1. Was ist das Forschungsprojekt „Winclusion“?
„Winclusion“ ist ein EU-gefördertes Forschungsprojekt zur verbesserten Lebensdauervorhersage von Windgetrieben. Ziel ist es, Fehlstellen in Zahnrädern über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu analysieren und realitätsnahe Prognosen zu ermöglichen.
2. Warum ist „Winclusion“ für die Windenergie relevant?
Mit steigender Leistungsdichte von Windkraftgetrieben nehmen materialbedingte Ermüdungsschäden zu. „Winclusion“ trägt dazu bei, ungeplante Stillstände zu reduzieren und die Zuverlässigkeit von Windenergieanlagen nachhaltig zu erhöhen.
3. Welche technischen Herausforderungen adressiert das Projekt?
Das Projekt befasst sich mit nichtmetallischen Einschlüssen im Zahnvolumen, die zu Verzahnungsschäden führen können. Diese Fehlstellen sind eine zentrale Ursache für Ermüdung und bislang schwer präzise in Lebensdauermodelle integrierbar.
4. Welchen Ansatz verfolgt „Winclusion“?
„Winclusion“ verfolgt einen interdisziplinären, lebenszyklusparallelen Ansatz. Entlang des gesamten Produktlebenszyklus wird eine Methodik zur unsicherheitsbasierten Bestimmung der Fehlstellenverteilung entwickelt und in Simulationsmodelle überführt.
5. Wer ist am Projekt beteiligt?
Koordiniert wird das Projekt vom Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University. Zum Konsortium gehören außerdem die Stahlhersteller Sidenor und Ovako, der Ultraschallspezialist Karl Deutsch Prüf- und Messgerätebau sowie der Getriebehersteller Flender.
6. Wie lange läuft das Projekt und wie wird es gefördert?
„Winclusion“ ist auf eine Laufzeit von 42 Monaten ausgelegt und wird von der Europäischen Union gefördert.
7. Welchen Mehrwert bietet „Winclusion“ für Industrie und Gesellschaft?
Das Projekt verbessert die Zuverlässigkeit von Windkraftgetrieben, reduziert ungeplante Ausfälle und unterstützt damit eine nachhaltige, sichere Energieversorgung sowie den schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis.