Jungheinrich Geschäftsjahr 2025

Jungheinrich Geschäftsjahr 2025: Sondereffekte prägen EBIT

Das Jungheinrich Geschäftsjahr 2025 zeigt ein differenziertes Bild: Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz trifft auf ein durch Sondereffekte belastetes Ergebnis. Summary:

Jungheinrich hat das Geschäftsjahr 2025 in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld mit Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz abgeschlossen - allerdings wird das Ergebnis durch Sondereffekte belastet.
Jungheinrich hat das Geschäftsjahr 2025 in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld mit Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz abgeschlossen - allerdings wird das Ergebnis durch Sondereffekte belastet.

Summary: Jungheinrich steigert 2025 Auftragseingang und Umsatz trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Das EBIT sinkt aufgrund von Einmaleffekten deutlich, bereinigt bleibt die Ertragskraft stabil. Für 2026 wird moderates Wachstum erwartet.

Was kennzeichnet das Jungheinrich Geschäftsjahr 2025?

Die Jungheinrich AG hat das Geschäftsjahr 2025, wie das Unternehmen mitteilt, in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld mit Zuwächsen bei Auftragseingang und Umsatz abgeschlossen. Geopolitische Spannungen, zunehmender Wettbewerb und eine schwache europäische Konjunktur prägten die Rahmenbedingungen.

Der Auftragseingang stieg um 1,4 % auf 5.387 Mio. EUR. Insbesondere das Neugeschäft sowie ein wachsender Kundendienst wirkten als Treiber. Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft legte um 4,8 % auf 132.000 Fahrzeuge zu. Impulse kamen aus der Nachfrage nach lagertechnischen Geräten sowie durch den Marktstart von „AntOn by Jungheinrich” im vierten Quartal.

Wie entwickelte sich der Umsatz im Jungheinrich Geschäftsjahr 2025?

Der Konzernumsatz erhöhte sich um 2,0 % auf 5.502 Mio. EUR. Während das Deutschlandgeschäft rückläufig war, wuchs das Auslandsgeschäft um 3,8 %. Die Auslandsquote stieg auf 80 %, der Umsatzanteil außerhalb der Region EMEA auf 19 %.

Fast die Hälfte des Wachstums in der Region Americas wurde durch die Entwicklung in den USA getragen. Im Neugeschäft stieg der Umsatz auf 3.214 Mio. EUR und wurde vor allem durch Automatisierungsprojekte getrieben.

Der Umsatz mit Miet- und Gebrauchtgeräten sank hingegen auf 775 Mio. EUR. Der Kundendienst entwickelte sich positiv und erreichte 1.576 Mio. EUR. Sein Anteil am Konzernumsatz stieg auf 29 %. Auch das Finanzdienstleistungsgeschäft legte um 4,0 % auf 1.473 Mio. EUR zu.

Warum ist das EBIT deutlich gesunken?

Das EBIT lag im Geschäftsjahr 2025 bei 228 Mio. EUR und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 434 Mio. EUR. Hauptursache waren Sondereffekte in Höhe von insgesamt 220 Mio. EUR.

Diese resultierten aus der Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft (109 Mio. EUR), Aufwendungen für ein Transformationsprogramm (93 Mio. EUR) sowie dem Abgang aktivierter Entwicklungsausgaben für eine nicht fortgeführte Technologie (18 Mio. EUR).

Bereinigt um diese Effekte erreichte das EBIT 448 Mio. EUR bei einer Rendite von 8,1 %.

Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG.
Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG.

„2025 war für die Industrie ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr, geprägt von geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten und einem spürbar intensiveren Wettbewerb. Jungheinrich hat sich operativ dennoch stabil entwickelt. Die Ergebnisbelastungen resultieren aus einmaligen Sondereffekten. Bereinigt zeigt sich die Ertragskraft unseres Geschäftes weiterhin auf einem soliden Niveau,“ sagt Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG.

Das EBT lag bei 196 Mio. EUR, die Rendite bei 3,6 %. Der ROCE sank auf 8,3 %.

Dividende und Kapitalallokation

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,27 EUR je Stammaktie und 0,29 EUR je Vorzugsaktie vor. Die Gesamtausschüttung beträgt 29 Mio. EUR bei einer Ausschüttungsquote von 28 %.

