Salzgitter stärkt Sicherheitsstahl-Kompetenz

Salzgitter übernimmt Spezialisten für Sicherheitsstahl

Salzgitter treibt den strategischen Ausbau im Zukunftsfeld Sicherheitsstahl voran. Mit der Übernahme des Dessauer Spezialisten Thyrolf & Uhle stärkt der Konzern seine Werkstoffkompetenz für den Verteidigungs- und Infrastruktursektor.

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Der Stahlkonzern Salzgitter übernimmt den Dessauer Sicherheitsstahlspezialistem Thyrolf & Uhle.
Der Stahlkonzern Salzgitter übernimmt den Dessauer Sicherheitsstahlspezialistem Thyrolf & Uhle.

Strategischer Zukauf im Sicherheitsstahl-Segment

Der Stahlkonzern Salzgitter übernimmt den Dessauer Sicherheitsstahlspezialisten Thyrolf & Uhle. Mit dem strategischen Zukauf erweitere der Konzern seine Kompetenzen im Zukunftsfeld Verteidigung, wie die Salzgitter AG mitteilt. Das mittelständische Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitenden verfügt über die notwendigen Zertifizierungen zur Bearbeitung von Teilen aus Sicherheitsstahl. Dadurch kann der wachsende Verteidigungsmarkt gezielter adressiert werden.

Die Akquisition fügt sich in die strategische Weiterentwicklung des Portfolios ein. Sicherheitsstahl gilt als anspruchsvolles Werkstoffsegment mit hohen regulatorischen und technologischen Anforderungen. Entsprechende Zertifizierungen und Prozesskompetenzen sind zentrale Marktzugangsfaktoren.

Werkstoffkompetenz mit Tradition

Am Standort Dessau-Roßlau wird den Angaben zufolge bereits seit 1859 Metall in allen Formen und Variationen mit umfassender Werkstoffkompetenz bearbeitet. Heute ist Thyrolf & Uhle einer der Hersteller von Stahlkomponenten und Baugruppen für den Infrastrukturschutz sowie für den zivilen und militärischen Fahrzeugbau, der zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Damit ergänzt das Unternehmen das bestehende Portfolio der Salzgitter AG um spezialisierte Fertigungs- und Bearbeitungskapazitäten im sicherheitsrelevanten Umfeld. Die Kombination aus langjähriger Werkstoffexpertise und zertifizierter Sicherheitsstahlbearbeitung erweitert die industrielle Wertschöpfungstiefe des Konzerns.

Fokus auf Verteidigungsindustrie in Europa

"Diese Akquisition ist ein weiterer Schritt unseres aktiven Portfoliomanagements mit gezielten Zukäufen in Wachstumsmärkten", sagte Salzgitter-Chef Gunnar Groebler. Deutschland und Europa benötigten eine leistungsfähige Verteidigungsindustrie mit einer qualifizierten Werkstoffbasis. "Genau hier stärken wir als Salzgitter AG unser Angebot."

Mit dem Zukauf positioniert sich Salzgitter im sicherheitsrelevanten Marktumfeld breiter und unterstreicht die strategische Bedeutung von Werkstoffkompetenz für verteidigungsnahe Anwendungen.

Übernahmemodalitäten unter Vorbehalt

Die Übernahme steht den Angaben zufolge unter dem Vorbehalt insbesondere der behördlichen Freigaben. Zum Kaufpreis machte Salzgitter keine Angaben. Über die Übernahmemodalitäten hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart, heißt es weiter.

Die heutige Thyrolf & Uhle GmbH war 1993 per Management Buy-Out aus dem ehemaligen VEB Zementanlagenbau Dessau entstanden und hat sich seitdem als spezialisierter Anbieter im Bereich Sicherheitsstahl etabliert.

Mit Material der dpa

FAQ zu Salzgitter und Sicherheitsstahl

Was bedeutet die Übernahme für Salzgitter im Bereich Sicherheitsstahl? – Salzgitter erweitert mit Thyrolf & Uhle seine zertifizierte Kompetenz in der Bearbeitung von Sicherheitsstahl und stärkt die Position im Verteidigungsmarkt.

Welche Rolle spielt Thyrolf & Uhle im Sicherheitsstahl-Segment? – Das Unternehmen fertigt Stahlkomponenten und Baugruppen für Infrastrukturschutz sowie den zivilen und militärischen Fahrzeugbau.

Unter welchen Bedingungen steht die Sicherheitsstahl-Übernahme? – Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Freigaben; zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Welche Historie bringt Thyrolf & Uhle im Bereich Sicherheitsstahl mit? – Am Standort Dessau-Roßlau wird seit 1859 Metall bearbeitet; 1993 entstand das heutige Unternehmen per Management Buy-Out.