Siemens stärkt KI-Kompetenz und übernimmt Canopus AI
Siemens übernimmt den KI-Spezialisten Canopus AI und baut damit sein EDA-Softwareportfolio weiter aus. Ziel ist es, KI-gestützte Messtechnik und Inspektion enger in die Halbleiterfertigung zu integrieren und Erträge sowie Präzision zu steigern.
Siemens hat Canopus AI übernommen, um sein digitales Produktangebot für das Design und die Fertigung von Halbleitern durch die Integration zusätzlicher modernster Messtechnologien mit fortschrittlichen KI-Fähigkeiten zu erweiternSiemens)
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Siemens treibt den Ausbau seines EDA-Geschäfts weiter voran und übernimmt den französischen KI-Spezialisten Canopus AI. Mit dem Zukauf erweitert der Technologiekonzern sein Softwareportfolio um rechner- und KI-gestützte Messtechnik und Inspektionslösungen für die Halbleiterfertigung – ein zunehmend kritischer Bereich angesichts schrumpfender Strukturgrößen und steigender Produktionsvolumina.
Canopus AI entwickelt softwarebasierte Lösungen für die hochpräzise Vermessung und Inspektion von Wafern und Masken. Die Technologien des 2021 gegründeten Unternehmens zielen darauf ab, Messdaten mithilfe von Künstlicher Intelligenz besser auszuwerten und Fertigungsprozesse in der Chipproduktion effizienter und robuster zu machen. Siemens integriert diese Kompetenzen künftig in sein bestehendes EDA-Portfolio, insbesondere in die Calibre-Plattform.
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Messtechnik wird zum strategischen Erfolgsfaktor
Die Anforderungen an Messtechnik und Inspektion steigen in der Halbleiterindustrie rasant. Moderne Technologieknoten bewegen sich im Subnanometerbereich, Prozessfenster werden enger, Fehlertoleranzen minimal. Klassische Mess- und Prüfverfahren stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen.
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Hier setzt der Ansatz von Canopus AI an: Mit dem Konzept der sogenannten „Metrospection“ verbindet das Unternehmen Messtechnik und Inspektion zu einem integrierten, KI-gestützten Software-Framework. Ziel ist es, Abweichungen früher zu erkennen, Prozesse präziser zu steuern und Erträge zu steigern.
Integration in den digitalen Zwilling der Halbleiterfertigung
Siemens sieht in der Übernahme einen wichtigen Baustein für seine Vision eines hochpräzisen digitalen Zwillings in der Halbleiterherstellung. Durch die Kombination von rechnergestützter Lithografie, physikalischer Fertigungssimulation und KI-basierter Messtechnik sollen Design, Maskenentwicklung und Produktion enger verzahnt werden.
„Indem wir die modernsten Mess- und Inspektionstechnologien von Canopus AI mit unserem Calibre-Portfolio verbinden, schaffen wir eine durchgängige EDA-Lösung, die Genauigkeit und Ausbeute verbessert und die Zeit bis zur Serienreife verkürzt“, erklärte Tony Hemmelgarn, Präsident und CEO von Siemens Digital Industry Software.
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Stärkung des EDA-Ökosystems
Für Siemens ist die Akquisition auch strategisch relevant: Der Konzern positioniert sich stärker als Anbieter ganzheitlicher Softwarelösungen entlang der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette – vom Chipdesign über die Maskenentwicklung bis zur Fertigung und Prozesskontrolle.
Canopus AI bleibt als Teil der Siemens EDA-Organisation bestehen. Gründer und CEO Joël Alanis sieht darin die Chance, die eigenen Technologien schneller zu skalieren und einem breiteren Kundenkreis zugänglich zu machen.
Die Transaktion wurde am 12. Januar 2026 abgeschlossen. Finanzielle Details nannte Siemens nicht.
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mit Material der Siemens AG
Die Übernahme auf einen Blick
Warum übernimmt Siemens Canopus AI?
Siemens will seine Kompetenzen in der KI-gestützten Messtechnik ausbauen und sein EDA-Portfolio um intelligente Inspektions- und Messlösungen für die Halbleiterfertigung erweitern.
Was macht Canopus AI technologisch besonders?
Das Unternehmen setzt auf KI-basierte Software für Wafer- und Maskenmesstechnik und verfolgt mit der „Metrospection“ einen integrierten Ansatz aus Messung und Inspektion.
Welche Vorteile haben Halbleiterhersteller davon?
Die Integration verspricht höhere Präzision, bessere Prozesskontrolle, höhere Ausbeuten und kürzere Entwicklungszeiten bei hochmodernen Technologieknoten.
Wie fügt sich die Übernahme in die Siemens-Strategie ein?
Siemens stärkt damit sein EDA-Ökosystem und seine Vision eines durchgängigen digitalen Zwillings entlang der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette.