Siemens-Investition in Deutschland

Siemens-Investition schafft 700 neue Jobs

Die Siemens-Investition über 300 Mio EUR soll die Fertigung von Schaltanlagen in Frankfurt und Offenbach ausbauen. Bis 2030 entstehen 700 neue Arbeitsplätze.

Siemens investiert 300 Millionen Euro in 
Deutschland und schafft 700 Arbeitsplätze bis 
2030.
Siemens investiert 300 Millionen Euro in Deutschland und schafft 700 Arbeitsplätze bis 2030.

Summary: Siemens investiert 300 Mio EUR in Frankfurt am Main und Offenbach. Ab Juli 2026 starten Baumaßnahmen, ab Frühjahr 2027 beginnt die Produktion im neuen Zulieferwerk. Ziel ist der Ausbau hocheffizienter Energieverteilungssysteme für Rechenzentren, E-Mobilität und industrielle Automatisierung.

Siemens investiert 300 Mio EUR in Deutschland, um die Fertigung von Schlüsseltechnologien für Energiewende, KI-Rechenzentren und industrielle Elektrifizierung deutlich auszubauen. Wie das Unternehmen mitteilt, reagiert Siemens damit auf die stark steigende Nachfrage nach elektrischen Schaltanlagen und intelligenten Energieverteilungssystemen.

Im Fokus stehen hocheffiziente Energieverteilungssysteme für Rechenzentren, E-Mobilität und industrielle Automatisierung. Die Investition umfasst ein neues Zulieferwerk in Offenbach sowie den Ausbau der beiden bestehenden Werke in Frankfurt am Main. Die Baumaßnahmen sollen im Juli 2026 starten, die Produktion im Zulieferwerk ist ab Frühjahr 2027 geplant.

Bis 2030 entstehen nach Angaben von Siemens 700 neue Arbeitsplätze. Sie verteilen sich auf alle drei Standorte und unterschiedliche Funktionen, von Verwaltung über Fertigung bis Logistik.

„Mit dieser Investition stärken wir unsere Führungsrolle bei Technologien, die das Rückgrat der Industrien von morgen bilden“, sagt CEO Roland Busch. „Ob Rechenzentren, Elektromobilität oder industrielle Automatisierung – die Nachfrage nach intelligenter Elektrifizierung wächst weltweit. Um diese zu bedienen, bauen wir einen Standort aus, der schon heute für außergewöhnliche Flexibilität und höchste Variantenvielfalt steht. Denn Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Technologie, Know-how und die Erfahrung der Menschen zusammenkommen, um für Kunden die besten Lösungen zu liefern. Genau das macht diesen Standort stark – und ist der Grund, warum wir weiter hier investieren.“

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Schaltanlagen für Rechenzentren und Industrie

Am Standort Frankfurt produziert Siemens seit mehr als 40 Jahren elektrische Schaltanlagen. Sie verteilen und regulieren den Strom in Fabriken und Rechenzentren und bilden damit eine zentrale Komponente industrieller Infrastruktur.

Die Nachfrage nach diesen Systemen steigt laut Siemens weltweit. Getrieben wird sie durch den Aufbau von E-Mobilität und Rechenzentren, die zunehmende Elektrifizierung von Fabriken sowie den Ausbau der Technologieindustrie. Besonders die Verbreitung von künstlicher Intelligenz beschleunigt Investitionen in Rechenzentrumsinfrastruktur und erhöht den Bedarf an effizienten Energieverteilungstechnologien.

Der Bereich Siemens Smart Infrastructure erreichte im Geschäft mit Rechenzentren im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekord-Auftragswert von 1,9 Mrd EUR. Der Umsatz mit diesen Technologien stieg im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 45 % auf 1,8 Mrd EUR.

„Der Markt für Data Center boomt weltweit mit Wachstumsraten weit über zehn Prozent”, sagt Peter Körte, CEO Siemens Smart Infrastructure. „Die nächste Generation von Rechenzentren entsteht gerade. KI-Fabriken, die nur eines produzieren: Intelligenz. Industrielle Großanlagen mit einem riesigen Strombedarf. Dazu brauchen wir Schaltanlagen der nächsten Generation. Das technische Herzstück für die künftigen Superhirne der Industrie. Und die bauen wir hier in Frankfurt.“

Wie Frankfurt und Offenbach ausgebaut werden

Im Rahmen des Investments will Siemens ab Juli 2026 ein Gelände in Offenbach mieten und anschließend ausbauen. Dort soll ab Frühjahr 2027 die Produktion starten. Geplant ist, die Vorfertigung vom Stammwerk in Frankfurt schrittweise in das rund sechs Kilometer entfernte Offenbach zu verlagern.

Parallel erweitert Siemens die beiden bestehenden Werke in Frankfurt. Bis Oktober 2027 soll dort eine weitere Halle entstehen. Dadurch sollen die Fertigungskapazitäten für Schaltanlagen signifikant steigen. Die Endproduktion bleibt in Frankfurt.

