Souveräne Cloud in Deutschland

Souveräne Cloud: Deutschland weltweit auf Platz 2

Souveräne Cloud gewinnt in Deutschland an strategischer Bedeutung. Laut einer Studie von Accenture und Avanade liegt Deutschland im Sovereignty Maturity Index weltweit auf Platz 2.

Deutschland liegt bei souveräner Cloud weltweit vorn. Eine Studie zeigt hohe Dynamik, klare Regeln und neue Investitionen.

Summary: Accenture und Avanade sehen Deutschland bei souveräner Cloud weltweit auf Rang 2, hinter den nordischen Ländern. Unternehmen bereiten deutlich mehr Maßnahmen vor als im globalen Vergleich. Treiber sind klare Regularien, Resilienz, Unabhängigkeit und geopolitische Spannungen.

Bei digitaler Souveränität im Cloud Computing zeigt sich eine andere Seite regulatorischer Vorgaben: Deutschland erreicht im „Sovereignty Maturity Index“ für Cloudumgebungen weltweit den zweiten Platz. Nur die nordischen Länder liegen davor, wie aus einer gemeinsamen Studie von Accenture und Avanade hervorgeht.

Nach den erhobenen Daten können Unternehmen in Deutschland ein hohes Maß an digitaler Souveränität erreichen. Entscheidend ist dabei nicht allein die geografische Bindung von Daten. Im Vordergrund stehen echte Resilienz und verbriefte Unabhängigkeit. Die Vorgaben und Regularien gelten in dieser Lesart als eindeutig und hilfreich. Gleichzeitig sind sie zahlreich: Beim Umfang der Regulierung liegt Deutschland ebenfalls auf Rang 2, direkt hinter China.

Souveräne Cloud: Aktivitäten ziehen deutlich an

Die Cloudunabhängigkeit ist in deutschen Unternehmen besonders präsent. Bei bereits umgesetzten Maßnahmen liegen Unternehmen hierzulande mit acht Prozent noch unter dem globalen Wert von 13 Prozent. Bei konkreten Plänen zeigt sich eine deutlich höhere Dynamik. 49 Prozent der Befragten in Deutschland haben entsprechende Vorhaben in unmittelbarer Vorbereitung. Weltweit liegt dieser Wert bei 23 Prozent. Damit haben Unternehmen in Deutschland offenbar später begonnen, holen bei konkreten Projekten spürbar auf.

Welche Workloads laufen in souveränen Cloudinfrastrukturen?

Bei Unternehmen, die bereits eine souveräne Cloud nutzen, stehen Workloads aus dem regulativen Umfeld mit 61 Prozent an erster Stelle. Dazu zählen Compliance-Reportings oder Branchenzertifikate. Auf Platz 2 folgen mit 51 Prozent Workloads administrativer Kernsysteme. Dazu gehören Personal-, Finanz- und steuerlich relevante Daten. Mit 46 Prozent liegen sensible Informationen wie Kunden- und Patientendaten auf Rang 3. Bei diesem Teil der Befragung lag die Stichprobe mit 57 Unternehmen unter dem sonst genannten Wert von 100.

Wie Unternehmen in digitale Souveränität investieren

Für Deutschland wurden 100 Unternehmen befragt, weltweit waren es 1.928. Bei den geplanten Investitionen in Maßnahmen zur Steigerung oder Erlangung digitaler Souveränität zeigt sich ein gemischtes Bild. 30 Prozent der Befragten wollen ihr Budget erhöhen. 43 Prozent sehen ihr Budget auf dem richtigen Niveau. 23 Prozent planen, ihre Investitionen zu reduzieren. Ein möglicher Grund: Bei bereits fortgeschrittener Durchdringung können Anlaufkosten teilweise wieder entfallen. Vier  Prozent haben diese Anlaufkosten noch vor sich.

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Digitale Souveränität wird strategischer bewertet

„Die Daten zeigen, dass Unternehmen in Deutschland dem Thema digitaler Souveränität im Cloudkontext weiterhin hohe Priorität beimessen. Dahinter steht ein deutlich gewachsenes Bewusstsein für Resilienz und strategische Abhängigkeiten“, fasst Thomas Müller zusammen, Geschäftsführer Avanade Deutschland, und ergänzt: „Gleichzeitig hat sich die Perspektive differenziert: Die physische Lage eines Rechenzentrums wird nicht mehr isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit Governance, Architektur und Kontrollmechanismen. Die Ergebnisse machen zudem klar, dass die seit Jahren bestehenden geopolitischen Spannungen bereits heute Einfluss auf Entscheidungsprozesse haben – rund zwei Drittel der Befragten bestätigen das. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen ist davon auszugehen, dass Investitionen in digitale Souveränität weiter an Bedeutung gewinnen.“

Mit Material von Avanade

FAQ zur souveränen Cloud

1. Was bedeutet souveräne Cloud in der Studie? 

Souveräne Cloud wird nicht nur über geografische Datenbindung definiert, sondern über Resilienz und verbriefte Unabhängigkeit.

2. Wo steht Deutschland bei souveräner Cloud?

Deutschland liegt im Sovereignty Maturity Index weltweit auf Platz 2, hinter den nordischen Ländern.

3. Welche Workloads nutzen souveräne Cloud zuerst? 

Am häufigsten werden regulative Workloads wie Compliance-Reportings und Branchenzertifikate genannt.

4. Wie hoch ist die Dynamik bei souveräner Cloud in Deutschland? 

49 Prozent der Befragten bereiten entsprechende Vorhaben unmittelbar vor, weltweit sind es 23 Prozent.

5. Warum bleibt souveräne Cloud relevant?

Laut Studie beeinflussen Resilienz, strategische Abhängigkeiten und geopolitische Spannungen die Entscheidungen der Unternehmen.