Schaltschrankbau: Ohne Daten keine Automatisierung
Steigende Nachfrage, manuelle Tätigkeiten, Arbeitskräftemangel: Obwohl alle Voraussetzungen erfüllt sind, kommt die Automatisierung im Schaltschrankbau nur langsam voran. Welche Bremserrolle dabei PDFs spielen und warum Consulting wichtig ist.
Torsten KirchmannTorstenKirchmann
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Der Schaltschrankbau boomt - doch der Branche gehen die Arbeitskräfte aus. Automatisierung soll helfen. Aber sie lässt auch sich warten.industrieblick - stock.adobe.com)
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Die
Energiewende verlangt zwingend den Umbau des Stromnetzes. Gleichzeitig vervielfacht
sich durch Wärmepumpen, E-Mobilität und Data Center mit zehntausenden Server-Racks
die Stromnachfrage nahezu exponentiell. Dazu kommt die Physical AI, die einen
neuen Automatisierungsschub in Fabriken und Gebäuden ankündigt. Wie bei einem
Goldrausch sind es jetzt die Schaufelhersteller, für die Boomzeiten
heranbrechen, in diesem Fall für Schaltschrankbauer.
90 Prozent
der Projekte werden analog übergeben
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Dr. Andreas Schreiber, Vice President Business Unit Industrial Cabinet Solutions bei Phoenix Contact setzt aus Prozessberatung: „Automatisierung umfasst ein sehr breites Spektrum, von optimierten Arbeitsplätzen mit Werkerassistenzsystemen bis hin zur vollautomatisierten Klemmleistenbestückung.“Phoenix Contact)
Aber die
Branche leidet schon jetzt unter Kapazitätsengpässen, wie eine aktuelle Studie
der Ruhr-Universität Bochum zum Schaltschrankbau in Deutschland zeigt. Demnach
bestehen bei mehr als 60 Prozent der befragten Schaltschrankbauer
Kapazitätsengpässe wechselnd in allen Bereichen. Besonders hohe Werte erreichen
dabei die Produktion und das Engineering. Eine Automatisierung wäre also
sinnvoll, aber gibt ein massives Hindernis: Immer noch werden 90 Prozent der
Projekte in Papierform oder als PDF an den Schaltschrankbau übergeben. Auch
intern verlassen sich rund 90 Prozent der Schaltschrankbauer bei
Fertigungsanweisungen und Dokumentation auf Papier und PDF.
Das sind
dramatische Ergebnisse, die aber nur einen Teil der Wirklichkeit widerspiegeln.
Die großen deutschen Zulieferer für den Schaltschrankbau wie Phoenix Contact,
Weidmüller oder Rittal bieten bereits Auswege aus diesem Dilemma. Zum einen
unterstützen sie die Schaltschrankbauer bei der Digitalisierung des
Engineerings mit Softwareassistenten sowie mit Prozesswissen und
Beratungsangeboten zur Industrialisierung und Digitalisierung des
Schaltanlagenbaus. „Unsere Software clipx ENGINEER vereinfacht und automatisiert
die Zuordnung der passenden Komponenten zu den gewünschten elektrischen
Funktionen und wird von Schaltschrankbauern sowohl für die Datenversorgung der
eigenen Fertigung als auch für die direkte Online-Bestellung von
Schaltschrankbaugruppen verwendet“, hebt Dr. Andreas Schreiber, Vice President
Business Unit Industrial Cabinet Solutions bei Phoenix Contact, hervor.
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Übersetzung
der Funktionslogik in Physik
Christian Großmann, Director Development in der Business Unit Industrial Cabinet Solutions bei Phoenix Contact: „Digitalisierung ist die automatische Übersetzung der Funktionslogik in Physik.“Phoenix Contact)
Für Christian
Großmann, Director Development in der Business Unit Industrial Cabinet
Solutions bei Phoenix Contact geht es dabei um einen grundlegenden
Digitalisierungsschritt: „Digitalisierung ist die automatische Übersetzung der
Funktionslogik in Physik.“ Das allein reicht aber nicht. So gehört
beispielsweise zu einer Klemmleiste weiteres Zubehör wie zum Beispiel
Enddeckel, Endhalter oder Stecker, das optimal auf die Komponenten abgestimmt
ist. „Das ist ein Wissen, dass E-CAD-Module nicht abbilden. Deshalb haben wir
es zusätzlich als Komponentenlogik in unsere Software vollständig integriert.“
Eine
Schlüsselrolle auf dem Weg zur Automatisierung ist für Dr. Andreas Schreiber die
unterstützende Prozessberatung, das Consulting, von Schaltschrankbauern.
