Quartalszahlen

Krones Auftragseingang: Marge bleibt im Zielkorridor

Der Krones Auftragseingang ist im ersten Quartal 2026 deutlich gestiegen. Trotz Währungseffekten und volatiler Märkte bestätigt der Maschinenbauer und Abfüllanlagen-Spezialist seine Jahresziele.

Krones - hier der Firmensitz in Neutraubling - hat nach eigenen Angaben im ersten Quartal 2026 seine stabile Geschäftsentwicklung trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten fortgesetzt.
Krones - hier der Firmensitz in Neutraubling - hat nach eigenen Angaben im ersten Quartal 2026 seine stabile Geschäftsentwicklung trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten fortgesetzt.

Summary: Krones hat Zahlen zum ersten Quartal 2026 veröffentlicht. Der Auftragseingang stieg auf 1.512,1 Mio. EUR, die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 10,8 %. Der hohe Auftragsbestand sichert Planungssicherheit und Auslastung bis weit in das vierte Quartal 2026.

Warum der Krones Auftragseingang im ersten Quartal zulegt

Krones ist mit einem hohen Auftragseingang in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Wie aus der Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, entwickelte sich die Ordertätigkeit von Januar bis März positiv. Der Auftragseingang stieg um 5,3 % von 1.435,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.512,1 Mio. EUR.

Damit lag der Wert der Bestellungen nicht nur über dem Vorjahresquartal, sondern auch über dem vierten Quartal 2025. Damals hatte Krones einen Auftragseingang von 1.460,0 Mio. EUR erzielt. Das Book-to-Bill-Ratio erreichte im ersten Quartal 2026 einen Wert von 1,10 nach 1,02 im Vorjahr.

Die Investitionsbereitschaft der Kunden bezeichnet Krones weiterhin als robust. Zugleich verweist das Unternehmen darauf, dass seine Märkte grundsätzlich weniger stark von konjunkturellen Schwankungen betroffen seien.

Krones Auftragsbestand sichert Produktion bis Q4 2026

Die rege Nachfrage wirkt sich auch auf den Auftragsbestand aus. Dieser stieg im Vergleich zum Jahresende 2025 um 3,2 % von 4.190,4 Mio. EUR auf 4.323,4 Mio. EUR.

Der hohe Bestand erhöht nach Unternehmensangaben die Planungssicherheit. Zugleich gewährleistet er die Auslastung der Produktionskapazitäten im Anlagen- und Projektgeschäft bis weit in das vierte Quartal 2026. Für den Maschinen- und Anlagenbau ist das ein wichtiger Faktor, da Auftragsreichweite und Kapazitätsauslastung zentrale Kennzahlen für Produktionsplanung, Beschaffung und Ergebnisstabilität bleiben.

Wie sich der Umsatz bei Krones entwickelt hat

Beim Umsatz zeigte sich ein differenziertes Bild. Währungsumrechnungseffekte belasteten die Erlöse im ersten Quartal 2026 mit rund 50 Mio. EUR. Bereinigt um diese Effekte stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %. Der ausgewiesene Umsatz lag bei 1.379,1 Mio. EUR nach 1.410,0 Mio. EUR im Vorjahr.

Im Kernsegment „Abfüll- und Verpackungstechnologie“ lag der währungsbereinigte Umsatzanstieg im ersten Quartal innerhalb der Prognosespanne für das Gesamtjahr 2026. In den Segmenten „Prozesstechnologie“ und „Intralogistik“ blieb das Wachstum wegen unterjähriger Erlösschwankungen darunter.

Auf Basis der positiven Entwicklung beim Auftragseingang erwartet Krones, dass sich das Wachstum bis zum Jahresende sowohl in diesen beiden Segmenten als auch im Konzern beschleunigt.

Krones verbessert EBITDA-Marge trotz Ergebnisrückgang

Die Ertragskraft konnte Krones in den ersten drei Monaten des Jahres weiter stärken. Das Unternehmen führt dies vor allem auf strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Performance sowie der Kostenstrukturen zurück.

