Die Paul Horn GmbH bietet mit seinem Werkzeugportfolio zahlreiche Systeme, welche die wirtschaftliche Zerspanung ermöglichen.
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Aluminium fordert für die Serienbearbeitung leistungsfähige Werkzeuge, stabile Prozesse und eine präzise Abstimmung aller Parameter.Horn/Sauermann
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Die globale Bedeutung von
Aluminium spiegelt sich in den Produktionszahlen wider. Weltweit werden
jährlich über 60 Millionen Tonnen des Leichtmetalls hergestellt, wobei
insbesondere Asien und hier vor allem China eine treibende Rolle spielen.
Aluminium ist nach Sauerstoff und Silizium das dritthäufigste Element der
Erdkruste, kommt jedoch ausschließlich in gebundener Form vor. Die industrielle
Gewinnung erfolgt aus Bauxit über das Bayer-Verfahren und die anschließende
Schmelzflusselektrolyse. Durch gezielte Legierungselemente wie Silizium,
Magnesium, Kupfer oder Zink lassen sich die mechanischen Eigenschaften
anpassen, was wiederum direkte Auswirkungen auf das Zerspanungsverhalten hat.
Ausgeprägte
Adhäsionsneigung
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Beim Fräsen von Aluminium
treten die werkstoffspezifischen Eigenschaften besonders deutlich zutage. Die
geringe Härte und die niedrige Schmelztemperatur begünstigen zwar hohe
Schnittgeschwindigkeiten, führen aber gleichzeitig zu einer ausgeprägten Adhäsionsneigung.
Ohne geeignete Maßnahmen kann es zur Bildung von Aufbauschneiden kommen, die
sowohl die Oberflächenqualität als auch die Standzeit der Werkzeuge negativ
beeinflussen. Moderne Fräswerkzeuge für Aluminium zeichnen sich daher durch
scharfe Schneiden, polierte Spanflächen und spezielle Spanformgeometrien aus,
die einen leichten Spanabfluss unterstützen. Ergänzend kommen Beschichtungen
mit hohen Gleiteigenschaften zum Einsatz oder – je nach Anwendung – bewusst
unbeschichtete Schneiden, um die Schärfe maximal auszunutzen.
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Horn bietet für die
Aluminiumbearbeitung ein umfassendes Programm an Fräswerkzeugen, das von
Vollhartmetallfräsern über Zirkularfräswerkzeuge bis hin zu PKD- und
MKD-Lösungen reicht. Gerade beim Fräsen mit hohen Zeitspanvolumina spielen
einschneidige oder zweischneidige Werkzeuge mit großen Spanräumen eine zentrale
Rolle. Sie ermöglichen hohe Vorschübe und Schnittgeschwindigkeiten, ohne den
Spanfluss zu behindern. Typische Anwendungen sind das Taschenfräsen, das
Eintauchen sowie das Besäumen von Aluminiumbauteilen mit großen
Materialabträgen.
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Polykristalliner Diamant
Polierte Spanflächen, spezielle Spanformgeometrien sowie schleifscharfe Schneiden sorgen für eine sichere Späneabfuhr und beugen der Bildung von Aufbauschneiden vor.Nico Sauermann
Für anspruchsvollere Aufgaben
und lange Standzeiten kommen vor allem diamantbestückte Werkzeuge zum Einsatz.
Polykristalliner Diamant eignet sich aufgrund seiner hohen Verschleißfestigkeit
und geringen Adhäsionsneigung hervorragend für das Fräsen von
Aluminiumlegierungen, insbesondere bei hohen Stückzahlen. Die scharfen Schneidkanten
ermöglichen hohe Oberflächenqualitäten und stabile Prozesse auch bei hohen
Schnittparametern. Neben klassischen Drehoperationen hat sich PKD daher
insbesondere im Fräsbereich etabliert, etwa beim Planfräsen von
Strukturbauteilen oder beim Konturfräsen komplexer Geometrien.
