AMR werden Teil der Montageautomation von Schnaithmann. Die mobilen Roboter sollen Materialflüsse flexibler machen und neue Produktionskonzepte ermöglichen.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
GESSbot von Gessmann mit einem BS21-Flachriemenband von Schnaithmann: Der autonome mobile Roboter transportiert Werkstückträger, Kleinladungsträger oder komplette Baugruppen autonom zwischen definierten Übergabepunkten einer Transfer- oder Montagelinie.Schnaithmann
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Summary:
Schnaithmann setzt in Remshalden seit Juni 2026 autonome mobile Roboter in Montage- und Transferlinien ein. Gemeinsam mit Gessmann entstehen flexible Materialflusslösungen, die Werkstückträger, Kleinladungsträger und Baugruppen autonom bewegen. Die AMR sollen Layoutwechsel erleichtern, Cobots integrieren und Produktionsprozesse anpassungsfähiger machen.
Wie AMR die Montageautomation bei Schnaithmann erweitern
Die Schnaithmann Maschinenbau GmbH erweitert ihre Montage- und Transferlinien um autonome mobile Roboter. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die selbstfahrenden Transportsysteme vor allem den Materialfluss in der Produktion flexibler machen. In Kombination mit Cobots entstehen mobile Roboterstationen, die ohne feste Infrastruktur eingesetzt werden können.
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Hintergrund ist der Wandel in der industriellen Produktion. Wo früher hohe Stückzahlen und kurze Taktzeiten dominierten, rücken heute Typenvielfalt, Variantenwechsel und kleinere Losgrößen stärker in den Mittelpunkt. Schnaithmann reagiert darauf, indem das Unternehmen seine Montage- und Transfersysteme um AMR für den Transport von Werkstückträgern, Kleinladungsträgern und Baugruppen ergänzt.
Warum Schnaithmann mit Gessmann kooperiert
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Partner für die selbstfahrenden Transportsysteme ist die W. Gessmann GmbH aus Leingarten bei Heilbronn. Das Unternehmen bringt mit dem modularen Robotersystem GESSbot Kompetenzen in Intralogistik, mobiler Automation und sicherer Mensch-Maschine-Interaktion in das Konzept ein.
„Ziel der Zusammenarbeit mit Gessmann ist die intelligente Verbindung von Montageautomation mit mobiler Intralogistik“, sagt Thomas Wahl, der für den technischen Vertrieb bei Schnaithmann in Remshalden zuständig ist und das Projekt betreut. „Mit dem modularen Robotersystem GESSbot bringt Gessmann seine Kompetenz in Intralogistik, mobiler Automation und sicherer Mensch-Maschine-Interaktion in das gemeinsame Lösungskonzept ein.“
Damit zielt die Kooperation auf eine engere Verzahnung klassischer Montageautomation mit mobiler Intralogistik. Die AMR sollen Materialflüsse nicht nur automatisieren, sondern auch dynamischer machen.
AMR für dynamische Materialflüsse
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„Autonome mobile Roboter wie der GESSbot ermöglichen dynamische Materialflüsse in skalierbaren Produktionskonzepten“, sagt Steffen Kuhnle, Leiter des Geschäftsbereichs Robotik bei Gessmann. „Denn Produktionslinien müssen heute schneller auf neue Produkte, schwankende Stückzahlen und veränderte Materialflüsse reagieren können. Genau dort entfalten AMR ihren wirtschaftlichen Nutzen – insbesondere im Zusammenspiel mit modularen Montagesystemen.“
Die selbstfahrenden Transportfahrzeuge navigieren laut Mitteilung sicher und präzise auch in engen Gängen unter 1,2 m. Damit eignen sie sich für kompakte Linienlayouts. Die komplette Steuerung inklusive Safety-Komponenten ist integriert, eine externe Steuerung ist daher nicht erforderlich.
Für dynamische Produktionsabläufe sind die AMR mit erweiterter Sicherheitstechnik ausgestattet. 360-Grad-Scanner übernehmen Navigation und Sicherheitsüberwachung. Für die industrielle Kommunikation kommt ein WLAN-basiertes System mit Roaming-Funktionalität zum Einsatz, das stabile Verbindungen in großflächigen Montage- und Logistikumgebungen unterstützen soll.
Welche Aufgaben die AMR in Montagelinien übernehmen
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„Ziel der Zusammenarbeit mit Gessmann ist die intelligente Verbindung von Montageautomation mit mobiler Intralogistik“, sagt Thomas Wahl, der für den technischen Vertrieb bei Schnaithmann in Remshalden zuständig ist und das Projekt betreut.Matthias Nguyen
Die Integration der AMR in bestehende oder neue Schnaithmann-Montagelinien soll die Materialzuführung und -abholung flexibler machen. Die GESSbots transportieren Werkstückträger, Kleinladungsträger oder komplette Baugruppen autonom zwischen definierten Übergabepunkten. Dadurch entsteht eine entkoppelte Materialflussarchitektur.