Das EBITDA lag im ersten Quartal 2026 bei 148,9 Mio. EUR nach 149,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBITDA-Marge verbesserte sich dennoch von 10,6 % auf 10,8 %. Damit bewegte sie sich innerhalb des für 2026 ausgegebenen Zielkorridors von 10,7 % bis 11,1 %.

Das Ergebnis vor Steuern sank dagegen von 107,9 Mio. EUR auf 98,1 Mio. EUR. Krones begründet dies mit gestiegenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen und einem niedrigeren Finanzergebnis. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des EBT gegenüber dem Vorjahr. Das Konzernergebnis lag im ersten Quartal bei 68,6 Mio. EUR nach 75,9 Mio. EUR. Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 2,17 EUR nach 2,40 EUR.

Warum der Free Cashflow ins Minus rutscht

Der Free Cashflow vor M&A-Aktivitäten lag im ersten Quartal 2026 bei minus 9,5 Mio. EUR. Im Vorjahr hatte Krones noch 165,2 Mio. EUR erzielt. Nach Angaben des Unternehmens entwickelte sich der Free Cashflow damit planmäßig.

Ein wesentlicher Grund war der gesteuerte Aufbau von Working Capital. Krones verringerte von Januar bis März 2026 die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten deutlich. Dadurch baute das Unternehmen das Working Capital um insgesamt 126,0 Mio. EUR auf.

Die Finanz- und Kapitalstruktur bezeichnet Krones weiterhin als sehr solide. Ende März 2026 lag die Nettoliquidität, also liquide Mittel abzüglich Bankschulden, bei 523,1 Mio. EUR. Im Vorjahr waren es 589,7 Mio. EUR. Der ROCE erreichte nach dem ersten Quartal 17,6 % nach 20,5 % im Vorjahr.

Krones bestätigt Finanzziele für 2026

Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage bleibt Krones für das Geschäftsjahr 2026 realistisch optimistisch. Das erste Quartal bestätigt nach Einschätzung des Unternehmens diese Sicht. Gleichzeitig verweist Krones auf ein sehr volatiles Geschäftsumfeld.

Als Unsicherheitsfaktoren nennt das Unternehmen die aktuelle Situation im Nahen Osten, die globale Zollpolitik sowie mögliche Materialengpässe und Probleme in den weltweiten Lieferketten. Wie sich der Konflikt im Iran auf die Wirtschaft im Nahen Osten und darüber hinaus auf die Weltwirtschaft auswirken werde, sei derzeit nicht vollumfänglich abschätzbar.

Auf Grundlage der aktuell erwarteten Entwicklung der relevanten Märkte und des positiven ersten Quartals bestätigt Krones seine Finanzziele für 2026. Der Vorstand erwartet ein um Währungsumrechnungseffekte bereinigtes Umsatzwachstum von 3 % bis 5 %. Die EBITDA-Marge soll 10,7 % bis 11,1 % erreichen. Für den ROCE prognostiziert Krones einen Wert von 19 % bis 20 %.

Mit Material von Krones

FAQ zum Krones Q1/2026-Ergebnis

• Wie hoch war der Krones Auftragseingang im ersten Quartal 2026? – Der Krones Auftragseingang lag bei 1.512,1 Mio. EUR und damit 5,3 % über dem Vorjahreswert.

• Warum ist der Krones Auftragseingang wichtig? – Der Krones Auftragseingang erhöht die Planungssicherheit und stützt die Auslastung der Produktionskapazitäten bis weit in das vierte Quartal 2026.

• Wie entwickelte sich der Umsatz trotz Krones Auftragseingang? – Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 1,4 %, ausgewiesen lag er bei 1.379,1 Mio. EUR.

• Welche Prognose verbindet Krones mit dem Auftragseingang? – Krones erwartet für 2026 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3 % bis 5 %, eine EBITDA-Marge von 10,7 % bis 11,1 % und einen ROCE von 19 % bis 20 %.

• Welche Risiken nennt Krones trotz hohem Auftragseingang? – Krones verweist auf volatile Märkte, die Lage im Nahen Osten, globale Zollpolitik, Materialengpässe und Lieferkettenprobleme.