Nachrufe

Abschied: Diese Unternehmer sind 2025 gestorben

2025 sind wieder einige bedeutende Persönlichkeiten der Industrie und Wirtschaft verstorben. Hier erfahren Sie mehr über die Verstorbenen.

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2025 sind wieder bedeutende Persönlichkeiten aus Industrie und Wirtschaft verstorben.

Auch im Jahr 2025 sind bedeutende Unternehmerinnen und Unternehmer und Führungspersönlichkeiten gestorben. Sie haben Branchen geprägt und ihre Unternehmen erfolgreich in die Zukunft geführt haben. Mit diesen kurzen Nachrufen blicken wir zurück auf die wichtigsten Stationen ihres Wirkens: von global agierenden Großindustriellen über visionäre Mittelständler bis zu prägenden Köpfen des regionalen Mittelstands. 

Lesen Sie hier, wer gegangen ist und was sie unvergessen macht.

Manfred Roth, langjähriger Geschäftsführer von Roth Industries, ist am 3. Januar 2025 im Alter von 85 Jahren im Familienkreis verstorben. Kurz zuvor hatte er die Gründung der Manfred-Roth-Stiftung verkündet und das Jubiläum des Werks in Wolfgruben gefeiert. 

Bereits im Jahr 1961 übernahm er im Alter von 21 Jahren die Verantwortung im Traditionsbetrieb seines Vaters. Er prägte den Handwerksbetrieb maßgeblich und verwandelte ihn in ein international ausgerichtetes Industrieunternehmen mit rund 1.400 Beschäftigten und 28 Standorten. 

2019 zog sich Roth aus der operativen Geschäftsführung zurück, blieb aber bis zuletzt als Berater und Mitglied des Executive Boards aktiv, während er seinen Kindern schrittweise Führungsverantwortung übertrug. Zudem engagierte er sich über viele Jahre hinweg ehrenamtlich, unter anderem in Wirtschaftsverbänden und Kammern, wofür er mehrere Auszeichnungen erhielt.

Hier kommen Sie zum ausführlichen Nachruf über Manfred Roth.

Klemens Haselsteiner

Klemens Haselsteiner, der Vorstandsvorsitzende der Strabag SE, ist am 17. Januar 2025 verstorben. Seit seinem Einstieg im Jahr 2011 hatte er in verschiedenen Funktionen maßgeblich zu Strabags Entwicklung als führender europäischer Bautechnologiekonzern beigetragen. 

Im Januar 2023 übernahm er die Konzernspitze. Unter seiner Führung lancierte er die „Work On Progress“-Strategie, setzte verbindliche Klimaziele und förderte die Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie die Resilienz des Unternehmens. 

Kollegen, Mitarbeiter und die Branche würdigen ihn als bodenständigen Visionär, der den direkten Austausch suchte und das Unternehmen entscheidend geprägt hat.

Mehr über Klemens Haselsteiner lesen Sie hier.

Sieglinde Vollmer

Ebenfalls im Januar ist Sieglinde Vollmer, auch bekannt als „Fräulein Vollmer“, gestorben. Sie wurde 100 Jahre alt. Als Tochter des im Jahr 1909 gegründeten Maschinenbauunternehmers Heinrich Vollmer übernahm sie im Jahr 1964 gemeinsam mit ihrem Bruder die Geschäftsführung der Vollmer Werke. 

Sie entwickelte das Unternehmen zu einem international führenden Spezialisten für Schleif- und Erodiermaschinen. In einer männerdominierten Branche setzte sie sich mit ihrer durchsetzungsstarken und herzlichen Art durch. Sie blieb dem Unternehmen bis 2003 verbunden und engagierte sich anschließend als Aufsichtsrätin. 2013 gründete sie die Sieglinde-Vollmer-Stiftung zur Förderung regionaler Bildung und von Mint-Nachwuchskräften. Für ihr herausragendes Engagement wurde sie 2022 zur Ehrenbürgerin von Biberach ernannt. Ihr Tod wurde als Verlust einer inspirierenden Unternehmerin, Mäzenin und regionalen Galionsfigur empfunden.

Einen ausführlichen Artikel über Sieglinde Vollmer finden Sie hier.

Adolf Klinkhammer, der Gründer von Klinkhammer Intralogistics, ist im Alter von 89 Jahren auch im Januar 2025 gestorben. Er gründete das Unternehmen 1972 im Keller seines Hauses in Nürnberg. 1977 schuf er mit der Fertigung und Montage von Fördertechnik-Komponenten ein zweites Standbein und begleitete dessen Wachstum bis zuletzt. Und das, obwohl er sich bereits in den Ruhestand zurückgezogen und die Leitung an seinen Sohn Frank sowie Hagen Schumann übergeben hatte. 

