Die Industriekonjunktur in der Eurozone zeigt sich widerstandsfähig: Der Einkaufsmanagerindex bleibt trotz leichter Eintrübung über der Wachstumsschwelle.Symbolbild - KI-generiert
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Summary: S&P Global hat eine zweite Schätzung zur Industriestimmung in der Eurozone vorgelegt. Der Einkaufsmanagerindex sank im Juni nur um 0,2 Punkte auf 51,4 Punkte und blieb damit über der Wachstumsschwelle. Deutschland und Frankreich zeigen robustere Werte, während Italien schwächer ausfällt und Spanien unter 50 Punkte rutscht.
Wie entwickelt sich der Einkaufsmanagerindex Eurozone im Juni?
Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Juni weniger stark eingetrübt als zunächst ermittelt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex fiel lediglich um 0,2 Punkte auf 51,4 Punkte, wie S&P Global am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte.
Damit liegt der Wert weiterhin über der Schwelle von 50 Punkten. Diese Marke signalisiert Wachstum. In der ersten Schätzung war für Juni noch ein Wert von 51,3 Punkten ermittelt worden. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung dieser Erstschätzung gerechnet.
Mit dem aktuellen Wert verdichten sich Hinweise auf eine weiterhin robuste Industriekonjunktur in der Eurozone. "Mit dem erneuten Anstieg der Industrieproduktion im Juni verstärken sich nun die Anzeichen, dass die Eurozonen-Wirtschaft erfreulich widerstandsfähig ist", schrieb Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global.
Gleichzeitig bleibt der weitere Verlauf offen. Ob die positiven Nachrichten aus dem Nahen Osten kurzfristig zu einem weiteren Aufschwung der Industriekonjunktur führen, sei keineswegs ausgemacht.
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Die Daten im Überblick:
Einkaufsmanagerindex Juni 2026 - S&P Global
Region
Index
Juni
Prognose
Vorläufig
Vormonat
Euroraum
Industrie
51,4
51,3
51,3
51,6
Deutschland
Industrie
50,3
50,0
50,0
50,1
Frankreich
Industrie
51,2
50,7
50,7
49,7
Italien
Industrie
52,2
52,4
---
52,9
Spanien
Industrie
49,7
51,0
---
51,2°
(in Punkten) / Quelle: dpa
Warum fallen die Länderwerte unterschiedlich aus?
Mit Blick auf einzelne Länder zeigt die zweite Schätzung ein uneinheitliches Bild. Für Deutschland liegt der Indikator nun überraschend weiterhin leicht über der Wachstumsschwelle. Damit signalisiert der Wert auch für die größte Volkswirtschaft der Eurozone weiterhin Wachstum in der Industrie.
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In Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, entwickelte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen ebenfalls besser als zunächst ermittelt. Der Wert sprang deutlicher über die Schwelle von 50 Punkten als in der ersten Schätzung ausgewiesen.
In weiteren wichtigen Ländern der Eurozone fällt das Bild pessimistischer aus. In Italien trübte sich die Industriestimmung im Juni etwas stärker ein als erwartet. Der Indikator signalisiert dort jedoch weiterhin Wachstum.
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Anders stellt sich die Lage in Spanien dar. Dort rutschte der Index überraschend unter die Schwelle von 50 Punkten. Das deutet auf eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivitäten hin. Für Italien und Spanien wird keine Erstschätzung durchgeführt, wie aus der Meldung hervorgeht.
Mit Material der dpa
FAQ zum Einkaufsmanagerindex Eurozone
• Was zeigt der Einkaufsmanagerindex Eurozone im Juni? – Der Index sank nur leicht um 0,2 Punkte auf 51,4 Punkte und blieb damit über der Wachstumsschwelle.
• Warum ist der Einkaufsmanagerindex Eurozone wichtig? – Er gilt als Stimmungsindikator für die Industrieunternehmen und signalisiert ab 50 Punkten Wachstum.
• Wie fällt der Einkaufsmanagerindex Eurozone für Deutschland aus? – Deutschland liegt laut zweiter Schätzung überraschend weiterhin leicht über der Wachstumsschwelle.
• Welche Länder belasten den Einkaufsmanagerindex Eurozone? – Italien zeigte eine stärkere Eintrübung als erwartet, während Spanien überraschend unter 50 Punkte fiel.
• Was bedeutet der Einkaufsmanagerindex Eurozone für die Industriekonjunktur? – Die Daten deuten auf eine weiterhin widerstandsfähige Eurozonen-Wirtschaft hin, der weitere Aufschwung bleibt aber offen.