Institutsleitung

Fraunhofer FKIE: Christoph Igel rückt an die Spitze

Das Fraunhofer FKIE stellt seine Führung neu auf: Christoph Igel bildet gemeinsam mit Peter Martini die neue Doppelspitze des Forschungsinstituts.

Neue Doppelspitze für Sicherheits- und Verteidigungsforschung: Prof. Dr. Christoph Igel verstärkt die Institutsleitung des Fraunhofer FKIE.
Neue Doppelspitze für Sicherheits- und Verteidigungsforschung: Prof. Dr. Christoph Igel verstärkt die Institutsleitung des Fraunhofer FKIE.

Summary: Christoph Igel ist neues Mitglied der Institutsleitung des Fraunhofer FKIE und führt das Institut gemeinsam mit Peter Martini. Die Doppelspitze soll Forschung und Anwendung in Sicherheit und Verteidigung enger verzahnen und den Wachstumspfad des Instituts fortsetzen.

Warum das Fraunhofer FKIE auf eine Doppelspitze setzt

Das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE hat seine Institutsleitung erweitert. Seit dem 15. August 2026 gehört Prof. Christoph Igel der Leitung an. Gemeinsam mit Prof. Peter Martini, dem geschäftsführenden Institutsleiter, bildet er künftig die Doppelspitze.

Mit der gemeinsamen Führung stärkt das Fraunhofer FKIE nach eigenen Angaben seine Position als eines der größten wehrtechnischen Forschungsinstitute innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist die Unterstützung der Streitkräfte und ziviler Sicherheitsbehörden bei ihrer technologischen Weiterentwicklung.

In Zusammenarbeit mit Partnern entwickelt das Institut Technologien und Prozesse, die der gesamtstaatlichen Verteidigung und Sicherheit dienen. Igel soll dabei neue Impulse für Forschung, Transfer und Innovation setzen.

Fraunhofer FKIE vernetzt Forschung und Anwendung

Zu Igels Aktivitäten zählt das Forschungsnetzwerk „Innovation in Integrierter Sicherheit und Nachhaltigkeit (I2SN)“ in Sachsen. Hinzu kommen seine Mitwirkung an der Hightech Agenda Deutschland im strategischen Forschungsfeld „Sicherheit und Verteidigung“ sowie Netzwerkaktivitäten in Forschung, Industrie, Verteidigung und Sicherheit.

Damit sollen wissenschaftliche Erkenntnisse für Bundeswehr, Blaulichtorganisationen, Industrie und Gesellschaft unmittelbar nutzbar gemacht und Forschung und Anwendung enger miteinander verzahnt werden.

„Sicherheit ist nicht selbstverständlich. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für Freiheit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Angesichts einer zunehmend komplexen Weltlage braucht es wissenschaftliche Exzellenz und technologische Innovationskraft, um unsere Handlungsfähigkeit zu sichern und den Schutz von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Das Fraunhofer FKIE nimmt dabei eine führende Rolle ein: Es verbindet exzellente Forschung mit konsequentem Transfer und entwickelt wirksame Lösungen für die sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit“, erklärt Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Hanselka ergänzt: „Mit seiner ausgewiesenen Expertise in Informationstechnologie und Cybersicherheit wird Professor Igel wichtige Impulse für die Weiterentwicklung sicherheitsrelevanter Zukunftstechnologien setzen und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus Bundeswehr, Wissenschaft, Politik und Industrie weiter stärken.“

Welche Erfahrung bringt Christoph Igel mit?

Der 57-jährige Verhaltenswissenschaftler und Informatiker arbeitet seit 2022 für Fraunhofer. Zunächst leitete er die Stabsstelle Technologiemanagement des Fraunhofer FKIE. Seit 2024 verantwortete er als stellvertretender Institutsleiter die Planungen für den neuen Institutsstandort in Ost- und Mitteldeutschland. Zudem integrierte er das Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftliche Trendanalysen INT in das Fraunhofer FKIE und war zeitgleich geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer INT.

