Dassault Systèmes legt für 2025 robuste Finanzkennzahlen vor. Wiederkehrende Erlöse wachsen, Margen ziehen an. Zugleich rückt Industrial AI strategisch ins Zentrum der Plattform- und Innovationsagenda.
Wachstum, stabile Margen und Industrial AI prägen die Strategie von Dassault Systèmes. Das Bild zeigt den Hauptsitz in Paris.Anja Ringel)
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Wachstum, stabile Margen und Industrial AI: Dassault Systèmes hat seine ungeprüften, geschätzten IFRS-Finanzergebnisse für das vierte Quartal sowie für das am 31. Dezember 2025 beendete Geschäftsjahr veröffentlicht. Der Verwaltungsrat genehmigte die Zahlen am 10. Februar 2026, wie das Unternehmen mitteilt.
Im vierten Quartal erhöhte sich der Gesamtumsatz um ein Prozent gegenüber einer hohen Vergleichsbasis und lag damit am unteren Ende der Zielvorgaben. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Wachstum von 4% bei konstanten Währungen. Der wiederkehrende Umsatz legte um 6% zu, angetrieben von einem Anstieg der Abonnementerlöse um 11%.
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Die Non-IFRS-Betriebsmarge belief sich im vierten Quartal auf 37,0 Prozent und im Gesamtjahr auf 32,0 Prozent. Das entspricht einer Verbesserung um 90 bzw. 40 Basispunkte bei konstanten Wechselkursen. Das Non-IFRS-Ergebnis je Aktie stieg im vierten Quartal um 9%und im Gesamtjahr um 7%.
Das Plattform- und Cloud-Geschäft gewinnt an Gewicht. So erhöhte sich der Umsatz mit 3DEXPERIENCE im Geschäftsjahr um 10 Prozent, der Cloud-Umsatz um 8 Prozent – getragen von strategischen Vertragsgewinnen.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Migration hin zu Abonnement- und Cloud-Modellen führt Dassault Systèmes im Jahr 2026 eine Berichterstattung zur jährlichen „Run Rate” ein. Diese Kennzahl soll Transparenz über den Zustand und die Dynamik der wiederkehrenden Umsatzbasis schaffen.
Der Konzern prognostiziert für 2026 auf Non-IFRS-Basis ein Gesamtumsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent, eine operative Marge von 32,2 bis 32,6 Prozent sowie ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 1,30 bis 1,34 Euro.
Industrial AI als langfristiges Leitmotiv
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CEO Pascal Daloz ordnet die Entwicklung strategisch ein. „Bei Dassault Systèmes ist unser Anspruch klar: Wir werden die industrielle KI-Transformation mit den 3D UNIV+RSES anführen.“ Dabei handele es sich nicht um ein kurzfristiges Ziel, sondern um ein langfristiges Bekenntnis, Innovations-, Betriebs- und Wettbewerbsprozesse in der Industrie neu zu definieren. Die Vision basiere auf jahrzehntelangem industriellem und wissenschaftlichem Wissen und Know-how; nun würden gezielt Fähigkeiten aufgebaut, um diese Perspektive Realität werden zu lassen. „Echte Transformation braucht Zeit – für unsere Kunden ebenso wie für uns selbst.“
Führungsstärke im Bereich Industrial AI beginne mit einem starken Fundament, so Daloz weiter. Deshalb fokussiere sich das Unternehmen 2025 und 2026 auf eine disziplinierte Umsetzung und richte Ressourcen konsequent an strategischen Prioritäten aus, um messbare, branchenprägende Wirkung zu erzielen.
Zugleich werde die Position bei Bestandskunden ausgebaut und Marktanteile hinzugewonnen. Im Bereich Life Sciences sieht Daloz eine transformative Chance im Übergang von dokumentenbasierten Prozessen zum Virtual Twin of Pharma. Dieser Ansatz setze neue Maßstäbe in Effizienz, Qualität und Compliance.
Innerhalb eines Jahres habe Dassault Systèmes drei Kategorien von KI-basierten generativen Lösungen eingeführt: Virtual Companions, Generative Experiences und Virtual Twins as a Service. „Im Jahr 2026 werden wir die 3D UNIV+RSES in messbaren Mehrwert überführen und uns dabei auf besonders wirkungsstarke Initiativen mit nachhaltigem Monetarisierungspotenzial konzentrieren.“ Die Partnerschaft mit NVIDIA unterstreiche die eigene Führungsrolle: „Wir verbinden virtuelle Zwillinge mit beschleunigter Datenverarbeitung, um die Zukunft von Industrie-Weltmodellen zu definieren.“
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Weitere Details kündigt der CEO für den Capital Markets Day im November an. Dort solle aufgezeigt werden, wie Dassault Systèmes „die nächste industrielle Revolution mit klarem Fokus auf langfristige Wertschöpfung anführt.“
Virtuelle Zwillinge mit erster Marktdynamik
Laut dem Unternehmen zeigen KI-gestützte virtuelle Zwillinge erste Marktdynamik und einen hohen Kundennutzen. Durch die strategische Partnerschaft mit Nvidia sollen Industrie-Weltmodelle im großen Maßstab etabliert und virtuelle Zwillinge mit beschleunigter Datenverarbeitung verknüpft werden.
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Durch die Ausrichtung auf strategische Prioritäten schafft der Konzern die Grundlage für die weitere Skalierung seiner Plattform- und KI-Strategie.
Mit Material von Dassault Systèmes.
FAQ: So ist die Lage bei Dassault Systèmes
Wie hat sich der Umsatz von Dassault Systèmes 2025 entwickelt?
Der Gesamtumsatz stieg um 4 Prozent, im vierten Quartal um 1 Prozent bei konstanten Währungen.
Welche Rolle spielen Abonnements und Cloud?
Der wiederkehrende Umsatz wuchs um 6 Prozent, die Abonnementerlöse um 11%; 3D Experience und Cloud verzeichneten ebenfalls Zuwächse.
Wie hoch ist die operative Marge von Dassault Systèmes?
Die Non-IFRS-Betriebsmarge liegt bei 37,0 Prozent im vierten Quartal und 32,0 Prozent im Gesamtjahr 2025.
Welche Ziele gelten für 2026?
Erwartet werden ein Umsatzwachstum von 3% bis 5%, eine operative Marge zwischen 32,2% und 32,6% sowie ein EPS von 1,30 bis 1,34 Euro.