So perfektioniert Maplan Kleinserien im Maschinenbau
Struktur trifft Tempo: Maplan hebt die Kleinserienfertigung im Maschinenbau auf ein neues Level. Mit digitaler Präzision, Lean-DNA und konsequenter Modularisierung wird aus Variantenvielfalt industrielle Exzellenz – ausgezeichnet als Fabrik des Jahres.
Maximilian FestusMaximilianFestus
Veröffentlicht
Alle Mitarbeiter trugen ihren Teil zum Award bei. Maplan freut sich über diese gemeinsame Errungenschaft.Maplan Group)
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Als weltweit anerkannter Hersteller von Elastomer- und
Gummispritzgießmaschinen steht Maplan
seit über 50 Jahren für Innovationskraft, Systemkompetenz und technologische
Verlässlichkeit. Das Unternehmen, gegründet 1972, hat seinen Hauptsitz im
niederösterreichischen Kottingbrunn
und betreibt Werke in Österreich, Deutschland, der Slowakei, China und Indien.
Maplan entwickelt und fertigt halb- und vollautomatisierte Maschinenlösungen
für die Produktion von Gummi- und Silikonprodukten und bedient Kunden aus unterschiedlichsten
Industriebranchen – vom Mittelstand bis zum globalen Großkonzern.
Mit der Auszeichnung im renommierten
Industriewettbewerb Fabrik des Jahres, ausgerichtet von Kearney, Ultima Media und Produktion, rückt Maplan nun auch
mit seiner Fertigungsstrategie ins Rampenlicht: Das Werk in Kottingbrunn wurde
mit dem Preis in der Kategorie „Hervorragende
Kleinserienfertigung“ geehrt – ein deutliches Signal für Exzellenz im
Spannungsfeld von Losgröße 1, hoher Varianz und industrieller Effizienz.
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COO Oswald Steinbauer bringt die Bedeutung der
Auszeichnung auf den Punkt: „Diese
Auszeichnung ist für uns eine große Ehre – aber vor allem eine Bestätigung
unseres konsequenten Weges der kontinuierlichen Verbesserung.“ Dabei
sieht er den Preis nicht als Endpunkt, sondern als weiteren Antrieb, die
eingeschlagenen Pfade mit noch größerer Konsequenz weiterzuverfolgen.
Kommen Sie zur Fabrik des Jahres!
Die Fabrik des Jahres zählt zu den renommiertesten Industrie-Wettbewerben in Europa. Auf dem gleichnamigen Kongress werden jedes Jahr die Gewinner geehrt.
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Die Jury lobte insbesondere die konsequente und praxisnahe Umsetzung der Lean-Philosophie, die das gesamte Werk durchzieht. Es
war nicht nur das technische Niveau, sondern vor allem die operative Exzellenz, die den
Unterschied machte: ein dynamisches, realitätsnahes Produktionsumfeld, das
konsequent auf wirksame Maßnahmen statt auf theoretische Konzepte setzt.
Steinbauer erklärt dazu: „Wir
verlieren uns nicht in Konzepten, sondern setzen auf Maßnahmen, die
funktionieren – weil sie zur Realität unserer Fertigung passen.“
COO Oswald Steinbauer: „Wir priorisieren keinen radikalen Umbau, sondern die konsequente Weiterentwicklung funktionierender Prinzipien.“Maplan Group)
Strukturierte Kleinserienproduktion
als Erfolgsmodell
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Was Maplan in Kottingbrunn auszeichnet, ist der
gekonnte Spagat zwischen Serienlogik und Einzelstückfertigung. Die
Gummispritzgießmaschinen sind hochindividualisierte Sonderanlagen – und dennoch
werden sie im Takt produziert.
Der Schlüssel liegt in der intelligenten
Adaption von Serienmethoden, die Maplan auf die Anforderungen des
Sondermaschinenbaus überträgt.
Herzstück ist eine strukturierte Fertigungslogik mit zwölf Takten bei einer klar
definierten Acht-Stunden-Taktung.
Hinterlegt sind die Montagezeiten auf Einzelteilebene mithilfe der ROI-Methode
(ROI Operationsfolge-Methode), wodurch jede Anlage präzise planbar wird –
selbst bei hoher Varianz. Die gesamte Produktionsplanung ist nahtlos ins
ERP-System integriert.
