Hensoldt: Warum das Auftragsbuch Rekordniveau erreicht
Hensoldt baut den Auftragseingang im ersten Halbjahr deutlich aus. Getrieben von steigenden Verteidigungsausgaben wächst das Auftragsbuch auf einen neuen Rekordwert.
Die Aufrüstung der Nato-Staaten beschert Hensoldt eine hohe Nachfrage.Hensoldt
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Summary: Hensoldt hat im ersten Halbjahr den Auftragseingang auf 2,8 Mrd. EUR verdoppelt und den Auftragsbestand auf 10,4 Mrd. EUR ausgebaut. Das Unternehmen steigerte Umsatz und operatives Ergebnis und übertraf die Erwartungen der Analysten leicht. An den Jahreszielen hält der Rüstungselektronikkonzern unverändert fest.
Hensoldt verdoppelt Auftragseingang
Die steigenden Verteidigungsausgaben der Nato-Staaten sorgen bei Hensoldt für eine anhaltend hohe Nachfrage. Wie das Unternehmen mitteilt, verdoppelte sich der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,8 Mrd. EUR.
Firmenchef Oliver Dörre erklärte: "Die politischen Entscheidungen für höhere Verteidigungsausgaben konkretisieren sich nun in unserem Auftragsbuch."
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Der Auftragsbestand erreichte mit 10,4 Mrd. EUR einen neuen Rekordwert.
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 23,6 % auf 1,17 Mrd. EUR. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 28,5 % auf 137 Mio. EUR. Die bereinigte Ebitda-Marge verbesserte sich von 11,3 % auf 11,8 %.
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Damit schnitt Hensoldt etwas besser ab als von Analysten erwartet. Auch beim bereinigten freien Barmittelzufluss zeigte sich eine Verbesserung. Obwohl dieser laut Unternehmen zu diesem Zeitpunkt des Jahres üblicherweise den niedrigsten Stand erreicht, verringerte sich der negative Wert von minus 181 Mio. EUR auf minus 136 Mio. EUR. Ausschlaggebend waren Anzahlungen.
Zum starken Auftragseingang trugen unter anderem Vertragserweiterungen für Eurofighter-Mk1-Radare sowie Großaufträge zur Ausstattung der Panzermodelle Puma und Schakal bei. Neben Bestellungen der Bundeswehr kamen weitere Aufträge aus europäischen Staaten hinzu.
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Besonders dynamisch entwickelte sich das Optronik-Segment. Darüber hinaus verliefen auch die Geschäfte mit Sensoren positiv.
Hensoldt bestätigt Ausblick
An der Prognose für das laufende Geschäftsjahr hält Hensoldt fest. Der Umsatz soll weiterhin rund 2,75 Mrd. EUR erreichen. Die bereinigte operative Marge wird unverändert zwischen 18,5 % und 19 % erwartet.
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Wie aus der Mitteilung hervorgeht, soll die Profitabilität im zweiten Halbjahr deutlich zulegen. Hintergrund ist, dass sich Auslieferungen und Abnahmen auf die zweite Jahreshälfte und insbesondere auf das vierte Quartal konzentrieren.
• Warum ist der Auftragseingang bei Hensoldt so stark gestiegen? – Höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Staaten sowie Aufträge aus Deutschland und anderen europäischen Ländern sorgten für eine deutlich höhere Nachfrage.
• Wie hoch ist der Auftragsbestand von Hensoldt? – Der Auftragsbestand erreichte mit 10,4 Mrd. EUR einen neuen Rekordwert.
• Welche Bereiche entwickelten sich bei Hensoldt besonders stark? – Vor allem das Optronik-Segment sowie das Sensorengeschäft legten deutlich zu.
• Hält Hensoldt an seiner Prognose fest? – Ja. Das Unternehmen bestätigt sowohl das Umsatzziel von rund 2,75 Mrd. EUR als auch die erwartete bereinigte operative Marge von 18,5 % bis 19 %.