„Automatisierung umfasst ein sehr breites Spektrum, von optimierten
Arbeitsplätzen mit Werkerassistenzsystemen bis hin zur vollautomatisierten Klemmleistenbestückung“,
beschreibt er den Ansatz. „Die Voraussetzung dafür ist eine durchgängige
Digitalisierung, angefangen in der Konstruktion. Mit unserem Consulting-Angebot
stellen wir sicher, dass wir Schaltschrankbauern die jeweils für sie passende
Lösung anbieten.“
Daten- und
Materialfluss analysieren
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Vincent Vossel; Head of Automated Cabinet Building & Connectivity Consulting bei Weidmüller „Unsere Klemmen haben wir bei Weidmüller Ready-to-Robot konstruiert“, erläutert Vincent Vossel. „Ihre rechteckige Form ist für Roboter gut greifbar und die Markierungen sind vorbestückt.“Weidmüller)
Auch Weidmüller
sieht neben den Softwaretools Weidmüller Configurator für die Klemmenleisten-
und Gehäusekonfiguration, für Kabelkonfektionierung und für die Markierung zahlreiche
Optimierungsmöglichkeiten jenseits der Vollautomatisierung. Angefangen bei
Handwerkzeugen über teil-automatisierte Lösungen wie das Wire Processing Center
(WPC) oder das Labelling Processing Center (LPC) bis hin zu vollautomatischen
Lösungen wie den RailAssembler und den RailLaser.
„Sobald ein
Kunde eine maschinelle Lösung in die engere Wahl nimmt, bieten mit unserem
Connectivity Consulting eine Analyse des Daten- und Materialflusses an“, betont
Vincent Vossel; Head of Automated Cabinet Building & Connectivity
Consulting bei Weidmüller.
Vollautomatisierung ab 100.000 Reihenklemmen pro Jahr
Welche
Automatisierungsschritte sinnvoll sind, hängt stark von der individuellen
Situation bei den Schaltschrankbauern ab. Als Faustregel gilt, dass sich eine
automatische Klemmenbestückung ab 100.000 Klemmen aufwärts pro Jahr rechnet. Im
Idealfall sind hier Personalzeit-Einsparungen von bis zu 60, teilweise bis zu
90 Prozent möglich.
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Durch Werkerassistenzsysteme mit Clipx Engineer assemble und Pick-by-Light-System können auch angelernte Mitarbeiter Aufgaben übernehmen, für die bisher Fachkräfte notwendig waren.Phoenix Contact)
Aber die
wirtschaftliche Wirkung hängt von der individuellen Losgröße, der Varianz und
der Komplexität der Aufträge ab. Werkerassistenzsysteme können bei geringer
Komplexität und Varianz auch angelernte Arbeitskräfte schnell durch die
Bestückung führen. Stehen E-CAD Daten zur Verfügung, bereitet die Software sie
für vollautomatische Bestückungsanlagen zu Arbeitsaufträgen ohne manuelle
Eingriffe auf. Das System clipx MASTER line von Phoenix Contact übernimmt
die vollautomatische Fertigung von Klemmenleisten inklusive der Beschriftung.
