OpenUSD: Offener Standard als Baustein der digitalen Fabrik
Im Maschinenbau entwickelt sich OpenUSD vom 3-D-Format aus der Filmwelt zum Baustein für digitale Fabriken, Simulationen und vernetzte Produktionssysteme.
OpenUSD kann Maschinenbauern in einer vernetzten digitalen Fabrik helfen, 3-D-Daten, Simulationen und digitale Zwillinge in einer gemeinsamen Datenumgebung zusammenzuführen.Symbolbild - KI-generiert
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Summary: OpenUSD verbindet im Maschinenbau 3-D-Daten, Simulation, KI und digitale Zwillinge in einer offenen Datenstruktur. Unternehmen wie Mercedes-Benz, Krones, Sick und Edag nutzen den Standard für Planung, Optimierung, Training und Engineering. Die Auswirkungen reichen von kürzeren Abstimmungen bis zu flexibleren Produktionssystemen.
Was Pixar mit Produktionshallen zu tun hat
Was hat ein Animationsstudio mit dem Maschinenbau zu tun? Überraschend viel,
wenn es um den Austausch von 3‑D‑Daten geht. Als die Pixar‑Ingenieure vor mehr
als zehn Jahren eine Methode suchten, um die unzähligen Objekte, Texturen und
Animationen ihrer Filme effizient miteinander zu verknüpfen, entwickelten sie
ein flexibles Format namens Universal Scene Description (USD). Aus diesem internen
Werkzeug entwickelte sich in den letzten Jahren das OpenUSD genannte Dateiformat,
das heute ebenso für Roboterarme und Montagelinien interessant ist wie für
beleuchtete Cartoon‑Gesichter.
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Im Sommer 2023 schlossen sich Pixar, NVIDIA, Apple, Adobe und Autodesk zur
Alliance for OpenUSD (AOUSD) zusammen, um den Standard zu öffnen und
weiterzuentwickeln. In ihrem März‑Release 2026 (Version 26.03) kamen mit
WebAssembly‑Support und einem Schema für 3D Gaussian Splatting zwei
technologische Meilensteine hinzu.
Während WebAssembly die Möglichkeit schafft,
USD‑Dateien direkt im Browser darzustellen, erlaubt das neue Schema, reale
Umgebungen per fotorealistischer Punktwolken zu rekonstruieren. Der technische
Fortschritt hinter diesen Schlagworten wird erst dann greifbar, wenn man ihn in
den Kontext realer Fertigung und der täglichen Arbeit von Ingenieurinnen und
Ingenieuren stellt.
Warum die Industrie ein offenes 3‑D‑Vokabular braucht
Von Inseln zu Netzwerken: Durchgängige Datenketten schaffen
Wer heute eine Maschine konstruiert, hat es mit vielen Disziplinen zu tun:
Konstruktion, Simulation, Elektrik, Software und Vertrieb. Jeder Bereich nutzt
eigene Dateiformate – ein CAD‑Modell als STEP, Sensordaten als CSV,
Visualisierungen als FBX. Müssen diese Daten zusammengeführt werden, endet dies
meist in einem unübersichtlichen Datensalat und zahlreichen
Konvertierungsschleifen.
OpenUSD setzt genau dort an. Das Format versteht sich als gemeinsame Sprache
für dreidimensionale Szenen. Statt Daten zwischen Systemen zu verschieben,
arbeiten alle Beteiligten in einer einzigen „Stage“, einem übergeordneten
Kontext, in den unterschiedlichste Layer eingespielt werden können: Geometrien,
Materialien, Lichtquellen, Logik oder sogar Verhaltensmodelle. Wie bei einem
Baukasten lassen sich Bausteine mit Referenzen und Varianten zusammensetzen und
bei Bedarf austauschen, ohne den Gesamtbau zu zerstören.
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Für die Sensorhersteller der Sick AG ist das zentral. In Gesprächen zum Industrial Metaverse berichteten die Experten, dass aktuelle
Engineering‑Werkzeuge oft proprietäre Formate nutzen und dadurch die
Zusammenarbeit erschweren. Offene Datenmodelle wie OpenUSD sollen laut Sick
einen nahtlosen Austausch zwischen Konstruktions‑, Simulations‑ und
Visualisierungswerkzeugen ermöglichen. Nur wenn Daten wie ein offener
Wissenspool fließen, können Teams gleichzeitig an Modellen arbeiten.
