Airbus Geschäftszahlen 2025: Rekord und Rückenwind
Die Airbus Geschäftszahlen 2025 markieren ein Jahr mit hoher Nachfrage, steigenden Auslieferungen und solider Profitabilität. Trotz Lieferkettenengpässen und Währungsbelastungen erreicht der Konzern seine Prognose und erhöht die Dividende.
Der Flugzeugbauer Airbus - im Bild der Start einer Militär-Transportmaschine des Typs A400M von einer unbefestigten Rollbahn - läuft es. Das pan-europäische Unternehmen meldet für 2025 positive Zahlen.Airbus
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Rekordaufträge und prall gefüllte Orderbücher
Airbus SE hat, wie das Unternehmen mitteilt, im Geschäftsjahr 2025 konzernweit Aufträge im Wert von 123,3 Milliarden Euro verbucht (2024: 103,5 Milliarden Euro). Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende einen Wert von 619 Milliarden Euro, bei einem Book-to-Bill-Verhältnis von über 1.
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Im zivilen Flugzeuggeschäft summierten sich die Bruttobestellungen auf 1.000 Maschinen, netto verblieben 889 Aufträge nach Stornierungen. Der Auftragsbestand wuchs auf den Rekordwert von 8.754 Verkehrsflugzeugen. Airbus Helicopters verzeichnete 536 Nettoaufträge und ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 in Stückzahl und Wert – getragen insbesondere von militärischer Nachfrage. Auch Airbus Defence and Space steigerte den Auftragseingang wertmäßig auf 17,7 Milliarden Euro, entsprechend einem Book-to-Bill von rund 1,3.
Der Konzernumsatz legte um 6 Prozent auf 73,4 Milliarden Euro zu (2024: 69,2 Milliarden Euro). Insgesamt wurden 793 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert, darunter 93 A220, 607 Maschinen der A320-Familie, 36 A330 und 57 A350.
Die Umsätze im zivilen Flugzeuggeschäft stiegen um 4 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro. Neben höheren Auslieferungszahlen trug das Servicegeschäft zum Wachstum bei, während die Abwertung des US-Dollars dämpfend wirkte. Airbus Helicopters steigerte den Umsatz um 13 Prozent auf 9,0 Milliarden Euro bei 392 ausgelieferten Einheiten. Airbus Defence and Space erzielte mit 13,4 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 11 Prozent – getrieben durch höhere Volumina in allen Geschäftsbereichen.
Das bereinigte EBIT (EBIT Adjusted) erhöhte sich deutlich auf 7.128 Millionen Euro (2024: 5.354 Millionen Euro). Im Vorjahr hatten Belastungen von 1,3 Milliarden Euro aus einer technischen Überprüfung von Raumfahrtprogrammen das Ergebnis gedrückt.
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Im zivilen Flugzeuggeschäft stieg das bereinigte EBIT auf 5.470 Millionen Euro. Höhere Auslieferungen, ein günstigerer Hedge-Kurs und geringere F&E-Aufwendungen wirkten positiv, während Zölle belasteten. Airbus Helicopters erreichte ein bereinigtes EBIT von 925 Millionen Euro, Airbus Defence and Space verbesserte sich auf 798 Millionen Euro nach einem negativen Vorjahreswert.
Das berichtete EBIT lag bei 6.082 Millionen Euro. Das Konzernergebnis belief sich auf 5.221 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie auf 6,61 Euro. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 3,20 Euro je Aktie vor.
Guillaume Faury, Chief Executive Officer von Airbus, erklärte: „2025 war ein Meilenstein, geprägt von einer sehr starken Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen in allen Geschäftsbereichen, einer Rekordbilanz und strategischen Meilensteinen. Wir haben uns erfolgreich in einer komplexen und dynamischen Betriebsumgebung zurechtgearbeitet, um unsere aktualisierten Leitlinien umzusetzen.“
Weiter führte er aus: „Die globale Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen bildet die Grundlage für unseren fortlaufenden Produktionsanstieg, den wir managen, während wir mit erheblichen Triebwerksengpässen bei Pratt & Whitney konfrontiert sind. Die breiten und wettbewerbsintensiven Ressorts Verteidigung und Raumfahrt sowie Hubschrauber ermöglichen es uns, den Schwung in der Verteidigung zu gewinnen. Wir machen außerdem Fortschritte, um gemeinsam mit unseren Partnern einen neuen globalen industriellen Raumfahrtakteur zu etablieren. Diese Ergebnisse für 2025 und das Vertrauen in unsere zukünftige finanzielle Leistung unterstützen die vorgeschlagene höhere Dividendenzahlung.”
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Produktionsraten im Fokus
Die Hochlaufpläne bleiben ambitioniert, stehen jedoch unter dem Einfluss externer Faktoren. Beim A220-Programm wird ein Produktionsziel von 13 Flugzeugen pro Monat im Jahr 2028 angestrebt.
Bei der A320-Familie beeinträchtigen ausbleibende Triebwerkslieferzusagen von Pratt & Whitney die Prognose und den Hochlauf. Nun wird eine Rate von 70 bis 75 Flugzeugen pro Monat bis Ende 2027 erwartet, mit anschließender Stabilisierung bei 75 Einheiten. Für die A330 wird weiterhin eine Rate von 5 im Jahr 2029 angepeilt, für die A350 eine Rate von 12 im Jahr 2028.
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Im Militärtransporterprogramm A400M wurde im vierten Quartal 2025 eine Vertragsänderung mit OCCAR unterzeichnet, um sieben Auslieferungen für Frankreich und Spanien vorzuziehen und die Produktionsplanung zu präzisieren.
Cashflow, Bilanz und Ausblick 2026
Der Free Cashflow vor Kundenfinanzierung erreichte 4.574 Millionen Euro, der gesamte Free Cashflow lag bei 4.753 Millionen Euro. Die Bruttoliquidität betrug zum Jahresende 27,2 Milliarden Euro, die Nettoliquidität 12.2 Milliarden Euro.
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Für 2026 stellt Airbus – vorbehaltlich ausbleibender zusätzlicher Störungen im Welthandel, in der Weltwirtschaft, im Luftverkehr und in der Lieferkette – rund 870 Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen, ein bereinigtes EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro sowie einen Free Cashflow vor Kundenfinanzierung von rund 4,5 Milliarden Euro in Aussicht.
Mit Material von Airbus
FAQ zu den Airbus Geschäftszahlen 2025
Wie entwickelten sich die Airbus Geschäftszahlen 2025? – Der Umsatz stieg auf 73,4 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT auf 7,1 Milliarden Euro und der Free Cashflow vor Kundenfinanzierung auf 4,6 Milliarden Euro.
Wie viele Flugzeuge wurden 2025 ausgeliefert? – Airbus lieferte 793 Verkehrsflugzeuge aus, darunter 607 Maschinen der A320-Familie.
Wie hoch ist der Auftragsbestand bei Airbus? – Zum Jahresende 2025 lag der Auftragsbestand bei 8.754 Verkehrsflugzeugen mit einem Gesamtwert von 619 Milliarden Euro.
Welche Ziele setzt sich Airbus für 2026? – Geplant sind rund 870 Auslieferungen, ein bereinigtes EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro und ein Free Cashflow vor Kundenfinanzierung von rund 4,5 Milliarden Euro.