„Damit vermeiden Anwender Fehler und steigern den Durchsatz deutlich“, so Dr Andreas
Schreiber. Die clipx MASTER line in Kombination mit der Engineering-Software
clipx ENGINEER reduziert die Durchlaufzeit der Bestückung und Beschriftung
einer Tragschiene mit 80 Klemmen auf rund wenige Minuten. Dabei zielt sie nicht
nur auf große Serien. 70 Stacks für verschiedene Produkte ermöglichen auch
variantenreiche Klemmenleisten mit kleinen Losgrößen bis Stückzahl 1. Phoenix
Contact bietet hierzu auch die für die Automatisierung vorgesehenen Produkte
aus den Produktfamilien CLX, CLXM und CLM, die bereits mit Markiermaterial und
weiteren Zubehören ausgerüstet.
Ready-to-Robot
Komponenten
Auch der Klippon
Automated RailAssembler ermöglich in Kombination mit dem Software Weidmüller
Configurator (WMC) die vollautomatische Bestückung von Klemmleisten. Durch die
Nutzung des Automaten entfällt das Kommissionieren, Zuordnen und Positionieren
einzelner Klemmen. So kann bei der Bestückung eine Zeiteinsparung von bis zu 60
Prozent erreicht werden. In den 48 Magazinen finden rund 10.000 Komponenten
Platz. Das reicht für fünf bis sechs Stunden personallosen Betrieb. „Unsere Klemmen
haben wir bei Weidmüller Ready-to-Robot konstruiert“, erläutert Vincent Vossel.
„Ihre rechteckige Form ist für Roboter gut greifbar und die Markierungen sind
vorbestückt.“ Weidmüller stellt digitale Zwillinge für alle eigenen Komponenten
bereit und zunehmend auch für 3rd Party Komponenten wie die Sicherungsautomaten
der gängigen Hersteller, und andere Bauteile bis 18 mm Breite.
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Engpass Markieren
und Beschriften automatisieren
Nach dem
Bestücken ist das Markieren der einzelnen Klemmen ein wesentlicher
Arbeitsschritt. Das ist manuell anspruchsvoll und zeitintensiv. „Für
Schaltschrankbauer kann es besonders sinnvoll sein, das
Automatisierungspotential des Beschriftungsprozesses gegen eine manuelle oder
teilautomatisierte Lösung abzuwägen“, berichtet Christian Großmann aus der
Praxis. Phoenix Contact bietet ein breites Portfolio an industriellen
Markierungssystemen und deren Integration in Werkerassistenzsysteme. Zudem
erlauben Lösungen aus dem Produktprogramm clipx MASTER line die vollständige
Automatisierung der Klemmenmarkierung.
Der RailAssembler erreicht bei der Bestückung eine Zeiteinsparung von bis zu 60 Prozent. In den 48 Magazinen finden rund 10.000 Komponenten Platz. Das reicht für fünf bis sechs Stunden personallosen Betrieb.Weidmüller)
Auch Weidmüller
bietet mit dem Klippon Automated RailLaser deutliche Zeitersparnisse, sofern
die Daten vorhanden sind. „Bei manueller Beschriftung braucht ein Werker für
einen Meter bestückter Klemmleiste rund 90 Minuten, beim RailLaser dauert es 10
– 12 Minuten und die eigentliche Personalbindung besteht darin, Klemmleisten
einzulegen und wieder herauszunehmen. Wir reden netto von ein bis zwei Minuten
Personalbindung“, rechnet Vincent Vossel vor. Durch den integrierten Kamerascan
des RailLasers wird nicht nur die genaue Position der Markierer ermittelt,
sondern auch festgestellt, ob die Klemmleiste vollständig fehlerfrei ist.
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Nächster
Prozessschritt Drahtkonfektionierung
Nach der
Klemmenbestückung ist vor der Verdrahtung. Der erste Schritt ist die
Drahtkonfektionierung. Hier stellt Rittal Automation Systems (RAS) eine zweite
Generation Drahtkonfektionier-Automaten bereit. Wire Terminal WT C5 und C10
produzieren vollautomatisch Drähte von 0,5 mm² bis zu 6 mm² ohne Umrüstung. Die
einzelnen Drahtlängen reichen von 220 mm bis zu 4.000 mm.
