Siemens Energy: Transformation of Industry wird eigenständig
Siemens Energy bereitet seinen Geschäftsbereich Transformation of Industry auf die rechtliche und operative Eigenständigkeit vor. Der Schritt soll mehr Flexibilität schaffen und zusätzliche Wachstumschancen eröffnen.
Der Geschäftsbereich Transformation of Industry wird eigenständig. Siemens Energy bereitet die Verselbstständigung vor und prüft eine neue Eigentümerstruktur.Siemens Energy
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Siemens Energy beginnt mit der rechtlichen und operativen Verselbstständigung von Transformation of Industry.
Ziel sind mehr unternehmerische Flexibilität und zusätzliche Wachstumschancen; anschließend soll eine neue Eigentümerstruktur geprüft werden.
Der Bereich erzielte 2025 mit rund 17.000 Beschäftigten 5,7 Mrd. EUR Umsatz und soll zunächst unter der künftigen Marke Omterra auftreten.
Siemens Energy will sich künftig auf Stromerzeugung und Stromübertragung konzentrieren und strebt die Entkonsolidierung des Bereichs an.
Siemens Energy beginnt mit den Vorbereitungen für die rechtliche und operative Verselbstständigung seines Geschäftsbereichs Transformation of Industry. Ziel ist nach Angaben des Unternehmens ein starkes und unabhängiges Unternehmen für industrielle Energielösungen.
Die neue Aufstellung soll dem Geschäft mehr unternehmerische Flexibilität und zusätzliche Möglichkeiten für weiteres Wachstum eröffnen. Die Optionen reichen von der Hereinnahme externer Investoren bis zu einer möglichen Kapitalmarkttransaktion. Siemens Energy beabsichtigt zudem die Entkonsolidierung und will gleichzeitig eine wesentliche Minderheitsbeteiligung behalten, um die weitere Unternehmensentwicklung zu unterstützen.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielten die rund 17.000 Beschäftigten einen Umsatz von 5,7 Mrd. EUR. Die Gewinnmarge lag bei 11,3 %.
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Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG, erklärt: „Transformation of Industry hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt und ist heute ein profitables Geschäft mit hohem Wachstum. Wir sehen Potenzial für weiteres profitables Wachstum, wenn wir die weitere Entwicklung des Geschäfts beschleunigen können.“
Breites Portfolio für industrielle Energielösungen
Transformation of Industry unterstützt Industriekunden weltweit dabei, Anlagen und Prozesse effizienter, zuverlässiger und mit geringeren Emissionen zu betreiben. Zum Portfolio gehören unter anderem Industriedampfturbinen, Kompressoren, Elektrolyseure für die Wasserstoffproduktion, Generatoren und Motoren sowie Lösungen für die Schifffahrt und Unterwasseranwendungen.
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Das Geschäft profitiert laut der Mitteilung von langfristigen Wachstumstrends und einer breiten Aufstellung. Genannt werden Energieeffizienz und Bezahlbarkeit, die Elektrifizierung der Industrie, Dekarbonisierung und Digitalisierung sowie die steigende Nachfrage nach Versorgungssicherheit. Transformation of Industry verfügt zudem über Positionen in Märkten wie Öl und Gas, Prozessindustrie, Rechenzentren und Schifffahrt.
Was verspricht sich Siemens Energy von dem Schritt?
In der aktuellen Konzernstruktur konkurriert Transformation of Industry bei Investitionen mit Geschäftsbereichen, die noch schneller wachsen. Gleichzeitig bedient der Bereich größtenteils andere Märkte als die übrigen Geschäfte von Siemens Energy.
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Dazu zählen Öl und Gas, Chemie, Papier, Zement und Schifffahrt. Diese Märkte seien häufig dynamischer, stärker transaktionsgetrieben und von anderen Kundenbedürfnissen geprägt. Als eigenständiges Unternehmen könnte Transformation of Industry nach Einschätzung von Siemens Energy schneller agieren.
Bruch sagt dazu: „Wenn wir unsere Struktur nicht verändern, begrenzen wir die Möglichkeiten von Transformation of Industry. Unser derzeitiger Investitionsschwerpunkt liegt auf der Stromerzeugung und der Stromübertragung. Dort erzielen Investitionen kurzfristig höhere Erträge.“
Siemens Energy konzentriert sich damit künftig auf Stromerzeugung und Stromübertragung.
Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von Transformation of Industry ist das Servicegeschäft. Der Serviceanteil erreicht rund 50 % des Gesamtumsatzes und sorgt laut Siemens Energy für stabile und wiederkehrende Erträge.
Mehr als 85.000 installierte Einheiten weltweit bilden nach Angaben des Unternehmens zudem eine Grundlage für weiteres internationales Wachstum. Nach Einführung der künftigen Marke Omterra soll das auszugliedernde Geschäft zunächst unter dieser Marke auftreten.
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Wo ist Transformation of Industry vertreten?
Transformation of Industry verfügt über ein Netzwerk wichtiger Fertigungsstandorte in Deutschland. In Duisburg arbeiten rund 1.500 Beschäftigte, in Erlangen rund 700 und in Görlitz rund 650. Mülheim an der Ruhr, Nürnberg und Erfurt kommen jeweils auf rund 550 Beschäftigte.
Weitere Standorte sind Hamburg mit rund 250, Leipzig mit rund 200 und Berlin mit rund 150 Beschäftigten. Darüber hinaus befinden sich wichtige Standorte unter anderem in Europa, den USA, Indien, China, Brasilien und Saudi-Arabien.
Was Sie zum Thema Transformation of Industry wissen müssen
• Warum soll Transformation of Industry eigenständig werden? – Siemens Energy will dem Geschäft mehr unternehmerische Flexibilität und zusätzliche Wachstumschancen ermöglichen.
• Wie groß ist Transformation of Industry? – Im Geschäftsjahr 2025 erzielten rund 17.000 Beschäftigte einen Umsatz von 5,7 Mrd. EUR bei einer Gewinnmarge von 11,3 %.
• Welche Technologien bietet Transformation of Industry an? – Zum Portfolio gehören unter anderem Industriedampfturbinen, Kompressoren, Elektrolyseure, Generatoren, Motoren sowie Lösungen für Schifffahrt und Unterwasseranwendungen.
• Welche Eigentümerstruktur ist für Transformation of Industry geplant? – Siemens Energy will eine neue Eigentümerstruktur prüfen, die Entkonsolidierung anstreben und eine wesentliche Minderheitsbeteiligung behalten.
• Unter welcher Marke soll Transformation of Industry auftreten? – Nach Einführung der künftigen Marke Omterra soll das auszugliedernde Geschäft zunächst unter diesem Namen auftreten.