Investition für KI-Workloads geplant

Rechenzentrum Grevenbroich: Microsoft plant Ausbau

Das Rechenzentrum Grevenbroich soll Microsofts Cloud- und KI-Cluster im Rheinischen Revier erweitern. Noch hängt das Projekt am Bebauungsplan.

Microsoft plant, seine künftigen Rechenzentren im Rheinischen Revier um einen zusätzlichen Standort in Grevenbroich erweitern. Im Bild das Rechenzentrum den Unternehmens im niederländischen Middenmeer.
Microsoft plant, seine künftigen Rechenzentren im Rheinischen Revier um einen zusätzlichen Standort in Grevenbroich erweitern. Im Bild das Rechenzentrum den Unternehmens im niederländischen Middenmeer.

Summary: Microsoft Deutschland plant in Grevenbroich einen zusätzlichen Rechenzentrumsstandort für das Rheinische Revier. Am 1. Juli 2026 teilte das Unternehmen mit, dass ein bedingter Kaufvertrag für die Fläche unterzeichnet wurde. Der Standort soll digitale Infrastruktur, Investitionen und neue Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen stärken, steht aber noch unter Planungsvorbehalt.

Warum Microsoft ein Rechenzentrum Grevenbroich plant

Microsoft Deutschland will seine künftigen Rechenzentren im Rheinischen Revier um einen weiteren Standort ergänzen. Geplant ist ein zusätzliches Rechenzentrum in Grevenbroich. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde dafür bereits ein bedingter Kaufvertrag für eine Fläche unterzeichnet.

Eine endgültige Entscheidung ist damit aber noch nicht gefallen. Der Vertrag steht unter mehreren Voraussetzungen. Zentral ist dabei ein Bebauungsplan, der gemeinsam mit der Stadt Grevenbroich entwickelt werden soll.

Mit dem geplanten Rechenzentrum Grevenbroich würde Microsoft die bereits angekündigten drei Standorte in Nordrhein-Westfalen erweitern. Der Fokus liegt auf dem Ausbau der Cloud- und KI-Infrastruktur im Rheinischen Revier.

Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, sagt: „Nordrhein-Westfalen ist für Microsoft eine strategisch wichtige Cloud- und KI-Region. Die Pläne für unseren Cloud- und KI-Cluster im Rheinischen Revier möchten wir in Grevenbroich um einen zusätzlichen Standort erweitern. Diese Erweiterung bedeutet zusätzliche Investitionen in die lokale Infrastruktur und in die Menschen, die dort leben und arbeiten. Wir freuen uns das Projekt gemeinsam in enger Abstimmung mit der Stadt Grevenbroich voranzubringen.“

Rechenzentrum Grevenbroich als Baustein im Strukturwandel

Für Grevenbroich und das Rheinische Revier ist das Vorhaben mehr als ein weiterer IT-Standort. Die Region befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Digitale Infrastruktur kann dabei zu einem wichtigen Hebel für neue Chancen, Investitionen und Wertschöpfung werden.

Klaus Krützen, Bürgermeister der Stadt Grevenbroich, erklärt: „Die geplante Investition ist ein starkes Signal für Grevenbroich und für das gesamte Rheinische Revier. Unsere Region befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel, und Projekte wie dieses zeigen, dass hier neue digitale Infrastruktur, neue Chancen und neue Wertschöpfung entstehen können. Wir wollen diese Zukunft im engen Dialog mit Microsoft und mit einem klaren Fokus auf den langfristigen Nutzen für unsere Stadt aktiv mitgestalten. Das Rechenzentrum wird Strahlkraft weit über den Standort hinaus entfalten und neue Unternehmen auf unsere Stadt aufmerksam machen.“

Damit rückt Grevenbroich stärker in den Blick einer Infrastrukturentwicklung, die für Cloud-Anwendungen und KI-Workloads relevant ist. Microsoft betont zugleich, das Projekt in enger Abstimmung mit der Stadt voranzubringen.

Wie das Rechenzentrum Grevenbroich nachhaltiger arbeiten soll

Die Rechenzentren im Rheinischen Revier sollen laut Microsoft nach neuestem Stand der Technik ausgestattet werden. Dabei geht es nicht allein um Rechenleistung. Auch Energie- und Wasserverbrauch spielen in der Planung eine wichtige Rolle.