Die Maschine
entnimmt aus magazinierten Drahtrollen die Drähte der entsprechenden
Durchmesser und Farbe, längt sie ab, bringt die Quelle-/Ziel-Beschriftung auf
und führt die Aderendbehandlung aus. Nach Herstellerangaben beschleunigt der
Vollautomat die Drahtkonfektionierung im Vergleich zur manuellen Bearbeitung um
das 15fache – sozusagen Warp-Geschwindigkeit.
Per
Druckluft an den Arbeitsplatz
Das neue Wire Handling System versorgt mit einem druckluftbasierten Verteilsystem – ähnlich eines Rohrpostsystems - bis zu vier Arbeitsplätze just-in-sequence mit den vorkonfektionierten Drähten.Rittal)
Die
vorkonfektionierten Drähte legt die Station entweder in Drahtschienen ein oder
als in der Reihenfolge des Einbaus geordnete Kettenbündel ab. Dort entnimmt sie
ein Werker und bringt sie an den Montageplatz. Noch einfacher: Das neue Wire
Handling System versorgt mit einem druckluftbasierten Verteilsystem – ähnlich
eines Rohrpostsystems - bis zu vier Arbeitsplätze just-in-sequence mit den
vorkonfektionierten Drähten. Sie werden vom Wire Terminal über Schlauchleitungen
bis zu 80 Meter weit an die Arbeitsplätze geschossen.
Natürlich
kostet Automatisierung erst einmal Geld für die Investition in die neue Technik
und das rechnet sich nicht für jede Betriebsgröße. Als Richtwert für das Wire
Terminal hat RAS berechnet, dass es sich ab einem Durchsatz von 250 – 300
Schaltschränken pro Jahr innerhalb von 30 Monaten amortisiert.
Perspektive
Verdrahtungsroboter
„Die
eigentliche Verdrahtung ist die Königsdisziplin für die Automatisierung“,
schätzt Dr. Andreas Schreiber ein. Die flexible Feinmotorik einer menschlichen
Hand muss durch eindeutig mess- und programmierbare Winkel und Einpresstiefen
ersetzt werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind für Vincent Vossel
Ready-to-Robot-Komponenten „Dabei reden wir nicht nur über Reihenklemmen,
sondern normierte Anschlusstechnik auch für alle anderen Komponenten im
Schaltschrank.“ So setzen auch andere Hersteller, beispielsweise Schneider
Electric, die für den Robotereinsatz vorbereitete SNAP IN und Push-X-Technologien
ein.
Der Weg bis zur
vollautomatischen Verdrahtung ist noch lang. „Aber applikationsspezifisch ist
es denkbar, einzelne Prozessschritte zu automatisieren, vielleicht nur
Steuerdrähte oder nur die Energieeinspeisung“, zeigt Christian Großmann einen
Handlungsweg auf. Dr. Andreas Schreiber betont eine wichtige Rahmenbedingung:
„Wenn wir versuchen, für Menschen optimierte Prozesse ohne Anpassungen durch
Roboter erledigen zu lassen, wird es vermutlich nicht gelingen.“
Das ist nach
übereinstimmender Meinung vielleicht auch nicht notwendig. Am wichtigsten ist
für alle Experten der Wechsel von Papier und PDF auf durchgängige digitale
Projektdaten. Durch ein Consulting, wie es Phoenix Contact, Rittal oder
Weidmüller anbieten, sind dann auch mit der schrittweisen Einführung bestehender
teil- und vollautomatisierter Lösungen erhebliche Effizienzgewinne im
Schaltschrankbau möglich. „Wir haben bereits mehr als 900 Consulting-Projekte
im Schaltschrankbau durchgeführt, und die Ergebnisse waren jedes Mal
bemerkenswert“, erinnert sich Vincent Vossel. Und die Nachfrage nach
Automatisierung im Schaltschrankbau, gerade aus Deutschland und West- und Osteuropa,
wächst mit dem zunehmenden Arbeitskräftemangel stark an.
FAQ: Automatisierung im Schaltschrankbau
Warum kommt die Automatisierung im Schaltschrankbau nur langsam voran? - Weil viele Prozesse noch nicht durchgängig digital sind – ein zentraler Bremsfaktor ist die Arbeit mit Papier und PDF statt strukturierten Daten.
