Angesichts der hohen Kosten, die durch ungeplante Ausfallzeiten anfallen, können es sich Unternehmen nicht mehr leisten, die Wartung als „notwendiges Übel“ zu betrachten.
Michael MillsMichaelMillsMichael MillsTechnical Sales Manager bei Fluke Reliability
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CMMS: Eine Technikerin nutzt ein Tablet zur digital gesteuerten Wartung von Maschinen, um Ausfälle zu reduzieren.Fluke
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Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen straff
getaktete Produktionspläne einhalten, Ausfallzeiten minimieren und dafür
sorgen, dass Anlagen mit maximaler Leistung laufen. Um dies zu erreichen, sind
effiziente Wartungsteams für den Erfolg eines Unternehmens äußerst wichtig.
Diese Aufgabe ist für viele Wartungsteams eine große Herausforderung, da sie
oft mit einem begrenzten Budget und schrumpfendem Personal zurechtkommen
müssen. Mit automatisierten, digitalen Lösungen ist es jedoch möglich, die Teams
effizient zu unterstützen, um so die Herausforderungen besser in den Griff zu
bekommen. Kernstück ist dabei ein computergestütztes
Instandhaltungsmanagementsystem (Computerised Maintenance Management System,
CMMS), das in den Werkzeugkasten jedes Wartungsteams gehört. Das CMMS
automatisiert alle Prozesse, die eine intelligente Entscheidungsfindung
unterstützen, sodass Unternehmen schlanke, proaktive Wartungsstrategien
entwickeln können - und so eine höhere Effizienz erreichen.
Manuelle Analyse von Überwachungsdaten ist schwierig und zeitintensiv
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Mit datengesteuerten Strategien zur Instandhaltung, wie
Predictive Maintenance, lassen sich die Lebensdauer von Anlagen erheblich
verlängern, Ausfallzeiten reduzieren und die Gesamtkosten für die
Instandhaltung senken. Allerdings ist nicht jedes Unternehmen in der Lage,
solche Strategien auch umzusetzen. Oft scheitert es bereits daran, dass es an
erfahrenen Fachkräften fehlt. Das Erheben und Überwachen großer Mengen von
Zustandsdaten erfordert viel Zeit und Erfahrung. Die genaue Analyse dieser
Daten, ihre Kontextualisierung und die Definition, wie sie auf Veränderungen
oder Abweichungen bei der Anlagenleistung reagieren sollen, ist zeitintensiv
und ohne ausgewiesenes Expertenwissen nicht möglich. Eine CMMS-Software
automatisiert dabei nahezu alle Prozesse, die einen erfolgreichen
vorausschauenden Wartungsansatz unterstützen und fungiert gleichzeitig als
zentrale Informationsquelle für alle Aktivitäten innerhalb einer Anlage.
CMMS stellt alle Informationen automatisch zusammen
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Michael Mills, Technical Sales Manager bei Fluke Reliability: "Viele Wartungsteams befinden sich in einer kontinuierlichen Notfallsituation. Sie verbringen 80 Prozent ihrer Zeit damit, auf Notfälle zu reagieren, und nur 20 Prozen mit vorbeugenden Maßnahmen, die den Betrieb der Anlage tatsächlich aufrechterhalten. Dies ist nicht nur ein operatives Problem, sondern auch eine finanzielle Belastung. "Fluke
Wenn ein Sensor zur Zustandsüberwachung einen Alarm auslöst,
beispielsweise aufgrund hoher Vibrationswerte oder einer Veränderung der
Leistungsdaten, löst dieser beispielsweise einen Alarm über das CMMS aus. Das
CMMS stellt daraufhin die Informationen zusammen, die das Team zum Beheben des
Problems benötigt: zum Beispiel die Historie des Anlagenzustands,
Arbeitsaufträge, eine Ersatzteil- und Werkzeugliste oder eine ausführliche
Checkliste für die einzelnen Arbeitsschritte. Bei Bedarf überprüft das CMMS auch
bestehende Mitarbeiterpläne und gibt Empfehlungen zur Priorisierung und Planung
von Aufgaben. Leistungsstarke CMMS können die Kontextinformationen sofort zur
Verfügung stellen, präsentieren sie in einem übersichtlichen, leicht lesbaren
Format und geben Entscheidungsträgern damit alle notwendigen Informationen, um
das weitere Vorgehen zu planen. Das CMMS ersetzt dabei ein großes Team von
Technikern, das - ausgestattet mit einem hervorragenden Gedächtnis und
ausgezeichneten organisatorischen Fähigkeiten - seine Augen und Ohren überall
im Unternehmen hat. Bei Alarmen von Sensoren, Supervisory Control and Data Acquisition (SCADA) oder
Building Management Systems (BMS) generiert das CMMS automatisch
Arbeitsaufträge, sodass zwischen der Warnmeldung und dem nächsten
Wartungsschritt keine Zeit verloren geht. Die Aufträge enthalten bereits alle
relevanten Informationen und Anweisungen, mit dem Ergebnis, dass die
Fehlerquote bei den Wartungsarbeiten sinkt. Hinzukommt, dass das CMMS
Unternehmen viel Zeit spart. Während das System die intelligenten,
KI-gestützten Hintergrundprozesse ausführt, können Manager bereits parallel
fundierte, kontextbezogene Entscheidungen treffen. Die Teams erhalten dadurch
Zeit für komplexere Aufgaben, beispielsweise die Steigerung der Produktivität
auf Basis proaktiver, datengestützter Wartungsstrategien.
