Matthias Müller,Volkswagen

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG: Sein Vertrauter Jörg Kerner wusste offenbar sehr früh über den Skandal um manipulierte Dieselfahrzeuge Bescheid. - Bild: VW

| von Karoline Kopp

Wie "Bild am Sonntag" berichtet, hat der Leiter Aggregateentwicklung bei Porsche, Jörg Kerner, von Anfag an von dem Abgasbetrug bei VW und Audi gewusst. Das belegen laut dem Bericht interne Dokumente von Workshops zwischen VW, Audi und Bosch aus dem Jahr 2007.

Besonders pikant: Kerner ist interner Ermittler von VW in Sachen Abgasskandal und Vertrauter von Vorstandschef Matthias Müller. Dieser hatte den Porsche-Mann Ende 2015 zu Audi geschickt, um die illegalen Methoden der Ingolstädter zu überprüfen.


Wie die Bild am Sonntag berichtet, zählte Kerner damals zu den Teilnehmern von Workshops, bei denen der Einsatz der Betrugssoftware zur Manipulation von Abgaswerten besprochen wurde. Kerner soll demnach Anfang Februar 2007 von einem Bosch-Spezialisten per Email über "Verbesserungspotentiale" bei konzernübergreifenden Abstimmungen von Anforderungen informiert worden sein. Darin heißt es laut Bild am Sonntag: "Vorgehen Akustikfunktion: VW will die Funktion nutzen und erweitert diese auch, Audi will die Funktion deaktivieren und verstecken (aber drinnen lassen um ggf. aktivieren zu können)".

Dieselgate: Der VW-Abgas-Skandal in Bildern

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