Welche Prognose gibt Jungheinrich für 2026?

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Jungheinrich einen Auftragseingang zwischen 5,4 und 6,0 Mrd. EUR sowie einen Umsatz zwischen 5,2 und 5,8 Mrd. EUR.

Das EBIT soll auf 380 bis 450 Mio. EUR steigen, die EBIT-Rendite auf 7,2 bis 8,0 %. Der ROCE wird in einer Bandbreite von 14,0 bis 18,0 % prognostiziert. Der Free Cashflow soll über 250 Mio. EUR liegen.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, führen geopolitische Entwicklungen, insbesondere im Nahen Osten, zu zusätzlichen Unsicherheiten. Aktuell werden jedoch keine direkten Auswirkungen auf Geschäft oder Lieferketten gesehen.

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Warum ist das EBIT von Jungheinrich im Jahr 2025 gesunken? - Das ausgewiesene EBIT sank auf 228 Mio. EUR, primär bedingt durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 220 Mio. EUR. Diese umfassen den Verkauf der Russland-Tochter, Kosten für ein umfassendes Transformationsprogramm sowie Abschreibungen auf nicht fortgeführte Technologien. Ohne diese Effekte lag das bereinigte EBIT mit 448 Mio. EUR sogar leicht über dem Vorjahresniveau.

Wie hoch fällt die Jungheinrich Dividende für 2025 aus? - Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,27 EUR pro Stammaktie und 0,29 EUR pro Vorzugsaktie vor. Dies entspricht einer stabilen Ausschüttungsquote von 28 % des auf die Aktionäre entfallenden Konzernergebnisses.

Welche Prognose gibt Jungheinrich für das Jahr 2026 ab? - Jungheinrich blickt optimistisch auf 2026 und erwartet einen Umsatz zwischen 5,2 und 5,8 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) soll sich deutlich auf eine Spanne zwischen 380 und 450 Mio. EUR erholen, bei einer angestrebten EBIT-Rendite von bis zu 8,0 %.

Wie entwickelt sich das internationale Geschäft von Jungheinrich? - Das Auslandsgeschäft ist der Wachstumstreiber des Konzerns. Während der deutsche Markt 2025 rückläufig war, stieg der Auslandsumsatz um 3,8 %. Besonders in der Region Americas konnten signifikante Zuwächse erzielt werden, wodurch die Auslandsquote am Gesamtumsatz auf 80 % kletterte.

Mit Material von Jungheinrich

Jungheinrich 2025: Das Geschäftsjahr in Zahlen

Trotz eines volatilen Marktumfelds demonstriert die Jungheinrich AG operative Resilienz. Während Sondereffekte das Konzernergebnis nominal drückten, unterstreichen die bereinigten Kennzahlen die fundamentale Stärke des Hamburger Intralogistik-Spezialisten.

  • Umsatz: 5.502 Mio. EUR (+2,0 %)

  • Auftragseingang: 5.387 Mio. EUR (+1,4 %)

  • EBIT (bereinigt): 448 Mio. EUR (Rendite: 8,1 %)

  • Auslandsquote: Steigerung auf 80 %, starkes Wachstum in den USA.

  • Dividende: Vorschlag von 0,29 EUR je Vorzugsaktie.

FAQ: Jungheinrich Geschäftsjahr 2025

Wie entwickelte sich das Jungheinrich Geschäftsjahr 2025 beim Auftragseingang? – Der Auftragseingang stieg um 1,4 % auf 5.387 Mio. EUR.

Warum sank das EBIT im Jungheinrich Geschäftsjahr 2025? – Hauptgrund waren Sondereffekte in Höhe von 220 Mio. EUR.

Wie hoch war das bereinigte EBIT im Jungheinrich Geschäftsjahr 2025? – Bereinigt lag das EBIT bei 448 Mio. EUR.

Welche Rolle spielte der Kundendienst im Jungheinrich Geschäftsjahr 2025? – Der Umsatz stieg auf 1.576 Mio. EUR, der Anteil am Konzernumsatz lag bei 29 %.

Welche Erwartungen bestehen für das Jungheinrich Geschäftsjahr 2026? – Erwartet werden moderates Wachstum bei Umsatz und Auftragseingang sowie ein steigendes EBIT.