Stabilus baut seine Lokalisierungsstrategie aus. Investitionen in Produktions- und Vertriebsinfrastruktur sollen Lieferwege verkürzen und Wachstum absichern.
Wie stärkt Stabilus seine Lokalisierungsstrategie? Investitionen in USA, China, Mexiko und Deutschland sollen Lieferketten absichern.everythingpossible - stock.adobe.com
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Summary: Stabilus investiert 2026 in regionale Produktions- und Vertriebsstrukturen in den USA, China, Mexiko und Deutschland. Die Maßnahmen betreffen unter anderem Charlotte, Suzhou, Mexiko, Koblenz und Aichwald. Ziel sind kürzere Lieferwege, höhere Verfügbarkeit, weniger Abhängigkeit von globalen Lieferketten und eine stärkere Wachstumsplattform.
Warum Stabilus seine Lokalisierungsstrategie ausbaut
Die Stabilus SE vertieft ihre Lokalisierungsstrategie „In der Region - für die Region“ mit gezielten Investitionen in regionale Produktions- und Vertriebsinfrastruktur. Wie das Unternehmen mitteilt, produziert und liefert Stabilus mit Präsenz in 19 Ländern und eigenen Werken in neun Ländern in wichtigen Wirtschaftsräumen direkt vor Ort.
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Im Mittelpunkt stehen kurze Lieferwege, höhere Verfügbarkeit und eine geringere Abhängigkeit von globalen Lieferketten. Der Konzern baut diese Strategie nun in China, den USA, Mexiko und Deutschland weiter aus.
Michael Büchsner, CEO von Stabilus, sagte: "Wir produzieren und liefern dort, wo unsere Kunden sind - dies ist nicht nur eine Logistikentscheidung, sondern auch eine strategische. Geopolitische Spannungen und veränderte Zolllandschaften zeigen, dass Unternehmen mit dezentralen, regionalen Strukturen klar im Vorteil sind. Unsere Investitionen in Suzhou, Charlotte und Mexiko sind der nächste konsequente Schritt auf diesem Weg - und sie unterstützen klar unsere mittelfristigen Wachstumsambitionen."
In den USA verdichtet Stabilus seine regionale Infrastruktur mit einem eigenen Distributionszentrum in Charlotte, North Carolina. Das Lager soll die Grundlage für eine flächendeckende und zuverlässige Belieferung des US-Marktes schaffen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 0,4 Mio. USD, gemeinsam mit dem parallelen Lageraufbau in Mexiko.
Mit der Infrastrukturentscheidung verbunden ist ein Vertrag über rund 3 Mio. USD. Dadurch etabliert sich Stabilus nach eigenen Angaben als Premiumlieferant bei den drei größten Autoteile-Händlern des US-Marktes und ist an rund 20.000 Verkaufsstellen gelistet.
Ein Erfolgsfaktor ist das Produktpaket aus Gasfedern, Powerise-Antrieben und Federbeinen für zentrale Fahrzeuganwendungen. Besonders die Einführung der Powerise-Lösungen in den Ersatzteilmarkt hat den Produktmix aufgewertet, neue Kundengruppen erschlossen und den durchschnittlichen Stückpreis in dem Segment verbessert.
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Über vier Jahre steigerte Stabilus den Umsatz im US-Retail-Autoparts-Markt um etwa 50 % auf rund 18 Mio. USD. Als nächste Wachstumsoption nennt das Unternehmen das Segment der Utility Task Vehicles. Stabilus sieht sich technologisch und vertrieblich positioniert, elektromechanische Antriebe auch dort im Aftermarket anzubieten.
Jürgen Roland, Leiter der Business Unit Industrial Components bei Stabilus, sagte: "Im US-Aftermarket sehen wir, was möglich ist, wenn Technologie, regionale Verfügbarkeit und das richtige Produktportfolio zusammenkommen. Powerise hat uns Türen geöffnet, die über das klassische Gasfedern-Geschäft weit hinausgehen. Mit Charlotte als regionaler Logistikbasis können wir diesen positiven Trend fortsetzen - und mit dem UTV-Segment sehen wir eine spannende weitere Wachstumsmöglichkeit."