Ein weiteres Beispiel liefert die Technologieberatung
Visales. Sie betont, dass ein zukünftiger Produktkonfigurator direkt auf die in
der Entwicklung gespeicherten OpenUSD‑Dateien zugreifen kann – ohne separate,
fehleranfällige Konfigurations‑Layer. Der Vertrieb nutzt dann dieselben
Varianten, die in der Konstruktion erstellt wurden. Unternehmen sparen sich
damit den Aufwand, Daten zu exportieren und manuell zu pflegen.
Interoperabilität statt Insellösungen: Das Ökosystem
offen gestalten
Offen zu sein bedeutet mehr als nur ein Format zu veröffentlichen. NVIDIA
bezeichnet sein Omniverse ausdrücklich als Sammlung von OpenUSD‑Bibliotheken
und Werkzeugen. Timo Kistner, Manufacturing‑Leiter von Nvidia, erklärt im
Gespräch mit Produktion, dass Entwickler mit diesen Bibliotheken Anwendungen
und Workflows auf Basis von OpenUSD schaffen können.
Wichtig dabei: Omniverse
ist kein isoliertes Produkt, sondern eine Plattform, die CAD‑, PLM‑,
Simulations‑ und Automatisierungssysteme in einer gemeinsamen, physikalisch
korrekten Pipeline zusammenbringt.
Gerade für mittelständische Maschinenbauer, die ihre Softwarelandschaft nicht
komplett austauschen wollen, bedeutet das Investitionsschutz. Bestehende
Programme können über sogenannte Connectoren an OpenUSD angebunden werden.
Sick
nutzt diese Mechanismen, um seine Sensor‑Modelle in eine zentrale Nucleus‑Datenbank
zu schreiben. Von dort aus werden Änderungen in Echtzeit an alle angebundenen
Anwendungen verteilt. Das spart Zeit, reduziert Fehler und erlaubt es Teams,
nahezu live miteinander zu arbeiten.
Physik und KI im Datenmodell: Digitale Zwillinge lernen
denken
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Die Faszination von OpenUSD liegt aber nicht nur in der Vereinheitlichung,
sondern in der Anreicherung mit physikalischem Verhalten. Die Plattform
Omniverse überträgt CAD‑Geometrien in ein Simulationstool, dem echte
Materialeigenschaften, Massen, Trägheiten und Bewegungen zugewiesen werden
können. Das Ergebnis sind digitale Zwillinge, die wie ihr physisches Pendant
reagieren.
Mercedes‑Benz nutzt diese Technologie im Rahmen seines Produktionssystems
MO360. Für neue Montagelinien werden komplette Fabriklayouts virtuell
nachgebildet. Verschiedene Szenarien – etwa Umrüstungen oder Änderungen der
Lieferketten – können am digitalen Zwilling simuliert werden, ohne die reale
Linie zu stoppen. So lassen sich Engpässe identifizieren und Umbauten
vorbereiten.
Das Unternehmen berichtete, dass sich die Abstimmungsprozesse mit
Zulieferern etwa halbierten und sich die Umrüstzeiten ebenfalls deutlich
reduzierten. Ein digitaler Zwilling des ungarischen Werkes Kecskemét dient
sogar als Vorlage für mehr als 30 Standorte weltweit.
Noch einen Schritt weiter geht Krones, ein Spezialist für Abfüll‑ und
Verpackungsanlagen. Zusammen mit Partnern wie Ansys, Microsoft und SoftServe
hat das Unternehmen auf Basis von OpenUSD agentische digitale Zwillinge
entwickelt.
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Diese Zwillinge führen eigenständig Simulationen durch, vergleichen
Varianten, optimieren Parameter und spielen die besten Einstellungen an die
reale Maschine zurück. Früher dauerten solche Simulationen drei bis vier
Stunden – nun erledigen sie die KI‑Agenten in wenigen Minuten. Die Kombination
aus physikalischer Genauigkeit und künstlicher Intelligenz eröffnet völlig neue
Möglichkeiten: Maschinen können im laufenden Betrieb von ihren digitalen
Abbildern lernen.
