Ein Mann vor einer vollen Pinnwand mit Plänen

Der eigene Chef sein - diesen Traum wollten sich im Jahr 2019 ganze 605.000 Menschen erfüllen. - Bild: Pixabay

| von Sarah Wieser

Die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland ist 2019 erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Nach Angaben der staatlichen Förderbank KfW wagten 605.000 Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit. Das waren 11 Prozent oder 58.000 Existenzgründungen mehr als 2018, wie aus einer Vorabauswertung des KfW-Gründungsmonitors hervorgeht.

"Für das Jahr 2020 wird sich zeigen, ob angesichts der großen Sorgen, die die Corona-Krise besonders für Selbstständige mit sich bringt, ein Plus bei Notgründungen oder ein Minus durch den Abbruch von Gründungsplänen überwiegen werden", sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Als Notgründer werden diejenigen bezeichnet, die sich mangels besserer Erwerbsalternativen selbstständig machen.

Staatliche Liquiditätshilfen und Unterstützung für Kurzarbeit würden Unternehmen und Selbstständigen erst einmal weiterhelfen, sagte Köhler-Geib. "Auch ist es ermutigend zu sehen, wie viele Selbstständige sich in der Not neu erfinden und ihre Geschäftsmodelle den akuten Herausforderungen anpassen." In den vergangenen Jahren hatte insbesondere die historisch gute Lage auf dem Arbeitsmarkt das Interesse an einer Selbstständigkeit gedämpft.