Sanktionspapier wird unterschrieben, davor in Buchstaben das Wort "Sanctions" und eine Russland-Flagge

Viele Länder haben Sanktionen gegen Russland beschlossen. (Bild: yta - stock.adobe.com)

36 Länder – darunter die 27 EU-Mitgliedsstaaten – haben seit Beginn des Ukraine-Krieges Sanktionen gegen Russland beschlossen.

Aber welches Land hat welche Sanktionen verhängt? Das erfahren Sie hier:

(Beispiele der Sanktionen der EU und der USA können Sie hier nachlesen).

Australien

Erst am Donnerstag (17.3.) hat Australien wieder neue Sanktionen gegen Russland beschlossen und zwar gegen das russische Finanzministerium, elf weitere Banken und Regierungsorganisationen. Außenministerin Marise Payne erklärte, mit der kürzlich erfolgten Einbeziehung der russischen Zentralbank habe das Land nun alle russischen Regierungsstellen ins Visier genommen, die für die Emission und Verwaltung der russischen Staatsschulden verantwortlich seien.

Zudem hat Australien unter anderem diese Sanktionen beschlossen:

  • Die Einfuhr von Erdöl, Erdölerzeugnissen, Erdgas, Kohle und anderen Energieträgern aus Russland sind ab 25. April verboten.
  • Wie in der EU und den USA auch, wurden Vermögenswerte von hochrangigen russischen Politikern und Führungskräften eingefroren und es ist verboten, Geschäfte mit den sanktionierten Personen zu machen. Auf der Liste stehen neben Präsident Wladimir Putin unter anderem auch Außenminister Sergej Lawrow und Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Mehr als 340 Personen stehen inzwischen auf der australischen Sanktionsliste.
  • Außerdem wird es ab dem 28. März Wirtschaftssanktionen gegen die Regionen Donezk und Luhansk. Dazu zählen die Bereiche Verkehr, Energie und Telekommunikation.
  • Gegen einige russische Unternehmen gibt es Finanzsanktionen.

Ukraine-Krieg: Alle wichtigen Informationen für die Industrie

Flaggen von der Ukraine und Russland
(Bild: jd-photodesign - stock.adobe.com)

Der Ukraine-Krieg hat die Welt verändert und hat auch Auswirkungen auf die deutsche Industrie und Wirtschaft. Hier finden Sie weitere Informationen:

 

Großbritannien

Auch Großbritannien hat Sanktionen gegen russische Geschäftsleute und Politiker verhängt. Die Personen auf der Liste dürfen nicht einreisen und die Vermögenswerte wurden eingefroren.

Zu den weiteren Sanktionen zählt unter anderem:

  • Exportverbot für hochwertige und technische Ausrüstungen  in den Bereichen Elektronik, Telekommunikation und Luft- und Raumfahrt sowie für Luxusgüter nach Russland und Belarus.
  • Zudem gibt es weitere Handelsbeschränkungen. Zum Beispiel auf Produkte für die kritische Infrastruktur und Finanzdienstleistungen.
  • Auf russische Importwaren wie Wodka, Metalle und Düngemittel gibt es zusätzlich zu den bereits bestehendem Zoll Strafzölle in Höhe von 35 Prozent.
  • Der Zugang zum britischen Finanzmarkt ist für die russische Nationalbank Sberbank gesperrt.
  • Russische Schiffe dürfen die britischen Häfen nicht mehr anfahren und der britische Luftraum ist für russische Flugzeuge gesperrt.

Japan

Auch Japan hat einige Sanktionen gegen Russland verhängt. Dazu zählt auch das Ausfuhrverbot von Erdölraffinerie-Ausrüstung.

Weitere Sanktionen:

  • Sanktionen gegen Einzelpersonen und russische Organisationen, zum Beispiel den staatlichen Waffenexporteur Rosoboronexport.
  • Von einigen russischen Banken werden ab 2. April die Vermögenswerte eingefroren.
  • Es gibt Exportsanktionen gegen rund 50 russische Unternehmen und Organisationen. Dazu zählen unter anderem das Internationale Zentrum für Quantenoptik und Quantentechnologien, den Flugzeughersteller Irkut, ein Hubschrauber-Werk und ein Metall-Werk.

Kanada

Der Handel mit russischem Öl ist in Kanada verboten und genau wie in Großbritannien dürfen russische Schiffe die kanadischen Häfen nicht mehr anfahren und der Luftraum ist für russische Flugzeuge gesperrt.

Zu den weiteren kanadischen Sanktionen zählen:

  • Sanktionen gegen Einzelpersonen, Verteidigungsunternehmen und Organisationen aus Russland. Dazu zählen unter anderem das Forschungsinstitut für Maschinenbau, das Forschungsinstitut für Datenverarbeitungsanlagen und das Raketen- und Weltraumzentrum Progress.
  • Genau wie die EU und USA hat auch Kanada Russland aus dem SWIFT-System gestrichen. Was es mit SWIFT auf sich hat, erfahren Sie hier.

Neuseeland

Auch in Neuseeland gibt es Einreiseverbote gegen russische Politiker.

Außerdem wurden folgende Sanktionen beschlossen:

  • Exportverbot für Waren an das russische Militär und Sicherheitskräfte
  • Der Handel mit Russland wird eingeschränkt

Schweiz

Die Schweiz hat die Sanktionen der EU vollständig übernommen.

Südkorea

Südkorea schließt sich ebenfalls den Sanktionen an. Zum Beispiel wurden die Geschäfte mit russischen Großbanken ausgesetzt.

Weitere Sanktionen:

  • Ausschluss von russischen Banken aus dem SWIFT-System.
  • Strategische Güter, zum Beispiel Navigationsausrüstung und Flugzeugkomponenten, dürfen nicht mehr nach Russland exportiert werden.

Taiwan

Taiwan kündigte ebenfalls an, sich den westlichen Sanktionen gegen Russland zuschließen. Details nannte das Land jedoch nicht. Es sollen jedoch die Exporte nach Russland streng geprüft werden. Der weltweit größte Chiphersteller TSMC kündigte an, sich an die neuen Exportregeln zu halten.

Grafik, die zeigt, welche Unternehmen ihr Russland-Geschäft stoppen
Die Statements der Unternehmen zum Stopp des Russland-Geschäfts können Sie hier nachlesen.

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