Er war bekannt für seine offene Art, seine Mitarbeiternähe und sein Engagement für soziale Projekte. Er prägte das vertrauensvolle Betriebsklima, wie sein Sohn betonte: „Wir werden dieses Erbe fortführen und seinen Weg fortsetzen.“

Den Nachruf zu Adolf Klinkhammer lesen Sie hier.

Walter Fust
Walter Fust

Der Mehrheitsaktionär der Starrag Tornos Group, Walter Fust, ist im Februar 2025 verstorben. Der Schweizer Unternehmer war für seine Beteiligungen in der Maschinenbauindustrie bekannt und war maßgeblich an der strategischen Entwicklung der Unternehmensgruppe beteiligt.

Fust galt als visionärer Investor, der sich für Innovation und die internationale Ausrichtung der Schweizer Werkzeugmaschinenbranche einsetzte. Mit seinem Tod verliert die Industrie eine prägende Persönlichkeit, die den Maschinenbau mit Weitsicht und Engagement nachhaltig beeinflusst hat.

Mehr über Walter Fust lesen Sie hier.

Dirk Mörmann
Dirk Mörmann

Bei einem tragischen Unfall ist Dirk Mörmann, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Füllstands- und Druckmesstechnik bei Endress+Hauser, Anfang Februar 2025 verunglückt.  

Mörmann war promovierter Physiker. Nach verschiedenen Stationen bei anderen Unternehmen der industriellen Messtechnik kam er 2022 als Direktor Technologie zu Endress+Hauser Level+Pressure, seit Anfang 2024 stand er an der Spitze des Kompetenzzentrums.

„Dirk Mörmann hat besonders durch seine warmherzige Persönlichkeit in kurzer Zeit nachhaltige Spuren bei uns hinterlassen. Er wird uns fehlen", sagte CEO  Peter Selders.

Hier lesen Sie den Nachruf über Dirk Mörmann.

Reto Adam, CEO von Big Kaiser Präzisionswerkzeuge, ist Anfang Februar 2025 plötzlich verstorben. Er leitete das Unternehmen seit 2019 und trieb die internationale Expansion sowie die strategische Ausrichtung auf Präzisionslösungen für die Metallbearbeitung voran. 

Reto Adam

Adam galt als engagierter Manager mit langjähriger Erfahrung in der Werkzeugmaschinenbranche und war zuvor in leitenden Positionen bei Big Kaiser und der Muttergesellschaft Big Daishowa tätig. Sein Tod bedeutet für das Unternehmen und die Branche den Verlust einer prägenden Führungspersönlichkeit.

Mehr über Reto Adam lesen Sie hier.

Der Ingenieur, Erfinder und Unternehmer Dr.-Ing. Karl Busch, Mitbegründer und Miteigentümer der Busch Group, ist am 17. Juli 2025 im Alter von 96 Jahren verstorben. Gemeinsam mit seiner Frau Ayhan Busch gründete er 1963 das Unternehmen Busch Vacuum Solutions, das er in den folgenden Jahrzehnten zu einem weltweit tätigen Technologiekonzern mit heute über 8.000 Mitarbeitenden in 44 Ländern und einem Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden US-Dollar ausbaute. 

Dr.-Ing. Karl Busch
Dr.-Ing. Karl Busch

Zu seinen prägenden technischen Leistungen zählen unter anderem die Entwicklung der Huckepack- und der R5-Vakuumpumpen für die Lebensmittelverpackung. Letztere wurde mit Millionen verkaufter Exemplare zur weltweit erfolgreichsten Vakuumpumpe. 

Die Busch Group würdigt ihn als Pionier der Vakuumtechnologie, als Familienunternehmer und als Persönlichkeit mit starkem sozialem Engagement, dessen Lebenswerk die Branche bis heute beeinflusst.

Einen Nachruf über Karl Busch lesen Sie hier. 

José da Silva, prägende Führungspersönlichkeit der ICS Group, ist im Dezember im Alter von 63 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Er arbeitete seit 1989 im Unternehmen, prägte dessen Entwicklung maßgeblich und galt aufgrund seiner strategischen Kompetenz und Kommunikationsstärke als „das Gesicht der ICS“.

Zuletzt war er als Geschäftsführer der ICS IT Projects GmbH tätig und verantwortete als Chief Sales Officer (CSO) den Gesamtvertrieb der Unternehmensgruppe einschließlich der Betreuung internationaler Großkunden.

Mehr über José da Silva lesen Sie hier.