Der IT-Dienstleistungsmarkt in Deutschland kommt kaum vom Fleck. Laut Lünendonk bremsen Konjunktur, schwache Industrieimpulse und KI-Effizienzpotenziale das Wachstum.
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Der IT-Dienstleistungsmarkt wächst kaum. Lünendonk zeigt schwache Dynamik, KI-Druck und verhaltene CIO-Budgets.CrazyCloud - stock.adobe.com
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Summary:
Lünendonk & Hossenfelder meldet erste Ergebnisse zur Studie 2026 über den IT-Dienstleistungsmarkt in Deutschland. 2025 wuchs der Markt nur um 2,9 Prozent, während Automotive und Industrie schwächelten und KRITIS-Sektoren stützten. KI verändert Nachfrage, Projektvolumina und Personalplanung deutlich.
Der Konjunkturmotor in Deutschland stottert – und mit ihm die Geschäftsentwicklung der IT-Dienstleister. Nach einem bereits schwachen Jahr 2024 brachte auch 2025 nur wenig neue Dynamik. Die in Deutschland tätigen Anbieter erzielten ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,9 Prozent. Im Vorjahr waren es 2,6 Prozent.
Die Angaben stammen aus ersten Ergebnissen der Lünendonk-Studie 2026 „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“. Die vollständige Marktstudie soll Ende Juli 2026 erscheinen. Neben fehlenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsimpulsen verändert vor allem Künstliche Intelligenz die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen.
KI verändert Personalbedarf im IT-Dienstleistungsmarkt
83 Prozent der befragten IT-Anwenderunternehmen sehen in der Softwareentwicklung in den kommenden Jahren enorme Effizienzpotenziale. 70 Prozent erwarten entsprechende Potenziale im IT-Betrieb, 52 Prozent in der Anwendungsmodernisierung. Das wirkt sich unmittelbar auf Projektvolumina, Honorare und Personalstrukturen aus. 54 Prozent der befragten IT-Dienstleister planen bis 2028 mit einem rückläufigen Bedarf an Softwareentwicklern. 44 Prozent rechnen mit weniger Personal im Application Management und IT-Betrieb.
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Wie entwickeln sich IT-Beratung und Systemintegration?
Die 25 führenden IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen erzielten 2025 ein um Übernahmen bereinigtes organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich 1,5 Prozent. Damit wuchsen sie erstmals seit langer Zeit organisch deutlich langsamer als der Gesamtmarkt. „Die Geschäftsentwicklung innerhalb der Top-25-IT-Beratungen ist sehr heterogen“, erklärt Mario Zillmann, Senior Partner bei Lünendonk. „Während einige IT-Dienstleister zweistellige Wachstumsraten erzielen konnten, blieben andere deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ausschlaggebend ist vor allem der Branchenmix und weniger das Service-Portfolio. So kamen vor allem aus dem dominierenden Industriesektor 2025 aufgrund der konjunkturellen Gesamtlage nur wenige neue Impulse für höhere IT-Investitionen.“
Accenture führt den IT-Dienstleistungsmarkt an
Accenture bleibt laut Lünendonk mit einem geschätzten Deutschlandumsatz von 3,6 Milliarden Euro Marktführer. Capgemini folgt mit 2,24 Milliarden Euro, IBM rückt mit 2,22 Milliarden Euro näher heran. Adesso wächst um 15,3 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro, Conet erzielt mit 15,8 Prozent das stärkste Wachstum innerhalb der Top 25.
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IT-Service-Ranking zeigt ähnliches Bild
Auch im IT-Service bleibt die Dynamik begrenzt. Die Unternehmen in diesem Segment wuchsen in Deutschland organisch um durchschnittlich 1,4 Prozent. Einzelne Anbieter prägen mit teils hohen einstelligen bis zweistelligen Rückgängen die Gesamtentwicklung. T-Systems belegt erneut Rang eins mit einem geschätzten Deutschlandumsatz von 2,95 Milliarden Euro. NTT Data folgt mit 2,1 Milliarden Euro. Neu auf der Liste sind Infosys und Wipro, da ihr Schwerpunkt am deutschen Markt nun stärker auf IT-Operations liegt. Infosys gehört mit einem Plus von 13 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu den am stärksten gewachsenen IT-Dienstleistern.
Warum CIOs stärker auf Innovationen setzen
Die CIO-Agenda für 2026/2027 priorisiert Cybersecurity, IT-Modernisierung, Cloud-Transformation, IT-Integration, digitale Souveränität sowie Data & AI. 55 Prozent der IT-Entscheider rechnen mit steigenden Budgets, 36 Prozent mit stabilen Ausgaben auf hohem Niveau. Mehr als 40 Prozent wollen zusätzliche Mittel in IT-Innovationen und IT-Modernisierung lenken. Für den Erhalt der IT planen dagegen nur 23 Prozent höhere Ausgaben. „Die Nachfrage nach KI-Lösungen war zwar sehr hoch, die Projektvolumina sind derzeit jedoch vergleichsweise gering. Das wird sich in den kommenden Jahren allerdings mit zunehmenden KI-Reifegrad in den Unternehmen verändern“, beschreibt Zillmann die Struktur der Nachfrage im Jahr 2025.
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Gedämpfter Ausblick für 2026
Für 2026 zeigen sich die befragten IT-Dienstleister vorsichtiger als in den Vorjahren. Dennoch erwarten sie im Durchschnitt ein Umsatzwachstum von 7,5 Prozent. Anfang 2025 lag die durchschnittliche Umsatzprognose für 2026 noch bei 10,4 Prozent. „CIOs müssen in konjunkturell schwachen Zeiten mehr aus ihrem zur Verfügung stehenden Budget rausholen und setzen auf Automatisierung und Künstliche Intelligenz“, kommentiert Mario Zillmann die Budgetplanungen. „Gerade im IT-Betrieb zeigen sich bereits heute enorme Einsparpotenziale durch KI-basierte Delivery-Modelle – Kapital, das in die notwendigen Transformationsaufgaben investiert werden kann.“
Quelle: Lünendonk
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FAQ zum IT-Dienstleistungsmarkt
1. Warum wächst der IT-Dienstleistungsmarkt nur schwach?
Die schwache Konjunktur und geringe Impulse aus Automotive und Industrie bremsen die Nachfrage.
2. Welche Rolle spielt KI im IT-Dienstleistungsmarkt?
KI schafft hohe Effizienzpotenziale und verändert Projektvolumina, Honorare und Personalbedarf.
3. Welche Anbieter führen den IT-Dienstleistungsmarkt an?
In der IT-Beratung führt Accenture, im IT-Service steht T-Systems auf Rang eins.
4. Wie entwickeln sich Budgets im IT-Dienstleistungsmarkt?
55 Prozent der CIOs rechnen 2026/2027 mit steigenden IT-Budgets, weitere 36 Prozent mit stabilen Ausgaben.
5. Wie beeinflusst KI den IT-Dienstleistungsmarkt?
KI erhöht die Effizienzpotenziale in Softwareentwicklung, IT-Betrieb und Anwendungsmodernisierung.
6. Warum sinkt im IT-Dienstleistungsmarkt der Personalbedarf?
Viele Dienstleister erwarten durch KI-basierte Automatisierung weniger Bedarf an Softwareentwicklern und Personal im IT-Betrieb.
7. Welche Branchen bremsen den IT-Dienstleistungsmarkt?
Vor allem Automotive und Industrie liefern laut Lünendonk nur wenige neue Impulse für höhere IT-Investitionen.