KI und Robotik: Das prägt die Automatisierung 2026
Künstliche Intelligenz und Robotik entwickeln sich 2026 zum Treiber industrieller Automatisierung. Plattformen, offene Standards und geopolitische Impulse verändern Produktionsprozesse. Ein Überblick über die wichtigsten Trends.
KI und Robotik werden in der industriellen Automatisierung 2026 eine wichtige Rolle spielen.Kampan - stock.adobe.com)
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„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie
die Zukunft betreffen.“ Dieses bekannte Bonmot trifft auf die industrielle
Automatisierung im Jahr 2026 mehr denn je zu. Denn die Geschwindigkeit, mit der
sich KI und Robotik in der Industrie entwickeln, macht die Vorhersage künftiger
Trends zu einer echten Herausforderung.
Außer Frage steht jedoch, dass der Fortschritt in diesem Umfeld stark
zunimmt und immer mehr Unternehmen auf industrielle Automatisierung setzen.
Laut der International Federation of Robotics (IFR) liegt der Marktwert
installierter Industrieroboter mit 16,7 Milliarden US-Dollar so hoch wie nie. Die
IFR nennt insgesamt fünf Trends, die 2026 prägen werden, und stellt dabei die
Verbindung von KI und Robotik in den Mittelpunkt.
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Produzierende Unternehmen werden 2026 also nicht drumherum kommen, sich
intensiv mit den Fortschritten in der Automatisierung zu beschäftigen, sie zu
evaluieren und zum eigenen Vorteil zu nutzen. Bei Vention gehen wir davon aus,
dass folgende Trends die industrielle Automatisierung in diesem Jahr prägen
werden:
1. KI wird zur Massenware – Plattformen machen den
Unterschied
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Wie andere bahnbrechende Technologien – etwa LEDs, 3D-Druck oder das
Internet der Dinge (IoT) – hält auch KI zunächst in spezialisierten Bereichen
Einzug, bevor sie in immer mehr Branchen zum festen Bestandteil des
industriellen Alltags wird. Im Unterschied zu früheren Entwicklungen verbreitet
sich KI jedoch deutlich schneller und wird rasch kommerzialisiert.
First-Mover-Vorteile sind daher nur von kurzer Dauer. KI-Modelle werden
zunehmend allgegenwärtig und zur Massenware. Entscheidend für den Erfolg werden
künftig die Anwenderplattformen und ihr konkreter Mehrwert sein. Nicht die
KI-Modelle selbst, sondern KI-basierte Robotikplattformen werden 2026 in der
industriellen Automatisierung den Unterschied ausmachen.
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2. Robotikplattformen setzen neue Standards für die
Automatisierung
Trotz jahrzehntelanger Standardisierungsarbeit ist die Automatisierung für
Unternehmen immer noch aufwändig. Entscheidungen werden für jeden
Anwendungsfall einzeln getroffen, Lösungen können nur selten skaliert und
Updates sowie Wartungen nicht effizient durchgeführt werden.
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Robotikplattformen
lösen dieses Problem von Grund auf: ein einheitlicher Software-Stack, ein
einheitliches Datenmodell, ein geprüftes Hardware-Ökosystem, professionell
gewartet und kontinuierlich verbessert. 2026 werden Unternehmen in ihren
Leistungsbeschreibungen nicht nur auf Normen und Zertifikate hinweisen, sondern
auch angeben, welche Robotikplattform sie verwenden möchten.
3. Roboterhersteller werden offene Architektur
nutzen
Etienne Lacroix ist der CEO von Vention.Vention)
Damit die in der Simulation geplanten Abläufe auch zuverlässig in der
realen Produktion umgesetzt werden können, muss derselbe Planer sowohl in der
Simulation als auch später in der Produktion verwendet werden.
Statt der bisher
üblichen, an Controller gebundenen und oft proprietären Planer werden künftig
kommerzielle Planer zum Einsatz kommen, die über Robotikplattformen in Cloud-
und Edge-Umgebungen bereitgestellt werden. Roboterhersteller werden diese
offene Architektur übernehmen und robuste Echtzeit-Schnittstellen für den
Datenstrom anbieten.
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4. Die Stimmung in der Wirtschaft erholt sich im
zweiten Halbjahr 2026
Im Laufe des Jahres wird sich die wirtschaftliche Lage in den USA und
Europa wieder verbessern. Das liegt nicht daran, dass zum Beispiel Zölle
abgeschafft werden, sondern daran, dass die größte Unsicherheit vorbei ist, sich
die Handelsregeln stabilisieren und die Unternehmen dadurch wieder besser
planen und investieren können.
