Hermle Auftragseingang 2026

Hermle startet mit Umsatzplus ins Jahr

Der Hermle Auftragseingang ist im ersten Quartal 2026 deutlich gestiegen. Auch Umsatz und Betriebsergebnis legten beim Werkzeugmaschinen- und Automationsspezialisten zu.

Fachbesucher begutachten auf einer Hausausstellung moderne Hermle-Bearbeitungszentren und Automationslösungen vor dem Hintergrund steigender Aufträge.

Summary: Hermle ist in Gosheim gut in das Jahr 2026 gestartet und meldet für das erste Quartal höhere Auftragseingänge, Umsätze und ein verbessertes Betriebsergebnis. Die Entwicklung wurde durch Nachfrage aus den USA, der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie einzelne Großprojekte unterstützt. Parallel treibt das Unternehmen Investitionen, F&E-Aktivitäten und Automationslösungen weiter voran.

Wie stark wächst der Hermle Auftragseingang?

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Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG ist nach eigenen Angaben gut in das laufende Jahr gestartet. Der schwäbische Werkzeugmaschinen- und Automationsspezialist steigerte den Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2026 konzernweit um 14,9 % auf 138,2 Mio EUR. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Wert bei 120,3 Mio EUR gelegen.

Getragen wurde die Entwicklung unter anderem vom anhaltend hohen Bedarf in den USA, der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie von einzelnen Großprojekten. Besonders stark zeigte sich erneut das Auslandsgeschäft: Dort erhöhte sich der Auftragseingang um 18,0 Prozent auf 104,7 Mio EUR, nach 88,7 Mio EUR im Vorjahreszeitraum.

Auch in Deutschland zog die Nachfrage wieder an. Die neuen Inlandsbestellungen stiegen um 6,0 Prozent auf 33,5 Mio EUR. Ein Jahr zuvor hatte Hermle hier 31,6 Mio EUR ausgewiesen.

Auftragsbestand bleibt über Jahresendwert 2025

Der Auftragsbestand des Hermle-Konzerns lag zum 31. März 2026 bei 118,0 Mio EUR. Damit blieb er leicht unter dem Vorjahresstichtag von 121,8 Mio EUR, aber deutlich über dem Wert zum Jahresende 2025. Ende 2025 hatte der Auftragsbestand 90,6 Mio EUR betragen.

Damit startet Hermle mit einer soliden Auftragsbasis in das weitere Geschäftsjahr. Die Entwicklung zeigt zugleich, dass der Werkzeugmaschinenbauer von der Nachfrage in wichtigen internationalen Märkten und industriellen Anwendungsfeldern profitiert.

Wie entwickelt sich der Umsatz bei Hermle?

Auch beim Konzernumsatz meldet Hermle für das erste Quartal 2026 ein deutliches Plus. Der Umsatz stieg um 14,1 Prozent auf 110,9 Mio EUR. Im Vorjahresquartal hatte der Wert bei 97,2 Mio EUR gelegen.

Das Inlandsgeschäft entwickelte sich dabei besonders dynamisch. Das Umsatzvolumen in Deutschland erhöhte sich um 28,9 Prozent auf 35,2 Mio EUR, nach 27,3 Mio EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Auslandsumsatz legte um 8,3 Prozent auf 75,7 Mio EUR zu. Im Vorjahr hatte Hermle hier 69,9 Mio EUR erzielt.

Die Exportquote lag im ersten Quartal 2026 bei 68,3 Prozent. Im Vorjahr waren es 71,9 Prozent. Trotz des niedrigeren Anteils am Gesamtumsatz blieb das Ausland damit der wichtigste Umsatzträger des Konzerns.

Betriebsergebnis verbessert sich trotz Belastungen

Neben Auftragseingang und Umsatz verbesserte sich auch das Betriebsergebnis gegenüber dem ersten Quartal 2025. Hermle profitierte von den gestiegenen Umsätzen und einer dadurch besseren Kapazitätsauslastung.

Diese Effekte konnten Belastungen aus höheren Personalkosten und Währungseinflüssen überkompensieren. Damit zeigt sich im ersten Quartal eine operative Entwicklung, die nicht nur auf Volumenwachstum, sondern auch auf eine bessere Auslastung der vorhandenen Kapazitäten zurückgeht.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Hermle?

Zum 31. März 2026 beschäftigte Hermle konzernweit 1.631 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Vorjahresstichtag waren es 1.605 Beschäftigte, zum 31. Dezember 2025 lag die Zahl bei 1.639.

Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr resultierte überwiegend aus der Übernahme von Auszubildenden und dual Studierenden nach erfolgreichem Abschluss. Zugleich wurden die dadurch frei gewordenen Ausbildungs- und Studienplätze neu besetzt. Darüber hinaus gab es punktuelle Neueinstellungen, unter anderem im Auslandsservice.

Investitionsprogramm läuft planmäßig weiter

Die Finanz- und Vermögenslage des Hermle-Konzerns blieb nach Unternehmensangaben sehr solide. Zum 31. März 2026 wies Hermle eine Eigenkapitalquote von rund 70 Prozent aus.

Das umfangreiche, mehrjährig angelegte Investitionsprogramm zur Zukunftssicherung der Standorte konnte deshalb planmäßig vorangetrieben werden. Im Berichtszeitraum stand insbesondere der Bau des neuen Anwendungszentrums mit angeschlossener Kantine am Firmensitz in Gosheim im Mittelpunkt. Die Eröffnung ist voraussichtlich für 2027 vorgesehen.

Welche Rolle spielen Automation und F&E?

Auch die intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten setzte Hermle fort. Auf der diesjährigen Hausausstellung Ende April präsentierte das Unternehmen moderne Bearbeitungszentren, innovative Automationskonzepte und digitale Tools.

Diese Lösungen sollen effiziente und zukunftssichere Fertigungsprozesse ermöglichen. Mit vielfältigen Automations- und Robotersystemen zeigte Hermle, wie sich unterschiedliche Kundenanforderungen von der Einzelteilfertigung bis zur hochproduktiven Serienbearbeitung aus einer Hand realisieren lassen.

Die Hausausstellung stieß laut Unternehmen bei zahlreichen Besuchern aus dem In- und Ausland auf großes Interesse. Damit verband Hermle die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal mit einem technologischen Ausblick auf Automationslösungen und digitale Werkzeuge für die industrielle Fertigung.

FAQ zum Hermle Auftragseingang

  • Wie hoch war der Hermle Auftragseingang im ersten Quartal 2026? – Der Hermle Auftragseingang stieg konzernweit um 14,9 Prozent auf 138,2 Mio EUR.
  • Warum ist der Hermle Auftragseingang gestiegen? – Gründe waren unter anderem der hohe Bedarf in den USA, die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie einzelne Großprojekte.
  • Wie entwickelte sich der Hermle Auftragseingang im Ausland? – Im Ausland legte der Hermle Auftragseingang um 18,0 Prozent auf 104,7 Mio EUR zu.
  • Welche Bedeutung hat der Hermle Auftragseingang für den Umsatz? – Parallel zum höheren Hermle Auftragseingang stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal 2026 um 14,1 Prozent auf 110,9 Mio EUR.
  • Was plant Hermle neben dem Auftragseingang für die Standorte? – Hermle treibt ein mehrjähriges Investitionsprogramm voran, darunter den Bau eines neuen Anwendungszentrums in Gosheim.