Fernwartung und Robotik: Wenn Roboter im Metaverse üben
Auch im Bereich der Robotik und Fernwartung zeigt sich das Potenzial von
OpenUSD. Die NTT DATA DACH‑Region arbeitet mit FANUC Deutschland und Nvidia
zusammen, um digitale Zwillinge von Roboterarmen aufzubauen. Mittels Omniverse
werden diese Roboter virtuell simuliert und können aus der Ferne gesteuert
werden. Änderungen an der Programmierung oder der Umgebung lassen sich
gefahrlos testen; erst wenn das Ergebnis überzeugt, werden sie in der realen Produktionslinie
umgesetzt. Langfristiges Ziel ist eine flexible „i‑Factory“, in der Roboter und
Menschen über vernetzte digitale Zwillinge zusammenarbeiten.
Wo OpenUSD bereits eingesetzt wird
Virtuelle Produktionsplanung und -optimierung
Mercedes‑Benz baut auf OpenUSD, um seine Montagelinien wie auf einem virtuellen
Spielbrett neu anzuordnen. Im Werk Kecskemét existiert ein voll
funktionsfähiger digitaler Zwilling, der als Blaupause für andere Werke dient.
Leitwege, Werkzeugkoffer und Robotergreifer können neu konfiguriert werden,
ohne dass Arbeiter eine Schraube lösen müssen. Das spart Zeit, reduziert
Produktionsunterbrechungen und erleichtert die Zusammenarbeit mit Zulieferern.
Die Edag Group, ein Entwicklungsdienstleister aus Hessen, zeigte auf der
Hannover Messe 2025 , wie sich OpenUSD auch im Projektmanagement und bei
Schulungen nutzen lässt. Ihr „Industrial Metaverse“ verbindet technische Daten
mit Management‑Tools. Teams können gemeinsam an Produktionsabläufen arbeiten,
Testergebnisse auswerten oder Auszubildende in einer virtuellen Werkhalle
trainieren. Für diesen Ansatz erhielt Edag einen Innovationspreis von Nvidia.
Krones hat in seiner Produktionsplanung spektakuläre Erfolge erzielt. Mit Hilfe
der Omniverse‑Bibliotheken werden Produktionsabläufe nicht nur dargestellt,
sondern in Echtzeit analysiert. Der digitale Zwilling testet tausende
Parameterkombinationen, um Wasserverbrauch, Taktzeiten und Energieeffizienz zu
optimieren. Sobald die virtuelle Anlage das Optimum findet, werden die
Parameter an die reale Maschine übertragen. Was früher Stunden dauerte,
geschieht nun in wenigen Minuten – und das während der laufenden Produktion.
Viele Unternehmen träumen von einer durchgängigen Toolkette. Sick bringt diesen
Traum mit seiner Asset Administration Shell (AAS) ein Stück näher. Diese
Verwaltungsschale beschreibt nicht nur die Geometrie eines Sensors, sondern
auch seine Funktionen, Schnittstellen und Lebenszyklusinformationen. In
Verbindung mit OpenUSD und Omniverse‑Connectoren entsteht eine Plattform, in
der virtuelle und reale Geräte gleichermaßen verwaltet werden. Ändert sich
etwas am Sensor oder an seinem digitalen Zwilling, synchronisiert der Nucleus‑Server
automatisch alle angeschlossenen Anwendungen.
Aveva, ein Anbieter von Engineering‑Software, hat gemeinsam mit Nvidia eine
„Lifecycle‑Digital‑Twin‑Architektur“ entwickelt. Dabei werden sogenannte
SimReady‑Assets, also per USD standardisierte Bauteile, in die Engineering‑Plattform
Unified Engineering importiert. Über ein Konvertermodul lassen sich die 3‑D‑Modelle
aus der Planung in die Betriebsführung überführen. Ziel ist eine ganzheitliche
Sicht auf die Fabrik über ihren gesamten Lebenszyklus. Diese Integration aus IT‑
und OT‑Daten, physikalischen Modellen und KI legt die Grundlage für autonome
Fabriken.
Training und Qualitätssicherung
Nicht nur Ingenieurinnen und Ingenieure profitieren von OpenUSD‑basierenden
Systemen. In virtuellen Schulungen können Bedienerinnen und Bediener die
Interaktion mit neuen Maschinen üben, ohne sie zu beschädigen oder die
Produktion zu stören. Hersteller wie Edag und Krones berichten, dass virtuelle
Trainingsprogramme die Sicherheit erhöhen und die Lernkurve verkürzen.
