US-Kriegsschiff

Der Moment, wenn Schiffe zu Wasser gelassen werden, ist ein spektakuläres Ereignis. - Bild: Lockheed

Um es gleich vorwegzunehmen: Bei den Auftragseingängen für den Bau von Schiffen konnte Deutschland keine große Rolle mehr übernehmen, denn die Corona-Krise hat Europa im Jahr 2020 hart getroffen. Deshalb reicht es für Deutschland im Ranking nur noch für Platz 14. Im diesem Jahr verzeichnete China die meisten Auftragseingänge im weltweiten Schiffbau. Das Ranking in der nachfolgenden Bildergalerie basiert auf den Erhebungen von Statista. Basis für das Ranking ist die sogenannte gewichtete Bruttoraumzahl.

Das Maß Compensated gross ton (CGT) wurde von der OECD entwickelt, um die weltweite Schiffsproduktion vergleichen zu können. Es berücksichtigt neben dem gebauten Volumen auch den Arbeitsaufwand. Die weltweite Schiffsbauindustrie umfasst die Herstellung und Reparatur von Schiffen.

China klarer Marktführer

China dominiert die weltweite Schiffsbauindustrie und hat dementsprechend den höchsten Marktanteil der neu eingehenden Schiffsbauaufträge. In den letzten Jahren befand sich jedoch die weltweite Schiffsbaubranche unter anderem aufgrund von einem Überangebot und sinkenden Wachstumsraten in der Krise, wovon auch China betroffen war: Im Vergleich zu 2013 sank die Zahl der bei chinesischen Werften neu bestellten Schiffe.

Die Regierung Chinas erklärte den Bau von Spezialschiffen, wie Fähren, Luxusjachten und Kreuzfahrtschiffe, als eines von zehn strategischen Zielen des Landes. Damit macht die Volksrepublik einem Spezialgebiet deutscher Werften Konkurrenz.

Europa von Corona-Krise schwer getroffen

In der momentanen Corona-Krise profitieren die Chinesen nach Angaben des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) denn auch als einzige von wachsenden Aufträgen: Während das globale Auftragsvolumen 2020 um zwölf Prozent geschrumpft sei, betrage das Minus in Europa 64 Prozent, während es in China um 15 Prozent zugelegt habe.

So machten deutsche Werften im Jahr 2020 rund fünf Milliarden Euro Umsatz. Der Umsatz sank gegenüber 2019 um über 600 Millionen Euro. Schon in den vergangenen Jahren steckte die weltweite Schiffsbaubranche in der Krise. Deutsche Werften waren vor der Corona-Krise davon weniger als andere Länder betroffen, da sie vor allem auf den Bau von Spezialschiffen, wie Fähren, Luxusjachten und Kreuzfahrtschiffen spezialisiert sind.

In diesen Nischenmärkten wird nun allerdings China eine größere Konkurrenz werden: Die chinesische Regierung erklärte den Bau von Spezialschiffen zu einem strategischen Ziel. Das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle will die deutsche maritime Wirtschaft durch Förderungen wettbewerbsfähiger machen.

Video: Fünf spektakuläre Stapelläufe

Das sind die 10 größten deutschen Rüstungsunternehmen

Politiker wie Putin, Trump & Co lassen mit ihren Drohgebärden das Bedürfnis der Staaten nach Selbstschutz weltweit ansteigen. Auch der Rüstungsindustrie in Deutschland beschert das volle Auftragsbücher. Diese zehn Unternehmen zählen zu den größten deutschen Waffenschmieden. Klicken Sie sich durch!

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