Typische Einsatzszenarien sind die Versorgung von Pufferbereichen und Regalen, die Abholung fertiger Produkte, die dynamische Umfahrt von Engpässen oder Störungen sowie das Andocken an Förderbänder oder Übergabestationen. Auch die Logistik von SPC-Teilen für die Qualitätssicherung zählt zu den vorgesehenen Anwendungen.
Mechanische, elektrische und sicherheitstechnische Übergaben lassen sich über standardisierte beziehungsweise konfigurierbare Schnittstellen realisieren. Das soll spätere Erweiterungen oder Layoutveränderungen der Montageanlage erleichtern.
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Cobots machen mobile Roboterstationen möglich
Zusätzlich setzt Schnaithmann auf die Kombination von AMR und kollaborativen Robotern. Cobots können als mobile Einheiten für Handhabungs- und Prüfprozesse direkt am Einsatzort in die Linie integriert werden. Genannt werden Anwendungen wie Bin-Picking, visuelle Qualitätskontrollen oder die Koordinatenanpassung per Landmark-Erkennung.
Beim Einsatz von Cobots profitiert Schnaithmann laut Mitteilung von der technischen Zusammenarbeit zwischen Gessmann und TechMan Robot. Durch eine vollständig integrierte Steuerungsarchitektur kann der Cobot die Safety-Sensorik des AMR mitnutzen, sich dynamisch an der Fahrzeugposition orientieren und Werkstücke autonom aufnehmen, bestücken oder prüfen.
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So entstehen mobile Roboterstationen für Produktions- und Handlingprozesse, die ohne starre Infrastruktur und ohne aufwendige Umbauten dort eingesetzt werden können, wo sie benötigt werden.
Wie AMR klassische Transfersysteme ergänzen
„Wir verstehen autonome mobile Roboter als Ergänzung zu klassischen Transfersystemen“, erklärt Wahl. „Während unsere Transfersysteme hohe Reproduzierbarkeit und stabile Taktzeiten gewährleisten, sorgen AMR für Flexibilität und adaptive Materiallogistik. Cobots ergänzen das Konzept um variable Automatisierungszellen.“
Für Kunden nennt Schnaithmann mehrere technische und betriebliche Vorteile. Dazu zählen eine höhere Anpassungsfähigkeit bei Produkt- und Layoutwechseln, kürzere Integrations- und Inbetriebnahmezeiten durch standardisierte Schnittstellen sowie geringere Umbaukosten bei Layoutänderungen.
Weitere Aspekte sind transparente Materialflüsse durch digitale AMR-Überwachung und bessere Skalierbarkeit durch modulare Erweiterungen wie Cobots, Scanner oder Übergabemodule. Insgesamt sollen dynamische Transportprozesse die Gesamteffizienz der Produktionslinie steigern und die Arbeitssicherheit durch weniger manuelle innerbetriebliche Transporte erhöhen.
Warum AMR für wandelbare Fabriklayouts relevant sind
Schnaithmann sieht die AMR-basierte Produktion als „logischen Entwicklungsschritt“. „Mit der Integration der Gessmann-Technologie erweitern wir unsere Transfer- und Montageanlagen gezielt um flexible Intralogistik- und Robotiksysteme“, sagt Wahl. „So bieten wir ganzheitliche Lösungen für wandelbare Produktionsumgebungen.“
Auch Gessmann bewertet die Kooperation als strategisch passend. Kuhnle ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit Schnaithmann passt technologisch und strategisch hervorragend. Gemeinsam kombinieren wir modulare Montageautomation und mobile Robotik zu flexiblen Produktionskonzepten mit hoher Anpassungsfähigkeit an moderne Fabriklayouts. Denn Kunden suchen keine isolierten Einzeltechnologien, sondern durchgängige Lösungen für flexible Produktionsprozesse.“
Damit positioniert Schnaithmann AMR nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung bestehender Transfer- und Montagesysteme. Der Schwerpunkt liegt auf flexibleren Materialflüssen, mobiler Robotik und anpassungsfähigen Produktionskonzepten.
FAQ zu AMR in der Montageautomation
Was leisten AMR in der Montageautomation? – AMR transportieren Werkstückträger, Kleinladungsträger oder Baugruppen autonom zwischen definierten Übergabepunkten.
Warum setzt Schnaithmann auf AMR in der Montageautomation? – Schnaithmann will Montage- und Transferlinien um flexible Intralogistik- und Robotiksysteme erweitern.
Welche Rolle spielen Cobots bei AMR in der Montageautomation? – Cobots können auf AMR als mobile Einheiten für Handhabungs- und Prüfprozesse eingesetzt werden.
Welche Vorteile bieten AMR in der Montageautomation? – Genannt werden höhere Anpassungsfähigkeit, kürzere Integrationszeiten, geringere Umbaukosten und transparentere Materialflüsse.
Wer liefert die AMR für die Montageautomation von Schnaithmann? – Partner ist die W. Gessmann GmbH mit dem modularen Robotersystem GESSbot.