Vor seiner Tätigkeit bei Fraunhofer war Igel Gründungsgeschäftsführer und Forschungsdirektor der Bundesagentur für Innovation in der Cybersicherheit, kurz Cyberagentur. Die In-House-Gesellschaft des Bundes entstand unter Beteiligung des Bundesministeriums der Verteidigung und des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Auch in Forschung und Innovation übernahm Igel verschiedene Führungs- und Leitungsaufgaben. Zehn Jahre war er am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) tätig und unterstützte dort den Aufbau des Berliner Standorts. Er ist Professor für Informationstechnologie und war Honorarprofessor für technologiebasiertes Informations-, Wissens- und Bildungsmanagement sowie Visiting Professor an mehreren Universitäten. Zu seinen Stationen zählen unter anderem die Shanghai Jiao Tong University, die Technische Universität Chemnitz und die Steinbeis University.

Schnittstelle zu Bundeswehr und Industrie

Igel verfügt zudem über militärische Erfahrung. Er war IT-Stabsoffizier in der Abteilung Planung im Kommando Cyber- und Informationsraum und anschließend im Kommando Heer in der Abteilung Chief Digital Officer Heer/Landbasierte Operationen tätig.

Seit 2022 dient er als grundbeorderter Reservist im Kommando Heer, im Marinekommando und im Bundesministerium der Verteidigung. Seit 2026 hat er den Rang eines Obersts der Reserve im Generalstab an der Führungsakademie der Bundeswehr. Dort unterstützt er den Aufbau des Defence Technology Campus mit der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, der Führungsakademie der Bundeswehr und Fraunhofer.

Als Wehrdienstleistender war Igel in der Luftlandebrigade 26 als Fallschirmjäger und Scharfschütze eingesetzt. Darüber hinaus war er Mitglied und Sprecher von Expertengruppen des Nationalen Digital-Gipfels, Botschafter des Nationalen MINT-Forums und Vorstand der Charta Digitale Vernetzung.

Wie soll sich das Fraunhofer FKIE weiterentwickeln?

Anlässlich seiner Ernennung bedankte sich Igel beim Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft für das Vertrauen. „Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe. Die positive Entwicklung der vergangenen Jahre und den eingeschlagenen Wachstumspfad dieses bedeutenden Verteidigungs- und Sicherheitsinstituts der Fraunhofer-Gesellschaft will ich mit Engagement und Tatkraft weiterführen und das Fraunhofer FKIE an der Schnittstelle von Bundeswehr, Wissenschaft und Industrie gemeinsam mit meinem Kollegen Professor Martini zukunftsfest aufstellen.“

Auch Peter Martini sieht das Institut mit der neuen Führungsstruktur strategisch für die Zukunft aufgestellt. „Wie kaum ein anderer verkörpert Professor Igel mit seinen Aktivitäten das FKIE-Leitmotiv der kooperativen Forschung und Innovation. Er schlägt entscheidende Brücken zwischen Forschung und praktischer Anwendung. Was uns verbindet, ist ein tiefes Verständnis für die konkreten Bedarfe und erforderlichen Fähigkeiten der Bundeswehr. Durch seinen herausragenden wissenschaftlichen und militärischen Hintergrund wird Professor Igel die Leitung des Fraunhofer FKIE maßgeblich bereichern.“

Damit setzt die Institutsleitung, wie aus der Mitteilung des Fraunhofer FKIE hervorgeht, auf eine Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, militärischer Erfahrung und Vernetzung mit Forschung, Industrie und Bundeswehr.

Mit Material des Fraunhofer FKIE

FAQ zum Fraunhofer FKIE und der neuen Doppelspitze

• Wer gehört zur neuen Doppelspitze des Fraunhofer FKIE? – Prof. Christoph Igel und der geschäftsführende Institutsleiter Prof. Peter Martini bilden gemeinsam die neue Doppelspitze.

• Seit wann gehört Christoph Igel zur Leitung des Fraunhofer FKIE? – Igel ist seit dem 15. August 2026 Mitglied der Institutsleitung.

• Welche Aufgaben verfolgt das Fraunhofer FKIE unter der neuen Führung? – Im Fokus stehen Forschung und Technologietransfer für Streitkräfte und zivile Sicherheitsbehörden sowie die engere Verzahnung von Forschung und Anwendung.

• Welche Erfahrung bringt Igel zum Fraunhofer FKIE mit? – Igel verfügt über Erfahrung in Informationstechnologie, Cybersicherheit, Forschung und wissenschaftlichen Führungsfunktionen sowie über einen militärischen Hintergrund.

• Warum erweitert das Fraunhofer FKIE seine Institutsleitung? – Die gemeinsame Führung soll die Position des Instituts stärken und den eingeschlagenen Wachstumspfad fortführen.