Bundeswehr-Großgerät des Heeres soll teils in erheblichem Umfang in Wartung stehen. Das Verteidigungsministerium weist auf Ukraine-Hilfe und höhere Nutzung hin.
Bundeswehr-Großgerät in der Instandsetzung: Medienberichte verweisen auf einen Reparaturstau bei wichtigen Waffensystemen des Heeres, während das Verteidigungsministerium auf Ukraine-Hilfe und stärkere Beanspruchung durch häufigere Übungen verweist.Symbolbild - KI-generiert
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Summary: Das Verteidigungsministerium sieht in Berlin keine grundsätzlichen Mängel bei der Ersatzteilversorgung für Großwaffensysteme des Heeres. Berichte von „Süddeutscher Zeitung“, WDR und NDR verweisen auf interne HIL-Informationen und nennen Engpässe bei Ersatzteilen und Fachpersonal. Als Ursachen führt das Ministerium Abgaben an die Ukraine sowie häufigere Übungen mit stärkerer Beanspruchung von Gerät und Ausrüstung an.
Was beim Bundeswehr-Großgerät des Heeres stockt
Beim Bundeswehr-Großgerät des Heeres gibt es nach Medienberichten Hinweise auf einen erheblichen Reparaturstau. Betroffen sein sollen unter anderem zentrale Waffensysteme wie die Panzerhaubitze 2000, der Schützenpanzer Marder und der Radpanzer Boxer.
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Das Verteidigungsministerium sieht nach Angaben aus Berlin jedoch keine grundsätzlichen Mängel bei der Ersatzteilversorgung für das Großgerät des Heeres. Die Einsatzbereitschaft der Großwaffensysteme gehe «in die richtige Richtung», sagte ein Sprecher des Ministeriums.
Zuvor hatten „Süddeutsche Zeitung“, WDR und NDR über einen erheblichen Reparaturstau berichtet. Als Ursachen wurden demnach fehlende Ersatzteile in ausreichender Menge sowie ein Mangel an Fachpersonal genannt.
Die Berichte beziehen sich auf interne Informationen aus der Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, kurz HIL. Die Probleme beträfen demnach selbst wichtige Waffensysteme. Im Mai sei nicht einmal die Hälfte des Gesamtbestands der Panzerhaubitze 2000 einsetzbar gewesen. Beim Schützenpanzer Marder und beim Radpanzer Boxer habe im Mai fast die Hälfte der Fahrzeuge in der Wartungs- und Reparaturschleife festgehangen.
Warum das Ministerium auf Ukraine-Hilfe verweist
Das Verteidigungsministerium bestätigte diese Angaben nicht. Stattdessen verwies es auf «Herausforderungen», die durch die Abgabe von Waffensystemen an die Ukraine entstünden. Diese Systeme müssten anschließend ebenfalls mit Ersatzteilen versorgt werden.
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Hinzu komme, dass die Truppe häufiger übe als früher. Dadurch würden Gerät und Ausrüstung stärker beansprucht. Aus Sicht des Ministeriums erklärt dies zusätzliche Belastungen in Wartung und Instandsetzung.
Ersatzteile für neue Waffensysteme sollen gesichert sein
Für neu beschaffte Waffensysteme sei die sogenannte Erstversorgung mit Ersatzteilen gesichert, wie das Ministerium mitteilt. Dabei gehe es um den Ersatzteilbedarf der ersten Jahre nach der Beschaffung.
Der Sprecher sagte: «Es ist übliches Verfahren, dass Ersatzteile für die ersten 3 bis 5 Jahre mitbestellt werden. Das kommt als Paket, als Gesamtpaket von der Industrie.»
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Damit verweist das Ministerium auf etablierte Beschaffungsprozesse in der Zusammenarbeit mit der Industrie. Zugleich bleiben die konkreten Angaben zur aktuellen Einsatzbereitschaft der genannten Systeme offen, da das Ministerium die berichteten Zahlen nicht bestätigte.
• Was ist beim Bundeswehr-Großgerät laut Berichten das Problem? – Berichtet wird über einen Reparaturstau, fehlende Ersatzteile und mangelndes Fachpersonal bei Großwaffensystemen des Heeres.
• Welches Bundeswehr-Großgerät soll betroffen sein? – Genannt werden unter anderem die Panzerhaubitze 2000, der Schützenpanzer Marder und der Radpanzer Boxer.
• Wie bewertet das Ministerium die Lage beim Bundeswehr-Großgerät? – Das Verteidigungsministerium sieht keine grundsätzlichen Mängel bei der Ersatzteilversorgung und spricht von einer Einsatzbereitschaft, die «in die richtige Richtung» gehe.
• Warum entstehen beim Bundeswehr-Großgerät laut Ministerium Engpässe? – Das Ministerium verweist auf die Abgabe von Waffensystemen an die Ukraine und auf häufigere Übungen mit stärkerer Beanspruchung des Materials.
• Wie wird neues Bundeswehr-Großgerät mit Ersatzteilen versorgt? – Nach Angaben des Ministeriums werden Ersatzteile für die ersten 3 bis 5 Jahre üblicherweise direkt als Paket mitbestellt.