Bilfinger? - Der Auftragseingang stieg 2025 um 6 Prozent auf 5.679 Mio. €. Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,05.
Welche Branchen treiben das Wachstum von Bilfinger? - Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage aus den Industrien Energie, Pharma und Biopharma sowie Öl und Gas.
Welche Ziele verfolgt Bilfinger bis 2030? - Das Unternehmen strebt ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 8 bis 10 Prozent pro Jahr, eine EBITA-Marge von 8 bis 9 Prozent und eine Cash Conversion Rate von mindestens 90 Prozent an.
Wie fällt die Prognose für 2026 aus? - Erwartet werden ein Umsatz zwischen 5,4 und 5,9 Mrd. €, eine EBITA-Marge von 5,8 bis 6,2 Prozent sowie ein Free Cashflow von 250 bis 300 Mio. €.