Die EU-Kommission hat keine Wettbewerbsbedenken gegen den Einstieg der Bundesregierung beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS.Florence Piot - stock.adobe.com
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Summary: Die EU-Kommission hat in Brüssel den geplanten Einstieg der Bundesregierung bei KNDS ohne Auflagen genehmigt. Der Bund will sich zunächst mit 40 % am deutsch-französischen Rüstungskonzern beteiligen. KNDS plant weitere Produktionsstätten in Deutschland und rechnet mit deutlich mehr Beschäftigten.
Warum die EU den KNDS-Einstieg freigibt
Die EU-Kommission hat keine Wettbewerbsbedenken gegen den geplanten Einstieg der Bundesregierung beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS. Wie aus der Meldung der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht, hat die Behörde den Plänen ohne Auflagen zugestimmt.
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Die Wettbewerbshüter prüften die Transaktion, wie es bei größeren Vorhaben in der EU üblich ist. Nach ihrer Einschätzung sind die Beteiligten nicht auf denselben Märkten tätig. Auch mit Blick auf Lieferungen von KNDS an das deutsche Verteidigungsministerium sieht die Kommission keine Bedenken.
KNDS stellt Waffensysteme wie den Kampfpanzer Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000 her. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Amsterdam, die deutsche Zentrale befindet sich in München.
Aktuell gehört KNDS der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann sowie der französischen Regierung. Medienberichten zufolge wird der Wert des Unternehmens auf 20 Milliarden EUR geschätzt. Nach früheren Angaben will KNDS demnächst an die Börse gehen.
Im Mai war bekanntgeworden, dass die Bundesregierung nach längerem Ringen eine Entscheidung über den Einstieg getroffen hat. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Regierungskreisen will sich der Bund zunächst zu 40 % an dem Panzerbauer beteiligen.
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Gleichzeitig soll die feste Absicht erklärt werden, die Beteiligung „in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren“ auf 30 % zu reduzieren. Damit wäre der Einstieg zunächst deutlich, aber perspektivisch auf einen geringeren Anteil ausgelegt.
Wie KNDS die Produktion in Deutschland ausbauen will
KNDS plant in Deutschland zwei weitere Produktionsstätten. Das kündigte Deutschlandchef Florian Hohenwarter in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an.
Eine formale Entscheidung über den Standort gibt es laut Hohenwarter noch nicht. Zugleich rechnet das Unternehmen damit, dass sich die Belegschaft bis zum Ende des Jahrzehnts verdoppelt. Demnach könnten rund 4.000 bis 5.000 weitere Mitarbeiter hinzukommen.
• Was bedeutet der KNDS-Einstieg des Bundes? – Die Bundesregierung will sich zunächst mit 40 % am deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS beteiligen.
• Warum hat die EU den KNDS-Einstieg genehmigt? – Die EU-Kommission sieht keine Wettbewerbsbedenken, weil die Beteiligten nicht auf denselben Märkten tätig sind.
• Welche Produkte stellt KNDS her? – KNDS produziert unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 und die Panzerhaubitze 2000.
• Welche Pläne hat KNDS in Deutschland? – KNDS will zwei weitere Produktionsstätten aufbauen und rechnet bis Ende des Jahrzehnts mit deutlich mehr Beschäftigten.