Auch bei der Modularisierung verlässt Maplan
ausgetretene Pfade. Statt sich auf klassische Baugruppenstrukturen zu stützen,
definiert das Unternehmen funktionale
Module, die sowohl für die Montage als auch für die Supply Chain optimiert sind. Der Effekt: maximale Flexibilität bei minimalem
Koordinationsaufwand. Das Ergebnis ist eine hochstrukturierte, aber dennoch agile Kleinserienfertigung, die ihre
Stärke aus klaren Prozessen und eingespielten Teams zieht.
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Ein besonderer Hebel liegt dabei in der Entkopplung von Engineering, Einkauf und
Montage. Eine klare Regel, die sich bei Maplan als Game Changer
etabliert hat, ist die sogenannte Zwei-Säulen-Strategie.
Die erste Säule bildet das vollintegrierte ERP-System, das sämtliche Änderungen
automatisiert bis auf den Shopfloor überträgt – ohne Medienbruch, ohne Zeitverlust. Die zweite Säule ist ein
konsequent kaskadiertes Shop- und Officefloor-Management. Regelmäßige, kurze
und strukturierte Meetings entlang der gesamten Hierarchie ermöglichen eine
schnelle, zielgerichtete Kommunikation und tragen maßgeblich zur Prozessstabilität
bei. „Unsere Zwei-Säulen-Strategie ist
unser Game-Changer. Damit bringen wir Transparenz und Verantwortung auf allen
Ebenen zusammen“, so Steinbauer.
Lean-DNA als Teil der
Unternehmenskultur
Was bei
Maplan auffällt: Die Lean-Philosophie
ist kein kurzfristiges Projekt, sondern tief verankert im täglichen Denken und
Handeln. Seit mehr als zehn Jahren treiben CEO, COO, Supply Chain Manager,
Produktionsleitung und der Head of Operational Excellence gemeinsam die
kontinuierliche Verbesserung der Prozesse voran. Die Auszeichnung bei ‘Fabrik
des Jahres’ war dabei kein Meilenstein auf einer To-do-Liste, sondern Ausdruck
einer gelebten Unternehmenskultur,
in der der Status quo ständig hinterfragt wird.
Das Maplan-Portfolio der Automatisierung reicht von einfachen Verschiebesystemen bis hin zum komplexen Einsatz von Linear- oder Mehrachsrobotern.Maplan Group)
Einen festen zeitlichen Rahmen für die Entwicklung
dieser Exzellenz gibt es nicht – sie ist vielmehr Teil des Tagesgeschäfts. Das
zeigt sich auch in der Einbindung der Belegschaft: Schulungsprogramme, konkrete
Verbesserungsprojekte und ein transparentes Shopfloor-Management schaffen ein
Umfeld, in dem jeder Mitarbeitende aktiv zur Optimierung beiträgt und die
täglichen Herausforderungen im Kollektiv bewältigt werden.
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Ein Paradebeispiel für gelebte Resilienz und
Flexibilität ist die Personalstruktur: Rund
80 Prozent der Mitarbeitenden sind polyvalent einsetzbar – von
Taktarbeitsplätzen bis hin zu komplexen Einzelplatzmontagen. In Kombination mit
dem digitalen Backbone des Unternehmens lassen sich Veränderungen in der
Auslastung oder späte Änderungswünsche der Kunden in Echtzeit in die Planung und Umsetzung integrieren.
Nachhaltigkeit und Digitalisierung
als strategische Grundhaltung
Dass Maplan nicht nur ökonomisch, sondern auch
ökologisch Verantwortung übernimmt, zeigt sich eindrucksvoll im Standort
Kottingbrunn. Bereits beim Bau des neuen Werks im Jahr 2015 wurden umfassende
Nachhaltigkeitsmaßnahmen integriert – lange bevor steigende Energiepreise den
Handlungsdruck erhöhten. So konnte der Stromverbrauch
um 60 Prozent und der Gasverbrauch
um 88 Prozent reduziert werden – und das bei stabiler
Produktionsleistung.
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Diese Weitsicht setzt sich auch in der Digitalstrategie fort. Besonders
bemerkenswert ist die digitale Durchgängigkeit zwischen den Werken: Änderungen,
die in der Engineering-Abteilung angestoßen werden, laufen vollautomatisch und synchronisiert bis ins
Werk im slowakischen Malacky – ohne manuelle Eingriffe oder
Medienbrüche.
