Ultrasonic-Technologie in Stipshausen

DMG Mori baut Ultrasonic-Technologie aus

DMG Mori erweitert in Stipshausen die Ultrasonic-Technologie: Neue Produktions-, Logistik- und F&E-Flächen sollen Wachstum, Präzisionsfertigung und Innovation stärken.

Investition in die Zukunft: Ein Erweiterungsbau erhöht Produktions- und Logistikfläche der DMG Mori Ultrasonic Lasertec in Stipshausen um 1.400 Quadratmeter.

Summary: DMG Mori hat am 10. Juni 2026 in Stipshausen einen Erweiterungsbau eröffnet. Der Standort erhält 1.400 Quadratmeter zusätzliche Flächen für Produktion, Logistik, Forschung, Entwicklung und Ausbildung. Parallel starteten die Ultrasonic Technology Days mit der Weltpremiere der Ultrasonic 80 Precision.

DMG Mori hat am Standort Stipshausen die Eröffnung eines neuen Erweiterungsbaus gefeiert. Der Ausbau unterstreicht die strategische Bedeutung der Ultrasonic-Technologie für den Werkzeugmaschinenbau und die Bearbeitung hart-spröder Werkstoffe.

Der modernisierte Standort von DMG Mori Ultrasonic Lasertec bietet 1.400 Quadratmeter zusätzliche Produktions-, Logistik- sowie erweiterte Forschungs- und Entwicklungsflächen. Auch die Ausbildung erhielt neue Räumlichkeiten. Ergänzt wurde der Ausbau durch eine neue Betriebskantine mit Außenbereich.

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Stärkung Standort Stipshausen für weiteres Wachstum

Grand Opening (v.li.): Staatssekretärin Simone Schneider, Patrick Diederich, Dr.-Ing. Masahiko Mori und Alfred Geißler.

„DMG Mori bekennt sich mit dem Erweiterungsbau klar zum Standort Stipshausen. Durch die neu gewonnenen Kapazitäten stellen wir uns zukunftsstark auf und schaffen optimale Voraussetzungen für weiteres Wachstum und technologische Innovation“, erläuterte Patrick Diederich, Geschäftsführer DMG Mori Ultrasonic Lasertec.

An der Eröffnung nahmen neben Dr.-Ing. Masahiko Mori, Group CEO von DMG Mori, und weiteren Mitgliedern des Managements auch Kunden, Partner sowie Vertreter aus Politik und Region teil. Simone Schneider, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz, betonte: „Zukunftstechnologien brauchen Zukunftsmaschinen. Unternehmen wie DMG Mori gehen mutig voran und stehen für Innovationskraft.“

Wie der Ausbau Forschung und Entwicklung stärkt

Mit dem Erweiterungsbau baut DMG Mori insbesondere die Kapazitäten in Forschung und Entwicklung aus. Ziel ist es, Fertigungstechnologien weiterzuentwickeln und Kunden praxisnahe Lösungen für anspruchsvolle Bearbeitungsaufgaben zu bieten. Stipshausen steht seit Jahrzehnten für technologische Exzellenz in der Ultraschallbearbeitung. Vor Ort fertigt DMG Mori Fünf-Achs-Bearbeitungszentren mit Ultrasonic-Technologie. Diese kommen unter anderem in der Halbleiter- und Optikindustrie sowie in Medical und Aerospace zum Einsatz. Durch Ultraschall-Hochfrequenz lassen sich filigrane Geometrien in hartspröden und schwer zerspanbaren Werkstoffen effizient bearbeiten. Prozessintegration und flexible Automationslösungen sollen zudem die schnelle Umsetzung komplexer Fertigungsprozesse ermöglichen.

Ultrasonic Technology Days starten mit Weltpremiere

Das Grand Opening am 10. Juni 2026 war zugleich Auftakt der Ultrasonic Technology Days, die bis zum 12. Juni 2026 stattfanden. DMG Mori demonstrierte die Anwendungsmöglichkeiten der ultraschallgestützten Bearbeitung hartspröder Materialien. Neben fünf Maschinen wurde in Stipshausen die Ultrasonic 80 Precision erstmals als Weltpremiere präsentiert. Keynotes kamen unter anderem von ASML, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena sowie des Unternehmens Herbert Stephan.