Welche Rolle spielen PDFs bei den Problemen? - PDFs sind für die Weiterverarbeitung in automatisierten Abläufen ungeeignet, weil sie Informationen nicht als maschinenlesbare Daten liefern. Dadurch bleiben viele Schritte manuell.
Wie viele Projekte werden heute noch analog übergeben? - Rund 90 Prozent der Projekte werden in Papierform oder als PDF an den Schaltschrankbau übergeben.
Wie sieht es intern in den Betrieben aus? - Auch intern arbeiten etwa 90 Prozent der Schaltschrankbauer bei Fertigungsanweisungen und Dokumentation weiterhin mit Papier und PDF.
Warum ist Automatisierung trotzdem dringend notwendig? - Weil die Nachfrage stark steigt (Energiewende, E-Mobilität, Wärmepumpen, Rechenzentren) und gleichzeitig Kapazitätsengpässe sowie Fachkräftemangel die Branche ausbremsen.
Wo liegen die größten Engpässe laut Studie? - Besonders betroffen sind Produktion und Engineering – hier treten Kapazitätsengpässe besonders häufig auf.
Was ist die wichtigste Voraussetzung für Automatisierung? - Eine durchgängige Digitalisierung, beginnend in der Konstruktion/Planung (Engineering), damit Daten ohne Medienbrüche in die Fertigung fließen können.
Was bedeutet Digitalisierung im Schaltschrankbau konkret? - Als Grundprinzip: die automatische Übersetzung der Funktionslogik in Physik – also aus Planung wird direkt umsetzbare Fertigungslogik.
Warum reicht E-CAD allein oft nicht aus? - Weil wichtige Detail- und Zubehörlogik (z. B. Endhalter, Enddeckel, Stecker) nicht immer vollständig abgebildet wird – dafür braucht es zusätzliche Komponentenlogik.
Welche Automatisierungsschritte gibt es überhaupt? - Das Spektrum reicht von optimierten Arbeitsplätzen mit Werkerassistenzsystemen bis hin zur vollautomatisierten Klemmleistenbestückung und automatisierter Beschriftung.
Ab wann lohnt sich eine vollautomatische Klemmenbestückung wirtschaftlich? - Als Faustregel: ab etwa 100.000 Reihenklemmen pro Jahr.
Welche Einsparungen sind durch Automatisierung möglich? - Im Idealfall lassen sich bis zu 60 Prozent, teilweise sogar bis zu 90 Prozent Personalzeit einsparen – abhängig von Losgröße, Varianz und Komplexität.
Warum ist das Markieren und Beschriften ein Engpass? - Weil es manuell sehr zeitintensiv und fehleranfällig ist – gleichzeitig aber ein entscheidender Schritt nach dem Bestücken.
Wie groß ist der Zeitvorteil bei automatisierter Beschriftung? - Beispiel: Manuell dauert ein Meter bestückte Klemmleiste ca. 90 Minuten, automatisiert (RailLaser) 10–12 Minuten – mit sehr geringer Personalbindung.
Was bringt Consulting/Prozessberatung in diesem Umfeld? - Consulting hilft, Daten- und Materialfluss zu analysieren und die passende Automatisierungsstufe zu finden – oft sind auch Teilautomatisierungen schon sehr wirksam.
Warum ist „Ready-to-Robot“ so wichtig? - Damit Bauteile (z. B. Klemmen) für Roboter gut greifbar sind und automatisierte Prozesse zuverlässig funktionieren – inklusive vorbereiteter Markierung und digitaler Zwillinge.
Wie sieht der nächste Schritt nach der Klemmenbestückung aus? - Die Drahtkonfektionierung – hier können Vollautomaten Drähte automatisch ablängen, beschriften und endbehandeln.
Was ist die größte Herausforderung Richtung Vollautomatisierung? - Die Verdrahtung gilt als „Königsdisziplin“, weil sie hohe Feinmotorik erfordert und Prozesse oft erst roboterfähig gemacht werden müssen.