Container-LKW mit Gabelstapler

Der Export in Staaten außerhalb der Europäischen Union boomt - aber Russland erhält immer weniger Waren aus Deutschland. (Bild: kamonrat - stock.adobe.com)

Im April 2022 sind die Exporte aus Deutschland in Drittstaaten, also Länder außerhalb der Europäischen Union, gegenüber März 2022 kalender- und saisonbereinigt um 4,1 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, wurden im April 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 56,2 Milliarden Euro exportiert. Zuvor waren die deutschen Exporte in Nicht-EU-Staaten im März 2022 gegenüber Februar 2022 kalender- und saisonbereinigt um 5,1 Prozent gesunken.

Nicht kalender- und saisonbereinigt wurden im April 2022 nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 53,4 Milliarden Euro in Drittstaaten exportiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2021 stiegen die Exporte um 4,5 Prozent.

Wichtigster Handelspartner für die deutschen Exporteure waren im April 2022 die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden Waren im Wert von 12,0 Milliarden Euro exportiert. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten gegenüber April 2021 um 19,0 Prozent. In die Volksrepublik China wurden Waren im Wert von 8,3 Milliarden Euro exportiert, das waren 1,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro.

Die deutschen Exporte in die Russische Föderation sanken gegenüber April 2021 infolge der wegen des Kriegs in der Ukraine gegen Russland getroffenen Sanktionen, anderer Maßnahmen zur Exportbeschränkung und nicht sanktioniertem Verhalten der Marktteilnehmer um 63,1 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro. Damit lag die Russische Föderation im April 2022 nur noch auf Rang 14 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte außerhalb der EU. Im Februar 2022 hatte Russland noch Rang 5 belegt.

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Flaggen von der Ukraine und Russland
(Bild: jd-photodesign - stock.adobe.com)

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Der Handel mit Drittstaaten deckt knapp die Hälfte aller deutschen Exporte ab. Der Frühindikator macht damit erste Ergebnisse für einen wichtigen Teil des deutschen Außenhandels hochaktuell verfügbar. Allerdings entwickelt sich der Handel mit Drittstaaten nicht immer parallel zum Handel mit den EU-Staaten. Daher ist auf Basis des Frühindikators noch keine Prognose für die Gesamtergebnisse des Außenhandels möglich.

Destatis

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