Was die Ultrasonic 80 Precision leisten soll

Die Ultrasonic 80 Precision überlagert die rotatorische Werkzeugbewegung mit hochfrequenten Schwingungen. Dadurch lassen sich hartspröde Materialien prozesssicher, präzise und mit reduzierten Prozesskräften bearbeiten. Die Maschine erreicht durch ihre hochsteife Konstruktion und ein intelligentes Kühlkonzept eine Positioniergenauigkeit von bis zu fünf Mikrometer. Sie ermöglicht sowohl Fünf-Achs-Fräsbearbeitung als auch Rundschleifen in einer Maschine und ist damit eine prozessintegrierte Lösung im Sinne der Machining Transformation (MX). Die Precision-Baureihe wurde nach der Ultrasonic 60 Precision um die Ultrasonic 80 Precision erweitert. Ihr Arbeitsraum misst 800 x 600 x 510 mm und bietet Platz für Werkstücke bis Durchmesser 800 x 400 mm und 350 Kilogramm.

Prozessintegration entscheidend 

Herstellung anspruchsvoller Bauteile durch prozessintegrierte Ultrasonic-Fräsen und -Schleifen in einer Aufspannung:
Das Werkzeug wird von einer SpeedMaster-Spindel mit 20.000 min-1 angetrieben und über einen Ultrasonic-Aktor mit
HSK-63-Schnittstelle in hochfrequente Schwingung versetzt. Die Überlagerung der rotatorischen Bewegung erzeugt einen pulsierenden Kontakt zwischen Werkzeug und Werkstück. Dadurch sinken die Prozesskräfte, der Abtrag wird kontrollierbarer, das Risiko von Mikrorissen nimmt ab und die Standzeit der Werkzeuge steigt. Der Schwenkrundtisch mit -35° bis +110° ermöglicht Fünf-Achs-Simultanbearbeitung. Über die C-Achse mit Direct Drive und 300 min-1 sowie serienmäßiges Ultrasonic axialGrinding sind auch Rundschleifoperationen möglich.

Wie Ultrasonic 80 Precision Präzision und Effizienz verbindet

Die Positioniergenauigkeit der Ultrasonic 80 Precision liegt im Standard bei bis zu fünf Mikrometer sowie sechs Mikrometer im Kreisformtest. Grundlage sind ein monolithisches Maschinenbett, massive Gussteile, breite Führungen und eine Präzisionskühlung der Linearführungen. Für kurze Rüstzeiten verfügt die Maschine standardmäßig über ein Werkzeugmagazin mit 60 Plätzen, optional sind bis zu 120 Plätze möglich. Die Auslastung lässt sich über Automationslösungen wie Robo2Go Milling, Matris, PH 150 oder PH Cell 300 steigern.

Vernetzte Steuerung senkt Energieverbrauch

Die Steuerung Ergoline X mit Celos X auf Siemens Sinumerik One unterstützt vernetzte und digitalisierte Prozesse, etwa mit Ultrasonic-Technologiezyklen von DMG Mori. Im Greenmode verbraucht die Ultrasonic 80 Precision zudem über 20 Prozent weniger Energie als das Vorgängermodell.

Mit Material von DMG Mori

FAQ zur Ultrasonic-Technologie

1. Was ist die Ultrasonic-Technologie von DMG Mori?

Die Ultrasonic-Technologie kombiniert rotatorische Werkzeugbewegungen mit hochfrequenten Schwingungen,
um hartspröde und schwer zerspanbare Werkstoffe präzise zu bearbeiten.

2. Warum erweitert DMG Mori den Standort Stipshausen für Ultrasonic-Technologie? 

Der Erweiterungsbau schafft zusätzliche Kapazitäten für Produktion, Logistik, Forschung, Entwicklung und
Ausbildung und soll weiteres Wachstum sowie technologische Innovation ermöglichen.

3. Welche Rolle spielt Stipshausen für die Ultrasonic-Technologie? 

Der Standort gilt innerhalb von DMG Mori als wichtiger Kompetenzstandort für Ultraschallbearbeitung und
die Fertigung von Fünf-Achs-Bearbeitungszentren mit Ultrasonic-Technologie.

4. Welche Branchen nutzen die Ultrasonic-Technologie? 

Zum Einsatz kommt die Technologie unter anderem in der Halbleiter- und Optikindustrie sowie in den Bereichen Medical und Aerospace.

5. Was ist die Ultrasonic 80 Precision? 

Die Ultrasonic 80 Precision ist eine Maschine für die präzise Bearbeitung hartspröder Materialien und
kombiniert Fünf-Achs-Fräsbearbeitung mit Rundschleifen in einer Maschine.

6. Welche Vorteile bietet die Ultrasonic 80 Precision?

Sie reduziert Prozesskräfte, senkt das Risiko von Mikrorissen, erhöht die Werkzeugstandzeit und erreicht eine Positioniergenauigkeit
von bis zu fünf Mikrometer.

7. Wie unterstützt die Ultrasonic-Technologie nachhaltige Produktion? 

Die Ultrasonic 80 Precision verbraucht im Greenmode über 20 Prozent weniger Energie als das Vorgängermodell und unterstützt damit effizientere Fertigungsprozesse.