LNG Terminal

In Lubmin errichtet die Deutsche ReGas das erste komplett privat finanzierte LNG-Terminal des Landes. (Bild: aerial-drone - stock.adobe.com)

Am Dienstag, den 20. September 2022 erfolgt der Baustart für das erste komplett privat finanzierte FSRU-Flüssiggasterminal ‘Deutsche Ostsee’ (FSRU – Floating Storage and Regasification Unit - Regasifizierungsschiff), entwickelt durch das Lubminer Unternehmen Deutsche ReGas. “Das ist ein wichtiger Meilenstein für unser Projekt, an dem unser internationales Team von erfahrenen LNG-Profis seit Monaten mit Hochdruck arbeitet,” so Dr. Stephan Knabe, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen ReGas GmbH & Co. KGaA.

Die Bauaktivitäten dienten der Ertüchtigung des bislang nur von kleineren Schiffen genutzten Industriehafens und der Schaffung eines gesicherten Liegeplatzes, teilte das Unternehmen mit.

Den ehrgeizigen Plänen der Deutschen Regas zufolge soll über das privat finanzierte Terminal bereits im Dezember das erste Gas angeliefert werden. Vorgesehen ist, das Flüssiggas mit kleineren Shuttleschiffen von den vor Lubmin ankernden Großtankern in den Hafen zu bringen und dort dann in das vorhandene Gasnetz einzuspeisen. In Lubmin kommen die Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 an, über die derzeit aber kein russisches Gas geliefert wird.

In Lubmin wollen zudem der deutsche Energiekonzern RWE und das norwegische Unternehmen Stena-Power ein schwimmendes Gasterminal errichten. Nach früheren Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums soll das vom Bund gecharterte Terminal Ende 2023 einsatzbereit sein. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wollte sich am Montagvormittag gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vor Ort über die aktuelle Situation informieren. Lubmin ist einer von mehreren deutschen Küstenstandorten, an denen per Schiff geliefertes Flüssiggas angelandet werden soll, um russisches Pipeline-Gas zu ersetzen.

Im Fokus: Gasversorgung in der Industrie

Gaspipeline und Hilfsgeräte in der Gaspumpstation.
(Bild: 63ru78 - stock.adobe.com)

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Da es sich um Bautätigkeiten auf dem Gelände des Industriehafens Lubmin handelt, hatte der Hafen bei den zuständigen Behörden die notwendigen Anzeigen getätigt und erforderlichen Anträge gestellt. Die letzte noch ausstehende Genehmigung liegt seit dem 14. September 2022 vor.

Die Deutsche ReGas ist ein mittelständisches Unternehmen, das in Lubmin das LNG-Terminal ‘Deutsche Ostsee’ entwickelt. Die FSRU wird vom Multienergiekonzern TotalEnergies SE gechartert. Das LNG-Terminal soll ab 1. Dezember 2022 bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter jährlich in das deutsche Gasfernleitungsnetz einspeisen.

dpa und Deutsche ReGas

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dpa