Gerade im Bereich der industriellen
Automatisierung werden diese Investition spürbar werden. Hinzu kommt, dass
durch die Fortschritte in der KI und Robotik die Automatisierung auch für
kleine und mittlere Unternehmen zunehmend erschwinglich wird. Eine sprunghafte wirtschaftliche
Erholung ist aber nicht zu erwarten – vielmehr wird es langsam vorangehen und
durch politische Maßnahmen sowie unternehmerischer Weitsicht unterstützt werden
müssen.
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5. Verteidigung, Luft- und Raumfahrt verstärken die
Nachfrage nach Robotik und KI
Im Jahr 2026 werden die Luft- und Raumfahrt sowie die
Verteidigungsindustrie zu den Bereichen gehören, in denen der Einsatz von
Robotik besonders stark zunimmt. Das liegt unter anderem daran, dass die
Nachfrage nach Flugzeugen auf einem Rekordhoch ist, die Rüstungsbeschaffung von
der NATO vorangetrieben wird und Programme für Raumfahrt und Satelliten
deutlich schneller umgesetzt werden. Weil gerade in diesen Branchen höchste
Anforderungen an Zuverlässigkeit und Präzision gelten, setzen sie Maßstäbe, die
sich oft auf die gesamte Fertigungsindustrie auswirken.
6. Chinas Führungsrolle in der Robotik wird
allgemein sichtbar
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Fachleute sind sich längst einig: Die Bedeutung der chinesischen
Robotiktechnologie ist nicht mehr zu übersehen. China hat sich in zahlreichen
Bereichen der Wertschöpfungskette – von der Komponentenfertigung bis hin zur
Integration hochkomplexer Systeme – bereits als eine führende Kraft etabliert.
Im Jahr 2026 vollzieht sich nun ein entscheidender Wandel: Das Bewusstsein für
Chinas technologische Überlegenheit wird weltweit zum Konsens unter
Herstellern, Zulieferern und Anwendern. Damit rückt die internationale
Wettbewerbsfähigkeit europäischer und nordamerikanischer Anbieter stärker denn
je in den Mittelpunkt.
Zukunft der Robotik und KI wird von Plattformen gestaltet
Die Rekordbewertung des Marktes für Industrieroboter unterstreicht die
enorme Dynamik, die die Automatisierung im Jahr 2026 entfaltet. Die Zukunft der
Robotik und KI wird von Plattformen, offenen Standards und globalen Märkten
gestaltet.
Die Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrt-Industrie sowie China
setzen entscheidende Impulse. Wer heute auf die richtigen Plattformen,
Standards und Partnerschaften setzt, wird auch künftig zu den Gewinnern der
Automatisierungswelle zählen.
FAQ zur industriellen Automatisierung 2026
1. Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der industriellen Automatisierung 2026?
KI entwickelt sich zur Basistechnologie der industriellen Automatisierung. Sie ist zunehmend über Plattformen verfügbar und wird zur Massenware. Der Mehrwert entsteht nicht mehr durch die KI-Modelle selbst, sondern durch die Integration in skalierbare Robotikplattformen.
2. Warum gewinnen Robotikplattformen 2026 an Bedeutung?
Robotikplattformen bieten standardisierte Software-Stacks, kompatible Hardware-Ökosysteme und kontinuierliche Wartung. Sie lösen bisherige Insellösungen ab und ermöglichen effiziente, skalierbare Automatisierungslösungen – auch für den Mittelstand.
3. Wie verändert sich die Systemarchitektur in der Robotik?
Offene Architekturen ersetzen proprietäre Systeme. Kommerzielle Planer, die sowohl in der Simulation als auch in der Produktion eingesetzt werden, ermöglichen durchgängige Prozesse. Echtzeit-Schnittstellen und cloudbasierte Lösungen schaffen neue Standards.
4. Welche Branchen setzen besonders stark auf KI und Robotik?
Die Luft- und Raumfahrt sowie die Verteidigungsindustrie treiben 2026 den Einsatz von KI und Robotik maßgeblich voran. Hohe Qualitätsanforderungen, steigende Nachfrage und beschleunigte Programme sorgen für wachsende Automatisierung in diesen Bereichen.
5. Welche Rolle spielt China in der globalen Robotiklandschaft?
China etabliert sich 2026 als führender Akteur in der Robotik. Die technologische Überlegenheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette wird international anerkannt. Dadurch wächst der Druck auf europäische und nordamerikanische Anbieter, wettbewerbsfähig zu bleiben.