Was der neue Standort Suzhou für APAC bedeutet
Mit dem neuen Produktionsstandort in Suzhou setzt Stabilus einen weiteren Schwerpunkt in der Region Asien-Pazifik. Dort werden erstmals Expertenmarken für Automation, darunter Stabilus, ACE und Destaco, unter einem Dach vereint. Produktion, Entwicklung und Service entstehen damit an einem Standort.
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In der ersten Ausbaustufe wurden überwiegend bestehende Montagelinien verlagert. Zudem setzte Stabilus Umbau- und Neuinstallationsmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 0,5 Mio. EUR um. Seit Anfang 2026 laufen in Suzhou erste ACE-Produkte vom Band, seit April auch Produkte von Destaco.
Der Standort soll schnellere Reaktionen auf Kundenbedarfe ermöglichen, Lieferzeiten absichern und den Support stärker auf Anforderungen der chinesischen Industrie ausrichten. Dazu gehören lokale Sprache, lokale Normen und kurze Reaktionszeiten.
Mexiko nutzt Nearshoring-Trend
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Auch in Mexiko erweitert Stabilus seine regionale Präsenz. Der Aufbau neuer Lagerkapazitäten folgt laut Mitteilung dem Nearshoring-Trend unter dem USMCA-Abkommen. Immer mehr Unternehmen verlagern Fertigungskapazitäten nach Nordamerika.
Stabilus stärkt damit seine Position als Lieferant für diesen Fertigungsverbund. Lokale Bevorratung soll Lieferwege verkürzen, Transportrisiken senken und eine schnellere Reaktion auf Marktveränderungen ermöglichen. Aus dem Lager sollen insbesondere Kunden im Bereich Industrial Automation bedient werden. Lokaler Service, Fakturierung in Peso und Lagerhaltung gelten dabei als zentrale Treiber für den Marktzugang.
Wie ACE die europäische Fertigung ausbaut
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In Deutschland stärkt Stabilus ebenfalls die lokale Fertigung. Die zur Stabilus Gruppe gehörende ACE-Stoßdämpfer hat zunächst die ACE-Magnum-Baureihe ins Stammwerk Koblenz verlagert. Nun folgen weitere Verlagerungen.
Sicherheits- und Kleinstoßdämpfer für den europäischen Markt, die bislang in Farmington Hills, Michigan, gefertigt wurden, entstehen künftig im Aichwalder Werk des Schwesterunternehmens Hahn Gasfedern. Damit rücken Produktionsvolumina näher an europäische Kunden. 2025 stammten mehr als 50 % der über 8.000 ACE-Kunden aus Deutschland, der Exportanteil ins europäische Ausland liegt seit Jahren auf hohem Niveau.
Dr. Peter Kremer, Geschäftsführer von ACE, sagte: "Wir stärken damit unsere Produktion in Europa weiter und erhöhen die Wertschöpfung, während wir unsere Kunden, Mitarbeitenden und das Unternehmen unabhängiger von globalen Lieferketten machen. Pandemie und Energiekrise haben uns gezeigt, dass regionale Fertigung Engpässe vermeidet. Die Verlagerung nach Koblenz und Aichwald wird uns in den kommenden Jahren helfen, die richtigen Komponenten für jede Applikation in jeder gewünschten Stückzahl unseren europäischen Kunden zeitnah bereitzustellen."
Was die Investitionen für Stabilus strategisch bedeuten
Die Investitionen in Koblenz, Aichwald, Suzhou, Charlotte und Mexiko bilden laut Stabilus das nächste Kapitel der Lokalisierungsstrategie. Sie sollen die operative Resilienz gegenüber geopolitischen und lieferkettenbezogenen Risiken stärken.
Gleichzeitig entsteht eine Wachstumsplattform für den Konzern. Stabilus will den Industrieanteil am Konzernumsatz bis 2030 auf rund 50 % des Gruppenumsatzes steigern.
Stabilus ist ein Anbieter von Motion-Control-Lösungen für Branchen wie Mobilität, Industriemaschinen, Automatisierung, Energie, Bau, Gesundheit, Freizeit und Möbel. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Gruppe mit Stammwerk in Koblenz einen Umsatz von 1,3 Mrd. EUR. Quelle: bereitgestellte Unternehmensmitteilung.
