Orangener Kuka-Roboter arbeitet am Fließband

Kuka plant 2021 mit einem Plus bei den Auftragseingängen. - Bild: Kuka

| von Anja Ringel

Das pandemiebedingt schlechte Jahr 2020 ist abgehakt: Beim Augsburger Automatisierungs- und Roboterspezialisten Kuka wird nach vorne geschaut. „Automatisierung wird mittelfristig ein Gewinner dieser Krise sein“, sagte CEO Peter Mohnen bei der Präsentation der Geschäftszahlen. Das Unternehmen rechnet für 2021 mit einer weltweiten wirtschaftlichen Erholung und einer steigenden Nachfrage.

Im ersten Quartal lagen Auftragseingang und Umsatz bereits über den Vorjahreswerten. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatzeingang von drei Milliarden Euro. 2020 waren es 2,8 Milliarden Euro.

Besonders in China rechnen die Schwaben mit einem Umsatzplus. Der chinesische Markt war 2020 der einzige, in dem Kuka mit 7,4 Prozent ein Wachstum verzeichnen konnte. Und zwar nicht nur durch die traditionellen Sparten wie Automotive, sondern auch durch neue Bereiche wie Gesundheitswesen und 3C-Industrie. „Erfolg in diesem wichtigen Zukunftsmarkt wird Kuka global voranbringen“, so Mohnen.

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Neues Betriebssystem soll Kuka-Roboter verbinden

Voranbringen soll den Konzern auch seine Mission 2030: Robotik und Automatisierung für alle. „In den kommenden Jahren werden immer mehr Menschen in immer neuen Bereichen mit Robotern arbeiten. Sie alle müssen schnell und intuitiv mit diesen Technologien umgehen können“, erklärte Mohnen.

Dafür hat der Automatisierungsspezialist nun ein Betriebssystem entwickelt, das einfach zu bedienen sein, alle Kuka-Roboter verbinden und an die Cloud anbinden soll. Es wird auch Zugang zu Apps, Services und Zubehör bieten.

Natürlich hat das Unternehmen aber auch auf die Zahlen für das vergangene Jahr geschaut. Denn wie überall in der Industrie, zeigen sich auch bei Kuka die Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv.

Stellenabbau in Augsburg wird wohl milder aussehen

„Wir haben erheblich gespürt, dass die Unternehmen sparen und keine neuen Investitionen starten“, sagte CEO Peter Mohnen heute. Das habe sich besonders im ersten und letzten Quartal bemerkbar gemacht. Insgesamt ist der Auftragseingang um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Der Umsatz sank sogar um 19,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass wir gegensteuern mussten, um zukunftsfähig zu bleiben“, erklärte Finanzvorstand Andreas Pabst. So hat das Midea-Tochterunternehmen seine Ausgaben gesenkt, unter anderem in der Verwaltung. Allein durch Sparen lassen sich die Verluste jedoch nicht komplett ausgleichen, sagte der CFO. Denn: Der Markt werde sich erst in zwei bis drei Jahren von der Krise erholen, in der Autobranche werde es noch länger brauchen.

Kuka hatte deshalb bereits Ende 2020 angekündigt, am Hauptstandort in Augsburg 270 der 3.500 Stellen zu streichen – vor allem im Bereich Robotics. Nachdem 2021 nun aber bisher besser verläuft, als erwartet, könne voraussichtlich eine mittlere zweistellige Zahl erhalten werden, sagte Mohnen. Man wolle so viel Know-how wie möglich halten. Derzeit sei das Unternehmen mit dem Betriebsrat in Gesprächen, um den Stellenabbau „fair und gut“ umzusetzen.

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