Für die Region Frankfurt-Rhein-Main ist die Investition ein industriepolitisches Signal. „Das ist ein großartiges Signal für die Region Frankfurt-Rhein-Main“, sagt Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef. „Erneut zeigt sich, dass Frankfurt und die Region nach wie vor ein attraktives Ansiedlungsgebiet für Wirtschaft und Industrie sind. Es ist gut, dass das Rhein-Main-Gebiet auch in der industriellen Produktion gestärkt wird. Sie ist ein essenzielles zweites Standbein neben der starken Finanzwirtschaft. Positiv ist insbesondere, dass die freiwerdenden Flächen im Stammwerk dazu genutzt werden, die Fertigungskapazitäten für Schaltanlagen zu steigern und dass die Endproduktion in Frankfurt stattfindet. Ich bedanke mich bei allen beteiligten Ämtern und Betrieben, insbesondere der Wirtschaftsförderung, sowie Siemens für die gute Zusammenarbeit.“

Auch Offenbach sieht in der Ansiedlung einen Schritt zur weiteren industriellen Entwicklung. „Die Ansiedlung von Siemens in Offenbach zeigt, dass Industrie in Deutschland eine Zukunft hat – wenn Politik, Verwaltung und Wirtschaft eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten”, sagt Dr. Felix Schwenke, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main. 

Und weiter: „Dass wir in Offenbach gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer gezielt Flächen für Industrie und Gewerbe sichern, hat diese Ansiedlung erst möglich gemacht. Ich danke Siemens für das Vertrauen und die ganz konkrete Zusammenarbeit von Anfang an. Mit diesen neuen Industriearbeitsplätzen in einer wachsenden Zukunftsbranche setzt Offenbach seinen Aufwärtstrend der letzten Jahre fort.“

Was die Siemens-Investition technologisch bedeutet

Siemens ist nach eigenen Angaben weltweit das einzige Unternehmen, das Last- und Leistungsschalttechnik an einem Standort herstellt. Dazu gehören Entwicklung, Fertigung, Service, Qualitäts- und Umweltmanagement sowie Prüftechnik mit akkreditiertem Prüflabor.

Das Schaltanlagenwerk Frankfurt besteht derzeit aus zwei Werken mit rund 2.800 Mitarbeitenden in Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Automatisierung. Es gilt bei Siemens als weltweites Kompetenzzentrum für gasisolierte Schaltanlagen.

Zudem verweist das Unternehmen auf die Rolle des Werks als Vorreiter für Schaltanlagen ohne das klimaschädliche Isoliergas SF₆. Stattdessen nutzen die F-Gas-freien Lösungen „Clean Air“-Gas, das aus natürlichen Bestandteilen der Umgebungsluft besteht. Siemens hat diese Lösungen nach eigenen Angaben bereits lange vor Inkrafttreten der EU-Direktive entwickelt und vertrieben und sieht sich dadurch in der Lage, Kunden zeitnah und in großen Stückzahlen zu beliefern.

Warum die Siemens-Investition zum Standort Deutschland passt

Die Investition ist Teil einer globalen Kapazitätserweiterung. Bereits im März 2026 hatte Siemens ein Investment von 165 Mio USD in Werke in den USA bekannt gegeben, um dort das schnelle Wachstum von KI und Rechenzentren zu unterstützen. Mit dem Ausbau in Deutschland will Siemens nun die weltweite Versorgung mit elektrischen Schaltanlagen weiter absichern.

Zugleich bekräftigt der Konzern mit dem Investment sein Bekenntnis zum Standort Deutschland und zur Initiative „Made for Germany“. Die 134 Mitgliedsunternehmen setzen sich laut Mitteilung dafür ein, Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Zwischen 2025 und 2028 wollen die Mitglieder gemeinsam mehr als 800 Mrd EUR in Deutschland investieren.

Mit Material von Siemens.

FAQ zur Siemens-Investition

Was umfasst die Siemens-Investition in Deutschland? – Siemens investiert 300 Mio EUR in den Ausbau der Schaltanlagen-Fertigung in Frankfurt und in ein neues Zulieferwerk in Offenbach.

Warum ist die Siemens-Investition für Rechenzentren wichtig? – Die Investition soll die Fertigung von Energieverteilungssystemen stärken, die für Rechenzentren und KI-Infrastruktur benötigt werden.

Wann startet die Siemens-Investition in Offenbach? – Der Ausbau des Geländes in Offenbach soll im Juli 2026 beginnen, die Produktion ab Frühjahr 2027.

Wie viele Arbeitsplätze entstehen durch die Siemens-Investition? – Bis 2030 sollen 700 neue Arbeitsplätze in Frankfurt und Offenbach entstehen.

Welche Rolle spielt die Siemens-Investition für Schaltanlagen? – Siemens will die Fertigungskapazitäten für elektrische Schaltanlagen signifikant ausbauen und die globale Versorgung sichern.