CMMS kann die Sicherheit für Personal erhöhen
Ein CMMS ist nicht in der Lage, Mitarbeiter beim Ausführen
von Wartungsaufgaben physisch zu schützen. Die Software kann jedoch
beispielsweise Sicherheitsvorkehrungen in die Checkliste für den Arbeitsauftrag
integrieren und dafür sorgen, dass diese für die Mitarbeiter sicherer werden.
Bei Elektroarbeiten sind Hinweise sinnvoll, dass die elektrischen Geräte vor
Beginn der Reparatur vollständig ausgeschaltet sind. Wird die Anweisungen
direkt in den Arbeitsauftrag eingebunden, sind die Technik-Teams vor diesen potenziell
tödlichen Unfällen geschützt, die durch Unachtsamkeit entstehen können. Auch
Erinnerungen zum Abschalten der Maschinen, dem Anlegen von Schutzausrüstungen
oder das Nutzen bestimmter Werkzeuge sollten bei Bedarf in einem Arbeitsauftrag
hinterlegt sein. Die Sicherheitsvorkehrungen beschränken sich dabei nicht auf
Elektroarbeiten allein, sondern sind in nahezu jedem Sektor - vom Bergbau bis
zur Produktion - wichtig. Mit dergleichen CMMS-Funktionalität lassen sich auch
Wartungsabläufe standardisieren, die entscheidende Schritte automatisiert in
die Checklisten überträgt. Für Mitarbeiter, die im Feld keinen Zugang zum
Internet haben, bieten die meisten CMMS auch eine mobile Version an.
Integrationen, Automatisierung und Erweiterung der Funktionen
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Durch nahtlose Integrationen in die Systeme von
Drittanbietern wie SCADA-, Enterprise Resource Planning (ERP) oder BMS-Systeme
erhält das CMMS Zugriff auf deren Produktionsdaten und kann so die
Wartungsprioritäten sehr genau festlegen. Auf der Grundlage von SCADA- und
BMS-Daten kann das CMMS Arbeitsaufträge generieren und detaillierte
Benachrichtigungen oder Entscheidungsempfehlungen abgeben. Durch Integrationen mit Business Integration (BI)-Plattformen und ERP-Systemen
sind auch intelligente Entscheidungen im Bereich Bestands- und
Ersatzteilverwaltung möglich. Die CMMS-Software ist dafür bereits mit einer
Reihe von Funktionen ausgestattet. Sie kann Arbeitsaufträge und PMs verfolgen
und vorhersagen, wann neue Teile bestellt werden müssen. Kombiniert mit den
Finanzfunktionen eines ERP lassen sich Bestellungen leichter verfolgen, Preise
einfacher überwachen und intelligente Entscheidungen schneller treffen. Dieser
Prozess unterstützt auch bei der Prognose und Planung. Einige CMMS lassen sich
auch in CRMs und häufig verwendeten Plattformen wie Slack und Outlook
integrieren. Der nahtlose Datenaustausch sorgt dabei für einen
abteilungsübergreifenden Austausch, bei dem alle Entscheidungsträger jederzeit
auf dem gleichen Stand sind.
Fazit: CMMS erhöht die Effizienz
Ein CMMS kann mehr als nur Arbeitsabläufe optimieren. Durch
die intelligente Automatisierung der Datenerfassung, Kontextualisierung und
Planungsfunktionen verbessert es im gesamten Unternehmen die Effizienz, sorgt
für mehr Sicherheit und stellt sicher, dass Entscheidungsträger im gesamten
Unternehmen auf Basis aktueller Daten schlanke, proaktive Wartungsstrategien
entwickeln können und eine höhere Effizienz erreichen.