Flender-CEO Evertz über Strategie, Daten und Innovation
Im Interview erklärt CEO Andreas Evertz wie Flender auf veränderte Marktbedingungen reagiert hat und auf welche technologischen Innovationen das Unternehmen setzt.
Flender-CEO Andreas Evertz spricht im Video-Interview mit Anja Ringel unter anderem über Hubs, Daten und Innovationen.Flender, Anna Mc Master; Grafik: Jürgen Claus
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Summary:
Flender reagiert auf veränderte Marktbedingungen in China mit einer Drei-Hub-Strategie in Europa, China und Indien. Parallel treibt das Unternehmen datenbasierte Services und Produktinnovationen voran. Ziel ist mehr Wettbewerbsfähigkeit und höhere Effizienz.
Jahrzehntelang war China ein Wachstumsmotor für die deutsche
Industrie. Doch das ist inzwischen vorbei. Andreas Evertz, CEO der Flender
Gruppe, erklärt, der interne Bedarf in China sinkt, das Land drängt auf den
Exportmarkt. Für Flender bedeutet das: Stillstand ist keine Option. „Wir können
uns nicht ausruhen, weshalb wir an unserer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten
müssen“, betont Evertz.
Flender hat drei Standbeine. Neben Europa und China hat das
Unternehmen in den letzten fünf Jahren in Indien investiert. Hinzu kommen
Service-Hubs, etwa in den USA, um physisch nah am Kunden zu bleiben. Evertz
erklärt: „Diese drei Hubs nutzen wir heutzutage, um flexibel umzusteuern, je
nachdem, wie die Kundenbedarfe und die geopolitischen Situationen aussehen.
Diese Flexibilität, die Dinge hin- und herzuschieben, ist genau das, was wir
heute brauchen.“
Neben der globalen Aufstellung setzt Flender auf
kundenzentrierte Transformation. „Es beginnt eigentlich mit der Thematik, nah
beim Kunden zu sein und für den Kunden in seiner Nähe zu produzieren bzw. den
Service vor Ort anbieten zu können“, sagt Evertz. Doch der eigentliche Mehrwert
entsteht durch Daten.
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Mit der Sensorplattform AIQ verfolgt Flender einen
datengetriebenen Ansatz: Maschinen liefern kontinuierlich Informationen über
ihren Zustand und ihre Nutzung. Diese Daten werden analysiert, um
Wartungsbedarfe frühzeitig zu erkennen.
Das Ziel: planbare Prozesse statt ungeplanter Stillstände.
„Auf Basis dieser Daten können wir dann auch Vorhersagen treffen, wann er einen
Service oder einen geplanten Stopp seiner Maschinen durchführen sollte, um
diese Ausfallzeiten möglichst gering zu halten.“
Für Kunden bedeutet das nicht nur höhere Verfügbarkeit,
sondern auch effizientere Ersatzteilplanung. Statt auf den Defekt zu reagieren,
wird proaktiv gehandelt.
Innovation unter Druck: Mehr Leistung, weniger Material
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Parallel zur Digitalisierung treibt Flender klassische
Produktinnovationen voran. Ein Beispiel ist das neue Revo-Windgetriebe, das die
Leistungsdichte deutlich steigert.
Während frühere Systeme bei rund 85 Newtonmetern pro
Kilogramm lagen, erreicht die neue Plattform rund 300 Newtonmeter pro
Kilogramm.
Das hat gleich mehrere Effekte: kompaktere
Bauweise, höhere
Leistungsfähigkeit und ein geringerer
Materialeinsatz.
„Das sorgt zum einen dafür, dass Getriebe viel kleiner
geworden sind“, erklärt Evertz. Gleichzeitig ermöglicht die Technologie bei
gleicher Größe deutlich mehr Leistung.
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Neben Kostenvorteilen spielt auch Nachhaltigkeit eine Rolle.
Weniger Material bedeutet geringeren Ressourcenverbrauch – ein entscheidender
Faktor, gerade im Umgang mit seltenen Erden.
Mehr Details und welche Themen die Branche gerade
diskutieren, erfahren Sie im Video-Interview:
FAQ zur Strategie bei Flender
• Was umfasst die Flender Strategie aktuell? – Die Flender Strategie basiert auf globaler Diversifikation, datengetriebenen Services und technologischer Innovation.
• Warum verändert sich die Flender Strategie durch China? – Sinkende Nachfrage im Inland und steigender Exportdruck verändern die Marktbedingungen.
• Welche Rolle spielen Daten in der Flender Strategie? – Daten ermöglichen vorausschauende Wartung und reduzieren ungeplante Stillstände.
• Wie setzt Flender die Strategie global um? – Über drei Hubs in Europa, China und Indien sowie zusätzliche Service-Standorte wie in den USA.
• Welche Bedeutung hat Innovation für die Flender Strategie? – Neue Technologien erhöhen Leistungsdichte, Effizienz und reduzieren den Materialeinsatz.