Qualitätsprüfer können zudem Simulationen nutzen, um potenzielle Fehlerquellen
zu identifizieren, bevor ein Produkt real gefertigt wird.
OpenUSD auf einen Blick
Fakt
Erläuterung
Offener 3‑D‑Standard
OpenUSD steht für „Open Universal Scene Description“ und ermöglicht die modulare Beschreibung komplexer 3‑D‑Szenen.
Gründung AOUSD (2023)
Pixar, NVIDIA, Apple, Adobe und Autodesk gründeten die Alliance for OpenUSD, um den Standard branchenübergreifend zu etablieren.
Version 26.03 (März 2026)
Einführung von 3D Gaussian Splats für fotorealistische Punktwolken und WebAssembly‑Support, der USD‑Dateien direkt im Browser nutzbar macht.
Modularer Aufbau
Szenen werden in Stages mit Layern organisiert; Referenzen und VariantenSets erleichtern den Austausch und die Wiederverwendung von Bauteilen.
Interoperabilität
Omniverse und offene Connectoren verbinden CAD‑, PLM‑, Simulations‑ und Automatisierungstools; Daten können in Echtzeit synchronisiert werden.
Digitale Zwillinge
Unternehmen wie Mercedes‑Benz, Krones und Edag nutzen OpenUSD, um physikalisch exakte digitale Zwillinge zu erstellen und Produktionsprozesse zu optimieren.
KI‑Integration
Agentische digitale Zwillinge verknüpfen Simulationen mit künstlicher Intelligenz und optimieren Parameter autonom.
Zukunftstrends
Standardisierung, browserbasierte Visualisierung (WebAssembly) und das Industrial Metaverse gelten als nächste Schritte.
Nutzen für den Maschinenbau
Durchgängige Datenketten, schnelle Entscheidungen, Investitionsschutz, lernende digitale Zwillinge und Vorbereitung auf immersive Anwendungen erleichtern Planung, Betrieb und Service.
Herausforderungen und nächste Schritte bei OpenUSD
Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt
Trotz aller Euphorie gibt es Stolpersteine. Das Release 26.03 der AOUSD wird
von Visales als „Architekturentscheidung, noch kein fertiges Produkt“
beschrieben. Zwar existiert jetzt eine WebAssembly‑Version von USD, doch
leistungsfähige Viewer und Editoren für den Browser müssen erst noch entwickelt
werden. Auch die Integration von 3D Gaussian Splatting erzeugt enorme
Datenmengen und erfordert neue Aufnahme‑ und Verarbeitungsgeräte.
Ein weiteres Problem ist die Darstellung von Sensorik und Licht. Ingenieurinnen
und Ingenieure beklagen, dass klassische CAD‑basierte Tools weder optische
Effekte noch Materialeigenschaften korrekt wiedergeben. Erst mit physikalisch
basiertem Rendering und GPU‑beschleunigtem Raytracing können Sensoren
realitätsnah simuliert werden. Zudem benötigen Unternehmen Fachkräfte, die
sowohl in der Mechanik als auch in der virtuellen Welt zu Hause sind – ein
Profil, das auf dem Arbeitsmarkt rar ist.
Trends: Standardisierung, KI und der Weg ins Metaverse
Arnd Sörensen vom Sick‑Think‑Tank vergleicht den aktuellen Zustand mit den
Anfängen des digitalen Musikformats: Wie MP3 den Austausch von Musik
vereinfacht hat, könnte OpenUSD zum Standard für 3‑D‑Daten werden. Die AOUSD
arbeitet derzeit an Material‑, Geometrie‑ und Physik‑Arbeitsgruppen sowie an
Zertifizierungen, die sicherstellen sollen, dass verschiedene Softwarelösungen
miteinander kompatibel bleiben.
Neben der Standardisierung wird die Künstliche Intelligenz eine Hauptrolle
spielen.
Die Beispiele von Krones und Mercedes zeigen, dass selbstlernende
digitale Zwillinge den Maschinenbetrieb optimieren können. KI‑Agenten
analysieren große Datenmengen, erkennen Muster und treffen in Sekunden
Entscheidungen, für die Menschen sonst deutlich länger benötigen würden.
Ein dritter Trend betrifft die Visualisierung im Browser.
