Airbus eröffnet neue A320-Fertigungslinie in Toulouse
Airbus hat in Toulouse eine zweite modernisierte A320-Endmontagelinie eröffnet. Die Anlage soll Kapazität und Flexibilität für den Produktionshochlauf schaffen.
Die neue A320-Endmontagelinie in Toulouse: Airbus setzt auf mehr Kapazität, Digitaltechnik und Robotik.Airbus
Anzeige
Summary:
Airbus hat in Toulouse die zweite modernisierte A320-Endmontagelinie im Jean-Luc-Lagardère-Werk eröffnet. Die Linie arbeitet im Verbund mit Hamburg, Mobile und Tianjin und soll den Hochlauf der A320-Familie unterstützen. Besonders die Nachfrage nach dem A321neo macht zusätzliche Kapazität, digitale Steuerung, automatisierte Logistik und Robotik relevant.
Wie Airbus die A320-Endmontagelinie in Toulouse ausbaut
Airbus hat seine zweite modernisierte A320-Endmontagelinie im Jean-Luc-Lagardère-Werk in Toulouse offiziell eröffnet. Die Zeremonie fand am 15. Juni 2026 statt und wurde von Guillaume Faury, CEO von Airbus, sowie Lars Wagner, CEO Commercial Aircraft bei Airbus, ausgerichtet. Anwesend waren zudem der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot, Führungskräfte von Airbus und mehrere hundert Beschäftigte, wie das Unternehmen mitteilt.
Anzeige
Mit der neuen Linie stärkt Airbus die industrielle Basis für die A320-Familie. Im Mittelpunkt steht dabei der geplante Produktionshochlauf und die zusätzliche Flexibilität innerhalb des internationalen Fertigungsnetzwerks.
„Diese neue A320-Familie-Produktionslinie hier in Toulouse zum Leben zu erwecken, ist ein stolzer Moment für uns alle und eine große Leistung unserer Commercial-Aircraft-Teams“, sagte Airbus-CEO Guillaume Faury. „Diese Anlage bietet die notwendige Flexibilität und Kapazität, um die starke Marktnachfrage zu bedienen, insbesondere nach dem A321neo, und unterstützt unseren Produktionshochlauf in Richtung 75 Flugzeuge der A320-Familie pro Monat. Im Zusammenspiel mit unseren Montagestandorten in Hamburg, Mobile und Tianjin ist diese fortschrittliche Linie Teil unseres Engagements, Flugzeuge nach höchsten Qualitätsstandards an unsere Kunden weltweit zu liefern.“
Was die neue A320-Endmontagelinie für das Produktionsnetz bedeutet
Die Eröffnung der zweiten Linie in Toulouse folgt auf jüngste Erweiterungen in Mobile und Tianjin. Damit erreicht Airbus nach eigenen Angaben das strategische Ziel, im Jahr 2026 weltweit zehn Endmontagelinien für die gesamte A320-Familie in Betrieb zu haben.
Das Netzwerk verteilt sich auf vier Standorte: vier Linien in Hamburg, zwei Linien in Mobile in den Vereinigten Staaten, zwei Linien in Tianjin in China und zwei Linien in Toulouse in Frankreich. Für Airbus ist die neue A320-Endmontagelinie damit nicht nur ein lokaler Ausbau, sondern Teil einer global abgestimmten Produktionsstruktur.
Wie digitale Steuerung und Robotik die Montage unterstützen
Anzeige
Die neue Anlage liegt neben der ersten Linie, die im Juli 2023 im früheren A380-Gebäude Jean-Luc Lagardère eröffnet wurde. Airbus nutzt damit bestehende Flächen weiter und integriert zugleich moderne Produktionsmittel.
Nach Angaben des Herstellers kommen digitale Steuerungen, automatisierte Logistik und Robotik zum Einsatz. Ziel ist es, Arbeitsabläufe zu optimieren und die Ergonomie an den Arbeitsstationen zu verbessern. Damit verbindet Airbus den Kapazitätsausbau mit einem modernisierten Fertigungsansatz innerhalb der Endmontage.
Welche Rolle der Standort Jean-Luc Lagardère spielt
Das Jean-Luc-Lagardère-Werk wurde zwischen 2002 und 2004 für das A380-Programm gebaut und umfasst eine Fläche von 50 Hektar. Die beiden Linien für die A320-Familie befinden sich im zentralen Hangar. Dieser ist 490 Meter lang, 250 Meter breit und 46 Meter hoch. Die Fläche beträgt 122.000 m², was laut Airbus 500 Tennisplätzen entspricht.
Anzeige
Auch personell wächst der Standort. Die erste Linie beschäftigt bereits rund 700 Mitarbeitende. Die zweite Linie soll schrittweise auf volle Kapazität hochgefahren werden. Am Ende sollen an beiden Endmontagelinien im Jean-Luc-Lagardère-Werk zusammen nahezu 1.500 Menschen arbeiten.
Warum der Produktionshochlauf im Fokus steht
Airbus hatte im Rahmen der Ergebnisse für das erste Quartal 2026 Ende April erklärt, weiterhin mit 70 bis 75 Flugzeugen der A320-Familie pro Monat bis Ende 2027 zu rechnen. Danach soll die Rate bei 75 stabilisiert werden.
Anzeige
Ende Mai lag der Auftragsbestand der A320-Familie laut Airbus bei 7.499 Flugzeugen. Davon entfielen 5.615 auf den A321neo. Die neue A320-Endmontagelinie in Toulouse ist damit eng mit dem Bedarf an zusätzlicher industrieller Kapazität verbunden.
• Was ist die neue A320-Endmontagelinie in Toulouse? – Es handelt sich um die zweite modernisierte Endmontagelinie für die A320-Familie im Jean-Luc-Lagardère-Werk von Airbus in Toulouse.
• Warum eröffnet Airbus eine weitere A320-Endmontagelinie? – Die Linie soll zusätzliche Flexibilität und Kapazität schaffen und den Produktionshochlauf der A320-Familie unterstützen.
• Welche Technik nutzt die A320-Endmontagelinie? – Airbus nennt digitale Steuerungen, automatisierte Logistik und Robotik zur Optimierung von Abläufen und Ergonomie.
• Welche Rolle spielt die A320-Endmontagelinie im globalen Netzwerk? – Sie ist Teil eines Netzwerks mit zehn Endmontagelinien an vier Standorten: Hamburg, Mobile, Tianjin und Toulouse.
• Welche Bedeutung hat die A320-Endmontagelinie für den A321neo? – Airbus verweist auf starke Marktnachfrage, insbesondere nach dem A321neo, und auf einen hohen Auftragsbestand dieses Modells.