Auch für die Stabilisierung des Auftragsflusses im
volatilen Kleinseriengeschäft hat Maplan praktikable Antworten gefunden. Die
Kapazitätsplanung berücksichtigt nicht nur statistische Krankenstände und
Einarbeitungsphasen neuer Mitarbeitender, sondern wird täglich durch das Shopfloor-Tracking mit Echtzeit-KPIs
ergänzt. Der Fortschritt jeder einzelnen Anlage wird tagesgenau erfasst,
Abweichungen werden unmittelbar sichtbar – und gezielt adressiert. Laut
Steinbauer lassen sich so bereits innerhalb weniger Tage deutliche Effekte bei
Termintreue und Durchlaufzeiten realisieren. „Mit den richtigen KPIs lassen sich schon nach wenigen Tagen messbare
Effekte bei Termintreue und Durchlaufzeit erzielen.“
Trotz aller Auszeichnungen denkt Maplan nicht an
Stillstand. Für die kommenden Jahre liegt der Fokus darauf, Arbeitspakete noch feiner zu strukturieren,
Durchlaufzeiten weiter zu reduzieren und zunehmend vormontierte Module aus
Tochterwerken zu integrieren. Dabei bleibt die Grundhaltung dieselbe: pragmatisch, ergebnisorientiert, flexibel.
Oder wie Oswald Steinbauer zusammenfasst: „Wir priorisieren keinen radikalen Umbau, sondern die konsequente
Weiterentwicklung funktionierender Prinzipien.“
Der Sieg bei der Fabrik des Jahres ist somit weniger
ein Ziel als ein Meilenstein auf einem klar definierten Weg: dem Weg zur Exzellenz im Sondermaschinenbau, zur industriellen Resilienz und zur leistungsfähigen, zukunftssicheren Fertigung
im Kleinserienumfeld. Maplan hat nicht nur überzeugt – Maplan setzt damit
einen neuen Maßstab.
Wilo ist der Gesamtsieger der Fabrik des Jahres 2024. Im Podcast spricht Werkleiter Branko Calusic unter anderem über das Thema Standortentwicklung und den Wettbewerb.
FAQ zum Fabrik-des-Jahres-Sieg von Maplan
1. Was zeichnet die Kleinserienfertigung bei Maplan aus?
Maplan kombiniert Taktfertigung mit hoher Variantenvielfalt. Im Werk Kottingbrunn werden individuell konfigurierte Gummispritzgießmaschinen in einer strukturierten 12-Takt-Linie gefertigt. Durch den Einsatz der ROI-Methode und eine vollständige Integration ins ERP-System wird auch bei Losgröße 1 eine industrielle Effizienz erreicht.
2. Welche Rolle spielt Lean Management bei Maplan?
Lean ist bei Maplan keine temporäre Initiative, sondern Teil der gelebten Unternehmenskultur. Seit über zehn Jahren wird die kontinuierliche Verbesserung von Führungskräften aus verschiedenen Bereichen aktiv vorangetrieben. Dabei liegt der Fokus auf realitätsnahen Maßnahmen und klaren Prozessen, nicht auf theoretischen Konzepten.
3. Was verbirgt sich hinter der Zwei-Säulen-Strategie von Maplan?
Die Zwei-Säulen-Strategie besteht aus einem vollintegrierten ERP-System und einem kaskadierten Shop- und Officefloor-Management. Erstere ermöglicht eine durchgängige digitale Steuerung bis zum Shopfloor, während letztere eine schnelle Kommunikation und klare Verantwortlichkeiten über alle Hierarchieebenen hinweg sicherstellt.
4. Wie wird Nachhaltigkeit im Werk Kottingbrunn umgesetzt?
Bereits beim Neubau des Werks im Jahr 2015 wurden umfassende Nachhaltigkeitsmaßnahmen berücksichtigt. So konnte der Stromverbrauch um 60 % und der Gasverbrauch um 88 % gesenkt werden – ohne Einbußen bei der Produktionsleistung. Damit nimmt Maplan eine Vorreiterrolle im Bereich Energieeffizienz ein.
5. Wie flexibel ist die Belegschaft von Maplan aufgestellt?
Rund 80 Prozent der Mitarbeitenden sind polyvalent einsetzbar – vom Taktarbeitsplatz bis zur Einzelplatzmontage. In Kombination mit einem digitalen Backbone ermöglicht dies die flexible Anpassung an Auslastungsschwankungen und Kundenänderungen in Echtzeit – ein zentraler Baustein für Resilienz und Effizienz.