Zu Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ein ExportplusKzenon - stock.adobe.com
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Summary:
Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie steigert im Januar 2026 ihre Elektroexporte auf 20,4 Mrd. EUR. Wachstum kommt vor allem aus der EU, während Exporte in Drittstaaten rückläufig sind. Besonders deutlich sinken die Lieferungen in die USA.
Die deutschen Elektroexporte sind im Januar 2026 um 4,1 % auf 20,4 Mrd. EUR gestiegen. Damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Monate fort. „Seit September letzten Jahres konnten die Ausfuhren in jedem Monat zulegen“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Güter entwickelten sich hingegen deutlich schwächer. Sie lagen mit 21,6 Mrd. EUR lediglich 0,5 % über dem Vorjahreswert.
Ein Blick auf das Gesamtjahr 2025 zeigt bereits eine ähnliche Tendenz: Die Exporte legten um 5,1 % auf 257,5 Mrd. EUR zu, während die Importe mit einem Plus von 8,0 % auf 274,9 Mrd. EUR stärker anzogen.
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Warum treibt der EU-Binnenmarkt die Elektroexporte?
Einer Pressemitteilung zufolge ist der EU-Binnenmarkt weiterhin der zentrale Wachstumsmotor. Die Ausfuhren in die Europäische Union stiegen im Januar um 10,8 % auf 11,0 Mrd. EUR.
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Besonders dynamisch entwickelten sich einzelne Märkte:
Polen (+ 32,7 %), Rumänien (+ 22,8 %), Portugal (+ 20,2 %) sowie Italien (+ 15,9 %) und Tschechien (+ 14,3 %) verzeichneten zweistellige Zuwächse. Auch Ungarn (+ 11,5 %) und Spanien (+ 10,2 %) trugen deutlich zum Wachstum bei.
Weitere wichtige Absatzmärkte wie die Niederlande, Österreich und Frankreich lagen ebenfalls über Vorjahr, wenn auch mit moderateren Zuwächsen.
Rückgänge innerhalb der EU blieben die Ausnahme und beschränkten sich auf Belgien (- 1,2 %) und Dänemark (- 16,1 %).
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Wie entwickeln sich die Exporte außerhalb der EU?
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Anders stellt sich die Lage in Drittstaaten dar. Die deutschen Elektroexporte in Länder außerhalb der EU gingen im Januar um 2,8 % auf 9,4 Mrd. EUR zurück.
Ein differenziertes Bild zeigt sich bei den wichtigsten Märkten:
Die Ausfuhren nach China legten um 11,4 % auf 1,8 Mrd. EUR zu. „Dies war nicht zuletzt einem schwachen Vorjahreswert und damit einem Basiseffekt zu verdanken“, so Gontermann.
Deutlich rückläufig waren hingegen die Lieferungen in die USA. „Dagegen fielen die Exporte in die USA im Januar wiederum zweistellig zurück, und zwar um minus 15,1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.“
Welche Märkte zeigen Schwächen?
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Unter den weiteren Drittstaaten ergibt sich laut Herstellerangaben ein überwiegend schwaches Bild. Zwar konnten einige Märkte zulegen, darunter Malaysia (+ 14,3 %), die Schweiz (+ 11,8 %), Mexiko (+ 5,8 %) und Singapur (+ 3,1 %).
Demgegenüber standen jedoch zahlreiche Rückgänge: Türkei (- 0,3 %), Südkorea (- 1,2 %), Japan (- 4,7 %), Hongkong (- 7,7 %) und Brasilien (- 9,7 %).
Besonders stark fielen die Einbrüche in den Vereinigten Arabischen Emiraten (- 15,7 %), im Vereinigten Königreich (- 24,7 %) und in Taiwan (- 28,7 %) aus.
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Mit Material des ZVEI.
FAQ: Deutsche Elektroexporte im Januar
• Wie entwickeln sich die deutschen Elektroexporte 2026? – Die deutschen Elektroexporte steigen im Januar 2026 um 4,1 % auf 20,4 Mrd. EUR.
• Warum wachsen die deutschen Elektroexporte? – Haupttreiber ist der EU-Binnenmarkt mit einem Plus von 10,8 %.
• Welche Rolle spielt der EU-Binnenmarkt für Elektroexporte? – Der Binnenmarkt ist der wichtigste Wachstumsmotor und kompensiert schwächere Drittstaaten.
• Wie entwickeln sich Elektroexporte in die USA und China? – Exporte nach China steigen, während die Lieferungen in die USA deutlich zurückgehen.
• Welche Länder zeigen schwache Elektroexporte? – Besonders Rückgänge gibt es in UK, Taiwan, VAE und weiteren Drittstaaten.