Warum Stabilus seine Lokalisierungsstrategie ausbaut
Die Stabilus SE vertieft ihre Lokalisierungsstrategie „In der Region - für die Region“ mit gezielten Investitionen in regionale Produktions- und Vertriebsinfrastruktur. Wie das Unternehmen mitteilt, produziert und liefert Stabilus mit Präsenz in 19 Ländern und eigenen Werken in neun Ländern in wichtigen Wirtschaftsräumen direkt vor Ort.
Im Mittelpunkt stehen kurze Lieferwege, höhere Verfügbarkeit und eine geringere Abhängigkeit von globalen Lieferketten. Der Konzern baut diese Strategie nun in China, den USA, Mexiko und Deutschland weiter aus.
Michael Büchsner, CEO von Stabilus, sagte: "Wir produzieren und liefern dort, wo unsere Kunden sind - dies ist nicht nur eine Logistikentscheidung, sondern auch eine strategische. Geopolitische Spannungen und veränderte Zolllandschaften zeigen, dass Unternehmen mit dezentralen, regionalen Strukturen klar im Vorteil sind. Unsere Investitionen in Suzhou, Charlotte und Mexiko sind der nächste konsequente Schritt auf diesem Weg - und sie unterstützen klar unsere mittelfristigen Wachstumsambitionen."
In den USA verdichtet Stabilus seine regionale Infrastruktur mit einem eigenen Distributionszentrum in Charlotte, North Carolina. Das Lager soll die Grundlage für eine flächendeckende und zuverlässige Belieferung des US-Marktes schaffen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 0,4 Mio. USD, gemeinsam mit dem parallelen Lageraufbau in Mexiko.
Mit der Infrastrukturentscheidung verbunden ist ein Vertrag über rund 3 Mio. USD. Dadurch etabliert sich Stabilus nach eigenen Angaben als Premiumlieferant bei den drei größten Autoteile-Händlern des US-Marktes und ist an rund 20.000 Verkaufsstellen gelistet.
Ein Erfolgsfaktor ist das Produktpaket aus Gasfedern, Powerise-Antrieben und Federbeinen für zentrale Fahrzeuganwendungen. Besonders die Einführung der Powerise-Lösungen in den Ersatzteilmarkt hat den Produktmix aufgewertet, neue Kundengruppen erschlossen und den durchschnittlichen Stückpreis in dem Segment verbessert.
Über vier Jahre steigerte Stabilus den Umsatz im US-Retail-Autoparts-Markt um etwa 50 % auf rund 18 Mio. USD. Als nächste Wachstumsoption nennt das Unternehmen das Segment der Utility Task Vehicles. Stabilus sieht sich technologisch und vertrieblich positioniert, elektromechanische Antriebe auch dort im Aftermarket anzubieten.
Jürgen Roland, Leiter der Business Unit Industrial Components bei Stabilus, sagte: "Im US-Aftermarket sehen wir, was möglich ist, wenn Technologie, regionale Verfügbarkeit und das richtige Produktportfolio zusammenkommen. Powerise hat uns Türen geöffnet, die über das klassische Gasfedern-Geschäft weit hinausgehen. Mit Charlotte als regionaler Logistikbasis können wir diesen positiven Trend fortsetzen - und mit dem UTV-Segment sehen wir eine spannende weitere Wachstumsmöglichkeit."
Was der neue Standort Suzhou für APAC bedeutet
Mit dem neuen Produktionsstandort in Suzhou setzt Stabilus einen weiteren Schwerpunkt in der Region Asien-Pazifik. Dort werden erstmals Expertenmarken für Automation, darunter Stabilus, ACE und Destaco, unter einem Dach vereint. Produktion, Entwicklung und Service entstehen damit an einem Standort.
In der ersten Ausbaustufe wurden überwiegend bestehende Montagelinien verlagert. Zudem setzte Stabilus Umbau- und Neuinstallationsmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 0,5 Mio. EUR um. Seit Anfang 2026 laufen in Suzhou erste ACE-Produkte vom Band, seit April auch Produkte von Destaco.
Der Standort soll schnellere Reaktionen auf Kundenbedarfe ermöglichen, Lieferzeiten absichern und den Support stärker auf Anforderungen der chinesischen Industrie ausrichten. Dazu gehören lokale Sprache, lokale Normen und kurze Reaktionszeiten.
