Norma Group: Wo das Geschäft jetzt deutlich wächst
Die Norma Group hat ihre Profitabilität im zweiten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Vor allem Industry Applications und Maßnahmen der NewNORMA-Transformation prägen die Entwicklung.
Die Norma Group entwickelt Verbindungstechnologien und Lösungen für industrielle Anwendungen sowie den Bereich Mobility & New Energy.Norma Group
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Summary: Die Norma Group meldet für das zweite Quartal 2026 ein bereinigtes EBIT von 7,6 Mio. EUR und eine Marge von 3,6 %. Industry Applications wächst währungsbereinigt um 8,4 %, während NewNORMA die Kostenbasis verbessern soll. Die Prognose für 2026 bleibt bestehen.
Wie steigert die Norma Group ihre Profitabilität?
Die Norma Group hat im zweiten Quartal 2026 ihre Profitabilität in einem weiterhin anspruchsvollen Umsatzumfeld deutlich verbessert. Wie das Unternehmen am 11. August 2026 in Maintal mitteilt, lag der Konzernumsatz bereinigt um Währungseffekte leicht über dem Vorjahresniveau. Der berichtete Umsatzrückgang sei ausschließlich auf negative Währungseffekte zurückzuführen.
Der Konzernumsatz wuchs währungsbereinigt um 0,1 %. Berichtet erreichte er 211,8 Mio. EUR und lag damit 0,6 % unter dem Vorjahreswert. Die gute Entwicklung bei Industry Applications konnte dabei die weiterhin schwache Nachfrage im Geschäftsbereich Mobility & New Energy ausgleichen.
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Deutlicher fällt die Verbesserung beim Ergebnis aus: Das bereinigte EBIT stieg von 2,3 Mio. EUR im zweiten Quartal 2025 auf 7,6 Mio. EUR. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich von 1,1 % auf 3,6 %.
Vorstandsvorsitzende Birgit Seeger sieht darin einen Effekt der laufenden Transformation: „Im zweiten Quartal haben wir gezeigt, dass NewNORMA wirkt.“ Die Ergebnisentwicklung profitierte nach Angaben des Unternehmens unter anderem von einer verbesserten Bruttomarge, niedrigeren Materialkosten sowie Maßnahmen zur Reduzierung von Personal- und Gemeinkosten.
Der Geschäftsbereich Industry Applications setzte seine positive Entwicklung fort. Bereinigt um negative Währungseffekte erreichte das Segment ein Wachstum von 8,4 %. Nach Währungseffekten stieg der Umsatz um 7,0 % auf 70,6 Mio. EUR.
Als Wachstumstreiber nennt die Norma Group die Nachfrage in industriellen Anwendungsfeldern sowie die Entwicklung in Amerika und Asien-Pazifik. Neue Projekte gewann das Unternehmen unter anderem im Bereich Rechenzentrumsinfrastruktur sowie für Anwendungen in Batterie-Energiespeichersystemen und der Energieinfrastruktur.
Anders entwickelte sich Mobility & New Energy. Der währungsbereinigte Umsatz ging im zweiten Quartal um 3,7 % zurück. Einschließlich Währungseffekten erreichte das Segment 141,3 Mio. EUR, 4,0 % weniger als im Vorjahresquartal. Als Ursache nennt das Unternehmen das anspruchsvolle Marktumfeld in der globalen Automobilindustrie.
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Wie entwickelt sich das Geschäft regional?
In EMEA sank der Umsatz währungsbereinigt um 3,4 %. Einschließlich Währungseffekten wurden 112,9 Mio. EUR erzielt, 3,9 % weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig verbesserte sich die bereinigte EBIT-Marge von -1,5 % auf 2,2 %.
In Amerika entwickelte sich der Umsatz dagegen positiv. Währungsbereinigt legte er um 10,0 % zu. Berichtet stieg der Umsatz um 8,0 % auf 70,4 Mio. EUR. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich von 2,4 % auf 5,8 %.
