Nachhaltige Infrastruktur für europäische Halbleiterproduktion
Bilfinger installiert Abwasserbehandlung für Halbleiterwerk
Bilfinger übernimmt die Fertigung, Installation und technische Ausstattung der Abwasserbehandlungsanlagen für die neue Produktionsstätte eines internationalen Halbleiterherstellers in Dresden.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
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Bilfinger fertigt und verlegt die Rohrleitungen und installiert Apparate und Elektronik für die Abwasseranlage einer neuen Halbleiterfabrik in Deutschland.Bilfinger)
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Bilfinger ist für die vollständige Vorfertigung und Verlegung der Rohrleitungen sowie für die Installation aller Apparate und elektronischen Systeme der Abwasseraufbereitung in der neuen Dresdner Chipfabrik verantwortlich. Der Auftrag unterstreicht die führende Expertise des Unternehmens in der Realisierung komplexer Prozessanlagen.
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Jeder dritte europäische Mikrochip entsteht in der Region
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Mit dem neuen Halbleiterwerk baut die Region Dresden ihre Rolle als eines der wichtigsten Mikroelektronikzentren Europas weiter aus. Die Produktionsstätte ist Teil des European Chips Act, mit dem die EU ihren Anteil an der weltweiten Halbleiterproduktion bis 2030 auf 20 Prozent steigern will. Schon heute entsteht jeder dritte europäische Mikrochip in der Region. „Wir freuen uns, dieses wegweisende Projekt zu unterstützen, das sowohl die europäische Halbleiterindustrie als auch den Standort Dresden nachhaltig stärkt“, sagt Thomas Schulz, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger. „Als Partner für ressourceneffiziente Abwasseraufbereitung leisten wir einen entscheidenden Beitrag dazu, die hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit dieser modernen Anlage zu erfüllen.“
Effiziente Aufbereitung und Rückgewinnung des Abwassers
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Die nachhaltige und effiziente Behandlung des anfallenden Abwassers ist für den Betrieb der Chipproduktion von zentraler Bedeutung. Das Wasser muss gemäß behördlichen Vorgaben aufbereitet werden, sodass es entweder erneut als Reinstwasser in den Produktionskreislauf zurückgeführt oder sicher in das Abwassersystem eingeleitet werden kann. Bilfinger bringt hierfür seine umfassende Expertise in der Herstellung, Modernisierung und Betreuung industrieller Prozessanlagen ein.
Ziel: Effizienz und Nachhaltigkeit in der Prozessindustrie steigern
Der Industriedienstleister verfolgt das Ziel, die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Prozessindustrie maßgeblich zu erhöhen und sich als bevorzugter Partner im Markt zu etablieren. Das Leistungsportfolio umfasst Consulting, Engineering, Fertigung, Montage und Instandhaltung sowie Anlagenmodernisierung, Generalrevisionen und digitale Lösungen. Bilfinger ist weltweit tätig – mit Schwerpunkten in Europa, Nordamerika und dem Mittleren Osten – und bedient Kunden aus den Branchen Chemie, Petrochemie, Energie, Öl und Gas sowie Pharma und Biopharma. Mit rund 30.000 Mitarbeitenden erzielte der Konzern im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von über fünf Milliarden Euro. Um seine strategischen Ziele zu erreichen, setzt Bilfinger auf zwei zentrale Hebel: die Positionierung als führender Anbieter für Effizienz- und Nachhaltigkeitssteigerungen sowie die konsequente Umsetzung operativer Exzellenz zur Stärkung der Organisationsleistung.
Quelle: Bilfinger
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FAQs zur Abwasseraufbereitung in der neuen Dresdner Chipfabrik
1. Welche Rolle übernimmt Bilfinger im neuen Halbleiterwerk in Dresden?
Bilfinger ist für die vollständige Fertigung und Installation der Abwasserbehandlungsanlagen verantwortlich. Dazu gehören die Vorfertigung und Verlegung von Rohrleitungen sowie die Installation von Apparaten und elektronischen Systemen, die für die Reinigung und Rückgewinnung des Abwassers notwendig sind.
2. Warum ist die Abwasserbehandlung in einer Chipfabrik besonders wichtig?
In der Halbleiterproduktion fallen große Mengen an Prozesswasser an, das nach strengen behördlichen Vorgaben gereinigt werden muss. Erst nach Aufbereitung kann es entweder als hochreines Wasser wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt oder sicher in das öffentliche Abwassersystem eingeleitet werden.
3. Wie trägt das Projekt zur Stärkung des Mikroelektronikstandorts Dresden bei?
Das neue Werk ist Teil des European Chips Act und unterstützt das Ziel der EU, ihren Anteil an der globalen Halbleiterproduktion zu erhöhen. Dresden gilt schon heute als wichtiger Mikroelektronik-Hub, in dem ein großer Teil der europäischen Chips gefertigt wird. Die neue Fabrik stärkt diese Position weiter.
4. Wie viele Mitarbeitende setzt Bilfinger für das Projekt ein?
Rund 300 Fachkräfte von Bilfinger werden für die Fertigung, Installation und technische Umsetzung der Abwasseranlagen direkt vor Ort in Dresden im Einsatz sein.
5. Welche Branchen und Leistungen deckt Bilfinger allgemein ab?
Bilfinger ist ein internationaler Industriedienstleister mit Fokus auf die Prozessindustrie. Das Portfolio reicht von Consulting und Engineering über Fertigung, Montage und Instandhaltung bis zu digitalen Lösungen. Zu den betreuten Branchen gehören Chemie, Petrochemie, Energie, Öl und Gas sowie Pharma und Biopharma.