In den letzten Jahren hat
Horn sein PKD-Portfolio konsequent erweitert und bietet heute neben
PKD-bestückten Wendeschneidplatten auch festbestückte Fräswerkzeuge, die
speziell für die Hochleistungsbearbeitung ausgelegt sind. Diese Werkzeuge
wurden erstmals im Jahr 2024 in einem standardisierten Programm vorgestellt und
decken zahlreiche Anwendungen ab – nicht nur in Aluminium, sondern auch in
anderen Nichteisenwerkstoffen. Das Werkzeugsystem ermöglicht eine hohe
Steifigkeit und Rundlaufgenauigkeit, was sich unmittelbar in
Oberflächenqualität und Prozessstabilität niederschlägt.
Neue Potenziale in der
Hochleistungszerspanung
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Ein Beispiel hierfür ist das
DG-Wechselkopfsystem mit PKD-Schneiden, das auf einem bestehenden
Hartmetallsystem basiert und um diamantbestückte Schneiden erweitert wurde.
Durch die modulare Bauweise stehen unterschiedliche Schaftvarianten aus Stahl
oder Hartmetall zur Verfügung, wodurch sich das System auch für Anwendungen mit
großen Auskraglängen eignet. Ein weiteres Highlight ist ein Planfrässystem mit präzisen
Rund- und Planlaufeigenschaften. Die hohe Steifigkeit dieses Systems erlaubt
Schnittwerte, die selbst leistungsstarke Fräsmaschinen an ihre Grenzen bringen,
und eröffnet neue Potenziale in der Hochleistungszerspanung.
Für Anwendungen mit höchsten
optischen Anforderungen, etwa im Werkzeug- und Formenbau, kommt zusätzlich die
Hochglanzzerspanung mit monokristallinen Diamanten zum Einsatz. Auch beim
Fräsen ermöglicht dieser Schneidstoff Oberflächenqualitäten, die ein nachträgliches
Polieren überflüssig machen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern erhöht auch die
Reproduzierbarkeit der Bauteilqualität. Gerade bei Bauteilen, deren Oberfläche
später beschichtet oder verchromt wird, ist diese Prozesssicherheit ein
entscheidender Vorteil.
Konstante Qualität über
lange Laufzeiten
Für Anwendungen mit höchsten optischen Anforderungen, etwa im Werkzeug- und Formenbau, kommt die Hochglanzzerspanung mit monokristallinen Diamanten zum Einsatz.Nico Sauermann
Die zunehmende Verwendung von
Aluminiumbauteilen, etwa durch neue Fertigungstechnologien wie Gigacasting im
Automobilbau, unterstreicht die Bedeutung leistungsfähiger Fräslösungen.
Gleichzeitig verändert sich der Werkstoffeinsatz, was neue Anforderungen an
Flexibilität und Präzision stellt. Moderne Fräswerkzeuge müssen daher nicht nur
hohe Abtragsraten ermöglichen, sondern auch eine konstante Qualität über lange
Laufzeiten sicherstellen. Mit abgestimmten Werkzeugkonzepten, innovativen
Schneidstoffen und anwendungsspezifischen Geometrien lassen sich diese
Anforderungen erfüllen und die wirtschaftliche Zerspanung von Aluminium
nachhaltig optimieren.
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Auf einen Blick
Leicht, vielseitig,
anspruchsvoll – Aluminium fordert für die Serienbearbeitung leistungsfähige
Werkzeuge, stabile Prozesse und eine präzise Abstimmung aller Parameter. Ob im
Automobilbau, in der Medizintechnik, im Maschinen- und Anlagenbau oder in der
Elektronik – Aluminiumlegierungen verbinden geringes Gewicht mit guter
Festigkeit, hoher Korrosionsbeständigkeit und ausgezeichneter
Recyclingfähigkeit. Trotz seiner grundsätzlich guten Zerspanbarkeit stellt der
Werkstoff den Anwender immer wieder vor Herausforderungen. Insbesondere beim
Fräsen können Verklebungen, Aufbauschneiden oder unkontrollierter Spänefluss
die Prozesssicherheit beeinträchtigen. Entscheidend für eine wirtschaftliche
Bearbeitung ist daher die präzise Abstimmung von Werkzeuggeometrie,
Schneidstoff, Schnittdaten und Kühlschmierstoff. Die Paul Horn GmbH bietet mit
seinem Werkzeugportfolio zahlreiche Systeme, welche die wirtschaftliche
Zerspanung ermöglichen.