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In Asien-Pazifik lag der währungsbereinigte Umsatz 7,8 % unter dem Vorjahreswert. Berichtet sank er um 6,1 % auf 28,5 Mio. EUR. Während Industry Applications weiter zulegte, belastete bei Mobility & New Energy die verhaltene Nachfrage des chinesischen Automobilmarktes. Die bereinigte EBIT-Marge der Region erreichte 8,3 % nach 7,9 % im Vorjahreszeitraum.
NewNORMA soll Kostenbasis weiter verbessern
Die strategische Transformation NewNORMA wurde im zweiten Quartal fortgesetzt. Im Mittelpunkt standen laut Mitteilung eine einfachere Organisationsstruktur, eine nachhaltige Verbesserung der Kostenbasis und Maßnahmen zur Stärkung des Neugeschäfts.
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Der sozialverträgliche Stellenabbau in Deutschland wurde abgeschlossen. Maßnahmen außerhalb Deutschlands verliefen nach Angaben der Norma Group planmäßig und leicht vor dem ursprünglichen Zeitplan. Damit soll die Overhead-Struktur weiter verschlankt werden.
NewNORMA zielt zudem auf eine fokussiertere, margenstärkere und stärker am Cashflow orientierte Umsatzbasis. Wiederkehrendes Geschäft und Folgeaufträge sollen dabei die Planbarkeit erhöhen. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf neue Projekte in industriellen Märkten.
Welche Aufträge stärken das Neugeschäft?
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Neben den Projekten im Bereich Rechenzentren, Batterie-Energiespeichersysteme und Energieinfrastruktur meldet die Norma Group auch neue Aufträge bei Mobility & New Energy.
Dazu zählt der nach Unternehmensangaben größte Einzelauftrag der Firmengeschichte. Für einen führenden globalen Automobilhersteller soll die Norma Group Thermomanagementsysteme für künftige Fahrzeugplattformen liefern. Das Lifetime-Umsatzvolumen beträgt rund 157 Mio. EUR. Hinzu kommt ein Großauftrag für eine Heavy-Duty-Motorenplattform eines führenden nordamerikanischen Nutzfahrzeugherstellers.
Im gesamten ersten Halbjahr 2026 erzielte die Norma Group einen Konzernumsatz von 420,5 Mio. EUR nach 434,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Rückgang 0,6 %.
Das bereinigte EBIT erhöhte sich von 2,1 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 3,3 %. Nach dem abgeschlossenen Verkauf des Water-Management-Geschäfts weist die Norma Group zum Halbjahresende zudem eine Nettoliquidität aus.
Für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen seine Prognose. Erwartet werden weiterhin ein Umsatzwachstum von rund 0 % bis 2 % und eine bereinigte EBIT-Marge von rund 2 % bis 4 %. Beim operativen Netto-Cashflow rechnet die Norma Group unverändert mit rund 10 Mio. bis 20 Mio. EUR.
Ein Strategie-Update ist für den 19. Oktober 2026 vorgesehen. Die Zahlen für das dritte Quartal will die Norma Group am 3. November 2026 vorlegen.
mit Material der Norma Group
Norma Group im zweiten Quartal 2026
• Wie hoch war der Umsatz der Norma Group im zweiten Quartal 2026? – Der berichtete Konzernumsatz lag bei 211,8 Mio. EUR und damit 0,6 % unter dem Vorjahreswert. Währungsbereinigt stieg er um 0,1 %.
• Wie hat sich die Profitabilität der Norma Group entwickelt? – Das bereinigte EBIT stieg auf 7,6 Mio. EUR. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich von 1,1 % auf 3,6 %.
• Wo wächst die Norma Group besonders stark? – Industry Applications erzielte im zweiten Quartal ein währungsbereinigtes Wachstum von 8,4 %. Der berichtete Umsatz des Geschäftsbereichs erreichte 70,6 Mio. EUR.
• Welche Rolle spielt NewNORMA bei der Norma Group? – Die Transformation umfasst unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenbasis, zur Vereinfachung der Organisation und zur Stärkung des Neugeschäfts.
• Welche Prognose gibt die Norma Group für 2026? – Erwartet werden ein Umsatzwachstum von rund 0 % bis 2 %, eine bereinigte EBIT-Marge von rund 2 % bis 4 % und ein operativer Netto-Cashflow von rund 10 Mio. bis 20 Mio. EUR.