Mexiko nutzt Nearshoring-Trend
Auch in Mexiko erweitert Stabilus seine regionale Präsenz. Der Aufbau neuer Lagerkapazitäten folgt laut Mitteilung dem Nearshoring-Trend unter dem USMCA-Abkommen. Immer mehr Unternehmen verlagern Fertigungskapazitäten nach Nordamerika.
Stabilus stärkt damit seine Position als Lieferant für diesen Fertigungsverbund. Lokale Bevorratung soll Lieferwege verkürzen, Transportrisiken senken und eine schnellere Reaktion auf Marktveränderungen ermöglichen. Aus dem Lager sollen insbesondere Kunden im Bereich Industrial Automation bedient werden. Lokaler Service, Fakturierung in Peso und Lagerhaltung gelten dabei als zentrale Treiber für den Marktzugang.
Wie ACE die europäische Fertigung ausbaut
In Deutschland stärkt Stabilus ebenfalls die lokale Fertigung. Die zur Stabilus Gruppe gehörende ACE-Stoßdämpfer hat zunächst die ACE-Magnum-Baureihe ins Stammwerk Koblenz verlagert. Nun folgen weitere Verlagerungen.
Sicherheits- und Kleinstoßdämpfer für den europäischen Markt, die bislang in Farmington Hills, Michigan, gefertigt wurden, entstehen künftig im Aichwalder Werk des Schwesterunternehmens Hahn Gasfedern. Damit rücken Produktionsvolumina näher an europäische Kunden. 2025 stammten mehr als 50 % der über 8.000 ACE-Kunden aus Deutschland, der Exportanteil ins europäische Ausland liegt seit Jahren auf hohem Niveau.
Dr. Peter Kremer, Geschäftsführer von ACE, sagte: "Wir stärken damit unsere Produktion in Europa weiter und erhöhen die Wertschöpfung, während wir unsere Kunden, Mitarbeitenden und das Unternehmen unabhängiger von globalen Lieferketten machen. Pandemie und Energiekrise haben uns gezeigt, dass regionale Fertigung Engpässe vermeidet. Die Verlagerung nach Koblenz und Aichwald wird uns in den kommenden Jahren helfen, die richtigen Komponenten für jede Applikation in jeder gewünschten Stückzahl unseren europäischen Kunden zeitnah bereitzustellen."
Was die Investitionen für Stabilus strategisch bedeuten
Die Investitionen in Koblenz, Aichwald, Suzhou, Charlotte und Mexiko bilden laut Stabilus das nächste Kapitel der Lokalisierungsstrategie. Sie sollen die operative Resilienz gegenüber geopolitischen und lieferkettenbezogenen Risiken stärken.
Gleichzeitig entsteht eine Wachstumsplattform für den Konzern. Stabilus will den Industrieanteil am Konzernumsatz bis 2030 auf rund 50 % des Gruppenumsatzes steigern.
Stabilus ist ein Anbieter von Motion-Control-Lösungen für Branchen wie Mobilität, Industriemaschinen, Automatisierung, Energie, Bau, Gesundheit, Freizeit und Möbel. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Gruppe mit Stammwerk in Koblenz einen Umsatz von 1,3 Mrd. EUR.
Quelle: dpa/Stabilus
Die Stabilus-Lokalisierungsstrategie
• Was umfasst die Stabilus-Lokalisierungsstrategie? – Stabilus investiert in regionale Produktions- und Vertriebsinfrastruktur in den USA, China, Mexiko und Deutschland.
• Warum ist die Stabilus-Lokalisierungsstrategie wichtig? – Sie soll Lieferwege verkürzen, Verfügbarkeit erhöhen und Abhängigkeiten von globalen Lieferketten verringern.
• Welche Rolle spielt Suzhou in der Stabilus-Lokalisierungsstrategie? – Der neue Standort bündelt Produktion, Entwicklung und Service für Automationsexpertenmarken in der Region APAC.
• Wie wirkt sich die Stabilus-Lokalisierungsstrategie in den USA aus? – Das Distributionszentrum in Charlotte unterstützt die Belieferung des US-Marktes und die Präsenz im Retail-Aftermarket.
• Was bedeutet die Stabilus-Lokalisierungsstrategie für Europa? – ACE verlagert Produktion nach Koblenz und Aichwald und stärkt damit die Fertigung näher an europäischen Kunden.