Stellenabbau bei Dürr-Tochter BBS Automation

500 Jobs fallen bei Dürr-Tochter BBS weg

Der Stellenabbau bei Dürr trifft die Tochter BBS Automation: Weltweit sollen rund 500 Arbeitsplätze wegfallen. Ursache ist vor allem die schwache Nachfrage aus der Autoindustrie.

Dürr will bei seiner Tochter BBS Automation weltweit rund 500 Stellen streichen. Im Bild: Prüftechnik von BBS Automation im Life-Science-Sektor.
Dürr will bei seiner Tochter BBS Automation weltweit rund 500 Stellen streichen. Im Bild: Prüftechnik von BBS Automation im Life-Science-Sektor.

Summary: Dürr will bei BBS Automation in diesem und im kommenden Jahr weltweit rund 500 Stellen abbauen, davon etwa 200 in Deutschland. Das Effizienzprogramm soll jährlich rund 30 Mio. EUR einsparen und die Ertragskraft stärken. Hintergrund sind die schwache Konjunktur und rückläufige Bestellungen der Autoindustrie.

Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr plant bei seiner Tochtergesellschaft BBS Automation einen weltweiten Stellenabbau. Rund 500 Arbeitsplätze sollen entfallen, wie das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen mitteilt. An den vier deutschen Standorten sind etwa 200 Jobs betroffen.

Der Abbau soll im laufenden und im kommenden Jahr umgesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen will das Unternehmen nach Möglichkeit vermeiden. Ausgeschlossen sind sie allerdings nicht. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern sollen zeitnah beginnen.

Wie soll BBS Automation effizienter werden?

Mit dem Effizienzprogramm will Dürr die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft des Automatisierungsspezialisten stärken. Geplant ist eine jährliche Einsparung von rund 30 Mio. EUR. Für 2026 rechnet der Konzern mit Umbaukosten zwischen 40 und 50 Mio. EUR.

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Dürr hatte BBS Automation mit Sitz in Garching bei München Mitte 2023 übernommen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 2.300 Menschen. Ein Teil des Geschäfts entfällt auf Produktionsanlagen für die Automobilindustrie, insbesondere für Elektroautos.

Daneben entwickelt und liefert BBS Automation Anlagen für weitere Branchen. Dazu gehören Produktionssysteme zur Herstellung von Medizinprodukten wie Spritzen.

Schwache Nachfrage belastet das Automatisierungsgeschäft

Als Grund für den Stellenabbau nennt Dürr die schwache Konjunktur und rückläufige Bestellungen der Autohersteller. Trotz einer steigenden Nachfrage nach Elektroautos investiert die Branche derzeit zurückhaltend in neue Produktionssysteme.

Bestehende Fertigungslinien müssten zunächst vollständig ausgelastet werden, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Dürr reduziert deshalb auch die langfristigen Wachstumsziele für BBS Automation. Statt eines Umsatzes von 800 Mio. EUR sollen ab 2030 nur noch mehr als 600 Mio. EUR erreicht werden.

Welche Stellen hatte Dürr bereits gestrichen?

Bereits 2025 hatte Dürr den Abbau von rund 500 Arbeitsplätzen in der Verwaltung angekündigt. Mehr als die Hälfte dieser Stellen entfiel auf Deutschland. Hintergrund war die Verkleinerung des Konzerns nach dem Verkauf der Umwelttechniksparte.

Der nun geplante Stellenabbau bei BBS Automation ist dagegen eine Reaktion auf die Nachfrageschwäche im Geschäft mit automatisierten Produktionssystemen.

Dürr bestätigt trotz Belastungen die Prognose

Trotz der schwächeren Entwicklung bei BBS Automation hält Dürr an seiner Jahresprognose fest. Die Belastungen sollen durch die Entwicklung der anderen Geschäftseinheiten ausgeglichen werden.

Von April bis Juni stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von rund 807 Mio. EUR auf 914 Mio. EUR. Der Umsatz sank dagegen um rund 2 % auf 981 Mio. EUR.

Die Marge auf Basis des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern erhöhte sich leicht auf 4,3 %. Impulse kamen vor allem aus der Division Automotive. Dort verbuchte Dürr unter anderem größere Aufträge für Lackieranlagen aus Brasilien und Indien.

Mit Material von dpa.

FAQ zum Stellenabbau bei Dürr

Wie viele Arbeitsplätze umfasst der Stellenabbau bei Dürr? – Bei BBS Automation sollen weltweit rund 500 Stellen entfallen.

Wie viele deutsche Jobs betrifft der Stellenabbau bei Dürr? – An den vier deutschen Standorten sollen etwa 200 Arbeitsplätze wegfallen.

Wann soll der Stellenabbau bei Dürr erfolgen? – Der Abbau ist für das laufende und das kommende Jahr vorgesehen.

Warum erfolgt der Stellenabbau bei Dürr? – Gründe sind die schwache Konjunktur und rückläufige Bestellungen der Autohersteller.

Welche Einsparungen soll der Stellenabbau bei Dürr bringen? – Das Effizienzprogramm soll jährlich rund 30 Mio. EUR einsparen.