Der Maschinenbau im Defence-Umfeld gewinnt aus Sicht des VDMA an Bedeutung. Chancen liegen vor allem in Komponenten, Subsystemen, Automatisierung und Produktionstechnologien zur Skalierung, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Hartmut Rauen.
Hartmut Rauen ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA und Diskussionsteilnehmer auf dem Maschinenbau-Gipfel Salon "Rüstungsboom 2026+: Was der Maschinenbau jetzt wissen und tun muss" am 29.4.26 bei Stratasys in Rheinmünster.VDMA
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Summary: Der VDMA sieht aktuell in Deutschland, Europa und bei den Bündnispartnern neue Chancen für den Maschinen- und Anlagenbau im Defence-Umfeld. Treiber sind steigende Verteidigungsausgaben sowie Beiträge zu Skalierung, Stückkosten, Lieferzeiten und Innovation. Damit daraus industrielle Stärke entsteht, fordert der Verband mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen und eine frühe Ausrichtung auf die Anforderungen des Marktes.
Wo sieht der VDMA aktuell die größten Chancen für den Maschinen- und Anlagenbau im Defence-Umfeld?
Keyfacts Hartmut Rauen
Hartmut Rauen, 1966 in Wittlich geboren, studierte Maschinenbau an der RWTH Aachen.
Nach dem Studium trat Rauen im Jahr 1992 in die FVV e.V. im VDMA ein.
Im Jahr 1995 übernahm Hartmut Rauen die Geschäftsführung des Fachverbands Fluidtechnik im VDMA, ab 1996 zudem die die Geschäftsleitung des Fachverbands Antriebstechnik.
Darüber hinaus ist er Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA e.V.) und der FVA GmbH.
Seit 1999 ist Hartmut Rauen Mitglied der Hauptgeschäftsführung des VDMA, 2015 ist Hartmut Rauen zum stellvertretenden VDMA-Hauptgeschäftsführer berufen worden.
Seine Themenfelder sind Bildungs- und Forschungspolitik, Future Business und Startups, Energie- und Klimapolitik, Digitalisierung und Mobilitätstechnologien.
Quelle: VDMA
Hartmut Rauen: Wir liefern ein wichtiges Fundament. Exzellente Komponenten und Subsysteme, z.B. für den Antriebsstrang in Fahrzeugen oder Bildverarbeitungssyteme , Performancebausteine und die Produktionstechnologien und Automatisierungslösungen zur Skalierung.
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Daher sehen sehen wir große Chancen in unserer Rolle als unverzichtbarer Partner für den Verteidigungssektor.
Es geht um Senkung von Stückkosten, geringe Lieferzeiten und Innovationsbeitrage. Wir werden gemeinsam Weltmarktanteile gewinnnen. Angesichts steigender Verteidigungsausgaben in Deutschland, Europa und den Bündnispartnern eröffnen sich für den Maschinen- und Anlagenbau konkrete neue Geschäftschancen.
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Was braucht der Maschinenbau jetzt, damit aus dem Rüstungsboom in Deutschland und Europa echte industrielle Stärke entsteht?
Rauen: Der Maschinenbau braucht jetzt vor allem mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen. Das bedeutet: Regulatorik, Beschaffungswesen und behördliche Vorgaben müssen so ausgestaltet sein, dass sie insbesondere für den industriellen Mittelstand niederschwellige Einstiegsmöglichkeiten schaffen. Viele Unternehmen beschäftigen sich erstmals mit dem Defence-Umfeld, deshalb kommt es jetzt darauf an, Hürden zu senken und den Zugang zu diesem Geschäftsfeld praktikabel und im Sinne der Verteidigungsfähigkeit zu gestalten. Dazu liefern wir im VDMA mit unserem Forum SDI konkrete Einstiegshilfen. Mehrere Hundert Mitglieder des VDMA kamen zu unseren ersten überbuchten und ann zweiten Infoveranstaltung SDI der letzten Wochen. Es gibt zudem industriepolitische to do´s in Berlin u Brüssel was z.B. die Fokussierung auf eine resiliente Produktion mit hiesigem Produktionsmittel anbelangt.
Was empfiehlt der VDMA-Maschinenbau-Unternehmen, die sich als verlässliche Partner für Defence-Projekte positionieren wollen?
Rauen: Wir empfehlen Unternehmen, ihre Stärken in Produktion, Automatisierung, Skalierungsfähigkeit und industrieller Umsetzungskompetenz klar in den Vordergrund zu stellen. Wer sich im Defence-Umfeld als verlässlicher Partner positionieren will, muss sich zudem frühzeitig auf die spezifischen Anforderungen dieses Marktes einstellen. Dazu gehört, regulatorische Anforderungen sorgfältig zu prüfen, erforderliche Zertifizierungen rechtzeitig aufzubauen und die eigenen Prozesse und Produktangebote gezielt darauf auszurichten. Zudem gilt es die Kontakte auf den relevanten Veranstaltungen der Community zu vertiefen. VDMA seitig werden wir z.B. auf der DSEI in Hannover 27 einen Gemeinschaftsstand für unsere Firmen organisieren.
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Warum Sie am Maschinenbau-Gipfel Salon teilnehmen sollten:
Wer den Defence-Sektor für das eigene Unternehmen strategisch einordnen will, erhält beim Maschinenbau-Gipfel Salon am 29. April 2026 in Rheinmünster die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Hartmut Rauen, dem stellvertretenden VDMA-Hauptgeschäftsführer, und weiteren Referenten. Teilnehmer profitieren von fundierten Einblicken, praxisnaher Orientierung und der Möglichkeit, offene Fragen direkt mit den Experten zu diskutieren.
FAQ zum Maschinenbau im Defence-Umfeld
• Wo sieht der VDMA beim Maschinenbau im Defence-Umfeld die größten Chancen? – Vor allem bei Komponenten, Subsystemen, Produktionstechnologien und Automatisierungslösungen zur Skalierung.
• Warum gewinnt der Maschinenbau im Defence-Umfeld an Bedeutung? – Der VDMA verweist auf steigende Verteidigungsausgaben in Deutschland, Europa und bei den Bündnispartnern.
• Was braucht der Maschinenbau im Defence-Umfeld laut VDMA jetzt besonders? – Mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen, weniger Hürden und praktikable Zugänge zu Regulierung und Beschaffung.
• Wie sollen sich Unternehmen im Maschinenbau im Defence-Umfeld positionieren? – Mit Stärken in Produktion, Automatisierung, Skalierungsfähigkeit und industrieller Umsetzungskompetenz sowie mit frühzeitig aufgebauten Zertifizierungen und passenden Prozessen.
• Welche Unterstützung gibt es für den Maschinenbau im Defence-Umfeld? – Der VDMA nennt das Forum SDI als Einstiegshilfe und verweist auf Veranstaltungen der Community sowie einen geplanten Gemeinschaftsstand.