Neue Kran- und Transporttechnik für Offshore-Monopiles
Für den Offshore-Windpark Windanker entwickelte Mammoet neue Krane und SPMT-Systeme. Sie ermöglichen das sichere, schnelle und kosteneffiziente Handling von XXL-Monopiles – ohne zusätzliche Hafenverstärkungen.
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Mammoet entwickelte einen aufgerüsteten Terminalkran, der Mega-Monopiles für das Offshore-Feedering ins Wasser heben kann.Mammoet)
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Die Größen von Windturbinen wachsen in einem beispiellosen Tempo – und das aus gutem Grund: Je größer die Turbine, desto mehr Strom kann sie erzeugen und desto weniger werden pro Windpark benötigt. Höhere Turbinen erfordern größere Fundamente, um stärkeren Winden weiter draußen auf See standzuhalten. Doch mit zunehmender Größe dieser Fundamente wird deren Heben und Transport immer anspruchsvoller.
Innovative Lösungen für XXL-Monopiles
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Als Experte für das sichere und effiziente Handling schwerer Lasten ist Mammoet der Entwicklung stets einen Schritt voraus und entwickelt Lösungen, um selbst den Transport von XXL-Monopiles schneller und kosteneffizienter zu gestalten. Zwar ist es theoretisch möglich, Monopiles mit großen Raupenkränen ins Meer zu setzen, doch die dafür notwendige Hubkapazität hätte Kräne erfordert, die zu groß für die vorhandenen Hafenflächen gewesen wären und zusätzliche Bodenverstärkungen nötig gemacht hätten.
Deshalb entwickelte Mammoet einen aufgerüsteten Terminalkran, der Mega-Monopiles für das Offshore-Feedering ins Wasser heben kann, sowie ein spezielles, patentiertes Hub- und Wiegesystem für deren sicheres Handling mit SPMTs. Mit dieser Ausrüstung verwandelte Mammoet den Hafen von Rønne in Dänemark in eine nahtlose Montagelinie: Monopiles wurden effizient gelöscht, gelagert, gekappt und anschließend ins Wasser gehoben – ganz ohne bauliche Verstärkungsmaßnahmen an der Kaimauer.
Erfolgreiches Marshalling für den Windpark Windanker
Dieser Mehrwert zeigte sich beim Marshalling für den 315-MW-Offshore-Windpark Windanker der Windanker GmbH, der von Van Oord in deutschen Gewässern der Ostsee beliefert wurde. Der Transport und die Installation der 21 Monopile-Fundamente wurden von Van Oord überwacht, wobei Mammoet das landseitige Heben und den Transport unterstützte.
SPMTs und XXL-Transportsystem im Einsatz
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Der schwerste Monopile wog 2.150 Tonnen und war rund 87 Meter lang. Ausgestattet mit Mammoets XXL-Monopile-Transportsystem hoben 90 SPMT-Achslinien die Monopiles von ihren Lagergestellen an und lagerten sie sicher, während sie vom Schiff gefahren wurden. Anschließend wurden sie auf Sanddämmen zwischengelagert und für das Kappen vorbereitet. Der zusätzliche Hubweg des Systems ermöglichte tiefere Lagervertiefungen, was die Abstützung verbesserte und gleichzeitig den Materialeinsatz reduzierte.
Am Kappenstandort installierte ein Raupenkran vom Typ LR1750 Stopfen an den oberen und unteren Enden der Monopiles. Danach wurden sie zur Kaikante vor die beiden MTC1600-Krane transportiert, die Mammoet speziell für das Heben von XXL-Monopiles ins Wasser und auf Schiffe entwickelt hatte. „Für dieses Projekt haben wir ein komplett neues Krankonzept entwickelt“, erklärt Stefan de Vries, Project Manager bei Mammoet. Ursprünglich auf 2.800 Tonnen ausgelegt, wurde die kombinierte Hubkapazität der Krane auf 3.200 Tonnen erhöht, um sie an die Kapazität des Installationsschiffs Svanen anzupassen.
Die Monopiles trafen in sieben Lieferungen aus Spanien im Hafen von Rønne ein.Mammoet)
Die Monopiles trafen in sieben Lieferungen aus Spanien im Hafen von Rønne ein.Mammoet)
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Weniger Tiefbau dank intelligenter Lastverteilung
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Da sich das Ballastgewicht der MTC-Krane weiter vom Drehpunkt des Auslegers entfernt befindet als bei klassischen Raupenkränen, war der Bodendruck deutlich geringer. Die Last konnte über eine größere Fläche verteilt werden, ohne dass spezielle Fundamente oder temporäre Tiefbauarbeiten erforderlich waren.
Fundamente für den Erfolg
Dank der Effizienz des Kranhebens im Vergleich zu Ro-Ro-Operationen konnte die Svanen im Einsatzgebiet verbleiben und kontinuierlich mit Monopiles versorgt werden. Das Ergebnis war ein komplexes Marshalling-Projekt, das durch Know-how, Innovation und enge Zusammenarbeit deutlich vereinfacht wurde. Mit seiner Erfahrung im Monopile-Handling unterstützt Mammoet seine Kunden dabei, sichere, effiziente und zukunftsfähige Lösungen für Offshore-Windparks von heute und morgen umzusetzen.
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Quelle: Mammoet
FAQs zur neuen Kran- und Transporttechnik für Offshore-Monopiles
1. Warum werden Monopiles immer größer?
Weil Windturbinen zunehmend größer und leistungsfähiger werden. Größere Turbinen benötigen weniger Einzelanlagen pro Windpark, erfordern aber entsprechend größere und stabilere Fundamente.
2. Welche Herausforderungen bringen XXL-Monopiles mit sich?
Ihr enormes Gewicht und ihre Länge machen Transport, Lagerung und das Heben im Hafen deutlich komplexer. Klassische Krane und Hafeninfrastrukturen stoßen dabei oft an ihre Grenzen.
3. Welche neuen Lösungen hat Mammoet entwickelt?
Mammoet entwickelte speziell aufgerüstete Terminalkräne (MTC1600) sowie ein patentiertes XXL-Monopile-Transportsystem mit SPMTs für sicheres, effizientes Handling.
4. Warum waren keine Hafenverstärkungen notwendig?
Durch die spezielle Konstruktion der MTC-Krane wird die Last über eine größere Fläche verteilt. Dadurch entsteht ein geringerer Bodendruck, sodass keine zusätzlichen Tiefbauarbeiten nötig waren.
5. Welche Rolle spielten SPMTs im Projekt?
SPMTs mit 90 Achslinien transportierten die Monopiles vom Schiff ins Lager, zur Kappstation und anschließend zur Kaikante – sicher, präzise und flexibel.
6. Wie lief das Zusammenspiel mit dem Installationsschiff Svanen ab?
Die Monopiles wurden mit den Terminalkranen direkt ins Wasser gehoben und anschließend zur Svanen geschleppt, die im Einsatzgebiet blieb und kontinuierlich beliefert werden konnte.
7. Welchen Mehrwert bietet das Konzept für Offshore-Windprojekte?
Es reduziert Zeit, Kosten und Infrastrukturaufwand im Hafen und ermöglicht ein effizientes Marshalling – selbst bei sehr großen Monopiles für Windparks der nächsten Generation.