Smarte Produkte in der Automatisierung

Wie Item smarte Produkte näher an die Anwendung bringt

Smarte Produkte sollen Automatisierung nicht komplexer machen, sondern näher an die Anwendung bringen. Item setzt dabei auf einfache Integration, LED-Signale und Unterstützung am Arbeitsplatz.

Dezentrale Intelligenz am manuellen Arbeitsplatz: LED-Signale, Tablet-Anbindung und kompakte Steuerungstechnik sollen Beschäftigte in der Produktion gezielt unterstützen.
Dezentrale Intelligenz am manuellen Arbeitsplatz: LED-Signale, Tablet-Anbindung und kompakte Steuerungstechnik sollen Beschäftigte in der Produktion gezielt unterstützen.

Summary: Item will smarte Produkte stärker an den Bedürfnissen der Produktion ausrichten. Björn Müller erklärt im Podcast Industry Insights, wie Plug-and-Play-Lösungen, LED-Streifen und Pick-by-Light den Integrationsaufwand senken sollen. Ziel ist es, manuelle Arbeitsplätze zu entlasten und Automatisierung einfacher nutzbar zu machen.

„Smart“ klingt in der Industrie schnell nach Vernetzung, Daten und komplexer Automatisierung. Bei Item ist der Begriff so gemeint: Smarte Produkte sollen nicht zusätzliche Hürden aufbauen, sondern vorhandene abbauen. Und das vor allem dort, wo Beschäftigte direkt mit Maschinen, Materialflüssen und Montageprozessen arbeiten.

Björn Müller, Produktmanager Smarte Produkte bei Item, erklärt er im Podcast Industry Insights: „Für uns ist eigentlich dieses smarte Denken oder der Begriff smart – der Gedanke dahinter – einfacher, flexibler und näher an der Anwendung zu sein.“

Für seinen Bereich bedeutet das vor allem, industrielle Automatisierung zugänglicher zu machen. Müller beschreibt den Ansatz mit einem Vergleich aus dem Alltag: „Das orientiert sich ein bisschen an diesem Smart-Home-Gedanken. Ich will die Konfiguration und den Betrieb der Produkte so einfach wie möglich gestalten, beispielsweise wie eine smarte Leuchte für zu Hause, die man einfach in die Steckdose steckt und dann mit dem Handy steuern kann.“

Technik soll sich also möglichst intuitiv nutzen lassen und nicht erst durch hohen Integrationsaufwand ihren Nutzen entfalten.

Intelligenz dahin bringen, wo sie gebraucht wird

Ein zentraler Gedanke hinter den smarten Produkten ist die Dezentralisierung von Intelligenz. Funktionen, die sonst in übergeordneten Systemen liegen, sollen näher an den Arbeitsplatz rücken. Dort entstehen schließlich viele Informationen, die Mitarbeitende schnell verstehen und in Handlungen übersetzen müssen.

Gerade an manuellen Arbeitsplätzen kann das entlasten. Informationen laufen heute häufig über Tablets, Bildschirme oder Maschinenpanels. Das ist hilfreich, kann aber auch kognitiv fordern. Smarte Produkte sollen diese Komplexität reduzieren und relevante Hinweise direkt sichtbar machen.

Müller spricht in diesem Zusammenhang von Plug-and-Play-Lösungen, die Systemkomplexität verringern und Integration beschleunigen.

Signalisierung als einfache Sprache der Produktion

Besonders greifbar wird der Ansatz bei den Signalisierungslösungen von Item. Statt nur klassische Maschinenampeln einzusetzen, setzt das Unternehmen stark auf LED-Streifen. Diese können direkt in Profilnuten integriert werden und machen Zustände über größere Bereiche sichtbar.

Das hat mehrere Vorteile: LED-Streifen erzeugen kaum Störkonturen, lassen sich platzsparend integrieren und können Informationen dort anzeigen, wo sie gebraucht werden. Ein Mitarbeiter erkennt schneller, ob ein Prozess läuft, Material fehlt oder eine Störung vorliegt.

„Der größte Vorteil von solchen LED-Streifen-Signalisierungen ist aber, dass wir Informationen über große Entfernungen oder über große Bereiche halt abbilden können“, sagt Müller.

Pick-by-Light ohne unnötige Komplexität

Ein Beispiel ist Pick-by-Light. Dabei führen Lichtsignale Mitarbeitende durch manuelle Arbeitsprozesse, etwa beim Kommissionieren oder Montieren. Was häufig über komplexe Steuerungen gelöst wird, will Item einfacher machen.

Die Systeme lassen sich laut Müller über eine Weboberfläche konfigurieren, auf die Anwender mit Smartphone, Tablet oder Laptop zugreifen können. Das senkt die Einstiegshürde und macht Anpassungen schneller möglich.

Gerade in variantenreichen Produktionen ist das interessant. Wenn sich Abläufe ändern, müssen Führungssysteme schnell angepasst werden können. Lichtsignale helfen dabei, den nächsten Arbeitsschritt oder fehlendes Material unmittelbar sichtbar zu machen.

Der nächste Schritt: noch einfacher konfigurieren

Für die Zukunft will Item den Gedanken der dezentralen Intelligenz weiter ausbauen. Hardware und Software sollen enger zusammenwachsen. Ziel sind Lösungen, die Anwendern möglichst viel Funktionalität bieten, ohne sie mit technischer Komplexität zu belasten.

Müller spricht von „fast selbstständig konfigurierenden Lösungen“ und greift damit erneut den Smart-Home-Gedanken auf. Komponenten sollen angeschlossen werden und möglichst schnell so funktionieren, wie es die Anwendung erfordert.

Am Ende geht es also nicht darum, Technik um jeden Preis intelligenter wirken zu lassen. Entscheidend ist, ob sie den Alltag in der Produktion einfacher macht.

Mehr über smarte Produkte bei Item und das 50-jährige Bestehen des Unternehmens erfahren Sie im Podcast:

FAQ zu smarte Produkte

Was sind smarte Produkte bei Item? – Smarte Produkte stehen bei Item für Lösungen, die einfacher, flexibler und näher an der Anwendung sein sollen.

Wie helfen smarte Produkte in der Automatisierung? – Sie sollen Systemkomplexität reduzieren, Integration beschleunigen und Informationen direkt am Arbeitsplatz sichtbar machen.

Welche Rolle spielen smarte Produkte bei LED-Signalen? – LED-Streifen zeigen Zustände über größere Bereiche an und lassen sich platzsparend in Profilnuten integrieren.

Wie unterstützen smarte Produkte Pick-by-Light? – Lichtsignale führen Mitarbeitende durch manuelle Prozesse und machen nächste Arbeitsschritte oder fehlendes Material sichtbar.

Warum setzt Item bei smarte Produkte auf Plug-and-Play? – Der Ansatz soll Konfiguration und Betrieb vereinfachen und industrielle Automatisierung zugänglicher machen.