Im Februar 2026 hat Microsoft nach eigenen Angaben einen Meilenstein auf dem Weg zu einer CO₂-negativen Zukunft bekanntgegeben. Seit Ende 2025 werde der gesamte weltweite Strombedarf des Unternehmens in Höhe von 40 Gigawatt vollständig über Stromabnahmeverträge für erneuerbare Energien gedeckt.

Diese sogenannten PPAs sollen zusätzliche grüne Energie ins Netz bringen und die Dekarbonisierung der Stromversorgung unterstützen. Microsoft beziffert die dadurch erzielte Senkung der CO₂-Emissionen auf rund 25 Millionen Tonnen. Zugleich verweist das Unternehmen auf Impulse für Innovationen, Arbeitsplätze und regionale Infrastruktur.

Welche Technik für KI-Workloads vorgesehen ist

Für die nächste Generation seiner Rechenzentren setzt Microsoft auf ein neues Kühlkonzept. Es wurde speziell für KI-Workloads entwickelt und kommt ohne Wasserverdunstung aus.

Das Prinzip basiert auf Kühlsystemen, bei denen Kühlwasser in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert. Nach dem Befüllen des Kühlkreislaufs muss laut Unternehmen fast kein Kühlwasser mehr nachgefüllt werden.

Für die IT-Infrastruktur ist das ein wichtiger Punkt, weil KI-Anwendungen hohe Anforderungen an Rechenleistung und Kühlung stellen. Das geplante Rechenzentrum Grevenbroich wäre damit Teil eines größeren Ausbaus der Cloud- und KI-Kapazitäten im Rheinischen Revier.

Wie Microsoft den Standort Nordrhein-Westfalen einbindet

Mit dem geplanten zusätzlichen Standort bekräftigt Microsoft sein Engagement für Nordrhein-Westfalen und besonders für das Rheinische Revier. Das Unternehmen verweist dabei nicht nur auf Infrastruktur, sondern auch auf Zusammenarbeit vor Ort.

Im Rheinischen Revier kooperiert Microsoft bereits mit Organisationen wie dem Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V. sowie der ReDI School of Digital Integration. Über den Microsoft Community Fund powered by ChangeX unterstützt das Unternehmen zudem Initiativen wie AI on Wheels, FR-AI-DAYs sowie verschiedene Qualifizierungsprogramme und gesellschaftliche Projekte.

Durch diese Partnerschaften und den kontinuierlichen Dialog mit Kommunen und lokalen Akteuren will Microsoft nach eigenen Angaben den Strukturwandel der Region begleiten und langfristige Chancen in Nordrhein-Westfalen unterstützen.

Microsoft Deutschland wurde 1983 als Niederlassung der Microsoft Corporation gegründet. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den sieben Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart und Walldorf. Gemeinsam mit 30.000 Partnern in Deutschland unterstützt Microsoft Unternehmen mit Lösungen für intelligente Cloud und Intelligent Edge.

Mit Material von Microsoft

FAQ zum Rechenzentrum Grevenbroich

• Was ist das Rechenzentrum Grevenbroich? – Das Rechenzentrum Grevenbroich ist ein geplanter zusätzlicher Microsoft-Standort für den Cloud- und KI-Cluster im Rheinischen Revier.

• Warum plant Microsoft das Rechenzentrum Grevenbroich? – Microsoft will damit die Cloud- und KI-Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen erweitern und zusätzliche Investitionen in der Region ermöglichen.

• Wann wurde das Rechenzentrum Grevenbroich angekündigt? – Microsoft Deutschland teilte die Pläne am 1. Juli 2026 mit.

• Ist das Rechenzentrum Grevenbroich bereits beschlossen? – Nein. Das Projekt steht unter dem Vorbehalt verschiedener Voraussetzungen, darunter ein gemeinsam mit der Stadt Grevenbroich zu entwickelnder Bebauungsplan.

• Wie soll das Rechenzentrum Grevenbroich nachhaltiger arbeiten? – Microsoft verweist auf erneuerbare Energien über PPAs und ein Kühlkonzept mit geschlossenem Wasserkreislauf ohne Wasserverdunstung.