Dank WebAssembly
können USD‑Dateien direkt im Internet geladen werden. Damit rückt das Metaverse
– eine immersive, kollaborative Umgebung, in der Maschinenbauer, Zulieferer und
Kunden zusammen an Produkten arbeiten – in greifbare Nähe. Vom Tablet im
Homeoffice wird man in Echtzeit sehen, wie ein Roboter in der Fabrik justiert
wird.
Warum sich der Einstieg in OpenUSD jetzt lohnt
Für den Maschinenbau entsteht eine neue digitale Ökologie, in der offene
Formate, Simulationen und KI zusammenwirken. Der Einstieg mag Investitionen in
Infrastruktur, Schulungen und Datenmanagement erfordern, doch der Nutzen
überwiegt schnell:
Kontinuierliche Datenkette: Ein Projekt lebt von einer einzigen Quelle der
Wahrheit. Konstruktion, Simulation, Marketing und Service greifen auf dieselbe
Datei zu und behalten alle Änderungen im Blick.
Schnellere Entscheidungen: Mit Echtzeit‑Simulationen sind Optimierungen in
Minuten statt Stunden möglich. Teams können Risiken virtuell testen, bevor sie
an die Hardware gehen.
Offene Ökosysteme: Unternehmen sichern sich gegen Herstellerabhängigkeiten ab
und können eigene Lösungen entwickeln. Der Kunde profitiert von
individualisierten Produkten und schnellerer Lieferung.
Lernen von der Maschine: Digitale Zwillinge werden zu Lernplattformen, die
Daten sammeln, Szenarien durchspielen und eigenständig Verbesserungsvorschläge
machen.
Metaverse‑Bereitschaft: Wer jetzt in OpenUSD investiert, schafft die Grundlage
für immersive Anwendungen, die Kunden und Mitarbeiter an das Produkt
heranführen – von der virtuellen Begehung bis zum Service via AR‑Brille.
OpenUSD bringt Konstruktion, Simulation, KI und Mensch zusammen
Eine gemeinsame Sprache für die vernetzte Fabrik
Was als internes Datenformat für Trickfilme begann, entwickelt sich zu einem
verbindenden Element der industriellen Produktion. OpenUSD ermöglicht es,
Konstruktion, Simulation, KI und Mensch in einer kohärenten Umgebung
zusammenzubringen. Unternehmen wie Mercedes‑Benz, Krones, Edag und Sick nutzen
diesen offenen Standard bereits, um digitale Zwillinge aufzubauen, Prozesse zu
optimieren und neue Geschäftsmodelle zu erschließen.
Die Alliance for OpenUSD
treibt die Weiterentwicklung voran und öffnet die Spezifikation für alle
Akteure im Maschinenbau.
Die Reise ins Industrial Metaverse hat erst begonnen, doch eines ist klar: Wer
heute das offene 3‑D‑Vokabular von OpenUSD lernt, legt die Basis für die Fabrik
der Zukunft. Hier verbinden sich reale Maschinen mit virtuellen Zwillingen und
künstlicher Intelligenz – und schaffen eine Welt, in der Produktentwicklung,
Betrieb und Service nahtlos ineinandergreifen.
FAQ zu OpenUSD im Maschinenbau
• Was ist OpenUSD im Maschinenbau? – OpenUSD ist ein offener 3-D-Standard, mit dem Maschinenbau-Daten aus Konstruktion, Simulation und Visualisierung verbunden werden können.
• Warum ist OpenUSD im Maschinenbau wichtig? – OpenUSD kann proprietäre Datensilos reduzieren und durchgängige Datenketten für digitale Zwillinge, Engineering und Produktion unterstützen.
• Welche Unternehmen nutzen OpenUSD im Maschinenbau? – Unter anderem Mercedes-Benz, Krones, Sick, Edag, Aveva, Nvidia, FANUC und NTT DATA.
• Wie unterstützt OpenUSD digitale Zwillinge im Maschinenbau? – OpenUSD kann Geometrien, Materialien, Logik und physikalisches Verhalten in einer gemeinsamen Datenstruktur zusammenführen.
• Welche Herausforderungen hat OpenUSD im Maschinenbau? – Noch fehlen ausgereifte Browser-Werkzeuge, leistungsfähige Viewer und Editoren sowie Fachkräfte für die Verbindung von Mechanik, Simulation und virtuellen Welten.