TKMS beendet die Gespräche über einen möglichen Kauf von German Naval Yards in Kiel. Ausschlaggebend waren laut Unternehmen unterschiedliche Vorstellungen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Nach intensiven Verhandlungen steigt TKMS aus den Gesprächen über einen Kauf der Nachbarwerft German Naval Yards aus.Axel Heimken
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Summary: TKMS hat das nicht bindende Kaufangebot für German Naval Yards zurückgezogen. Nach Angaben des Unternehmens konnte mit Eigentümer CMN NAVAL keine Einigung über die wirtschaftlichen Konditionen erzielt werden. Das bestehende und künftige Auftragsvolumen soll weiterhin an den Standorten Kiel und Wismar abgewickelt werden, während alternative Optionen zur Flächenoptimierung geprüft werden.
Warum zieht TKMS das Angebot zurück?
Der Kieler Marineschiffbauer TKMS hat die Gespräche über einen möglichen Erwerb der benachbarten Werft German Naval Yards (GNYC) beendet. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das nicht bindende Kaufangebot nach intensiven Verhandlungen mit dem Eigentümer CMN NAVAL zurückgezogen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über die Entscheidung berichtet.
Nach Angaben von TKMS konnten sich beide Seiten nicht auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der geplanten Transaktion verständigen. Deshalb sei der Bieterprozess beendet worden. Neben TKMS hatte auch Rheinmetall ein Angebot für German Naval Yards abgegeben.
TKMS-Chef Oliver Burkhard betonte, dass ein Erwerb der Werft zwar eine Option, aber keine Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Unternehmens gewesen sei.
„Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss“, erklärte Burkhard.
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Zur Entscheidung führte er weiter aus: „Wir haben diese Möglichkeit zur potenziellen Flächenoptimierung sorgfältig geprüft und sehen nach Confirmatory Due Diligence zu den gegebenen Parametern und Konditionen aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb.“
Zugleich erklärte Burkhard: „Da wir kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielen konnten, wurde der Bieterprozess daher nun beendet. Mit Kiel und Wismar können wir unser bestehendes und zukünftiges Auftragsvolumen zuverlässig und termingerecht umsetzen.“
Nach Unternehmensangaben sollen nun andere Möglichkeiten in Kiel verfolgt werden, um die logistische Flexibilität weiter zu erhöhen.
Welche Bedeutung hat die Werft für den Standort Kiel?
TKMS und German Naval Yards teilen sich in Kiel ein gemeinsames Werftgelände und gehen beide auf die frühere Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) zurück. Die Ursprünge der Traditionswerft reichen bis ins Jahr 1838 zurück.
Der ehemalige Überwasser-Schiffbau der HDW wurde später ausgegliedert und firmiert heute unter dem Namen German Naval Yards.
• Warum hat TKMS das Angebot für German Naval Yards zurückgezogen? – Nach Angaben des Unternehmens konnte keine Einigung über die wirtschaftlichen Konditionen erzielt werden.
• Welche Rolle spielte die Due Diligence bei TKMS? – Nach Abschluss der Confirmatory Due Diligence sah TKMS unter den bestehenden Parametern keinen Bedarf für einen Erwerb.
• Welche Standorte nutzt TKMS künftig? – Das Unternehmen will sein bestehendes und künftiges Auftragsvolumen weiterhin an den Standorten Kiel und Wismar abwickeln.
• Wer hat neben TKMS Interesse an German Naval Yards gezeigt? – Laut Vorlage hat auch Rheinmetall ein Angebot für die Werft abgegeben.