Umsatzsteigerung im bayerischen Maschinen- und Anlagenbau.

Im vergangenen Jahr konnte der bayerische Maschinen- und Anlagenbau seine Umsätze um 5,9 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro steigern. (Bild: Designsprache - stock.adobe.com)

Die bayerischen Maschinen- und Anlagenbauer blicken sorgenvoll in die Zukunft. "Corona ist noch lange nicht ausgestanden. Zusätzlich machen gestörte Lieferketten und der Ukraine-Krieg unserer Branche das Leben schwer", sagte Bertram Kawlath, Vorsitzender des Branchenverbands VDMA Bayern, am Mittwoch. "Das ist eine hochkomplexe Gemengelage altbekannter und komplett neuer Herausforderungen."

Wichtigstes Wachstumshindernis sind dabei einer Umfrage unter den Verbandsmitgliedern zufolge Lieferengpässe. Sie wurden von 82 Prozent der Betriebe genannt. Dahinter folgen geopolitische Krisen mit 61 Prozent und der Fachkräftemangel mit 54 Prozent. "87 Prozent der Unternehmen können aktuell nicht alle offenen Stellen besetzen", sagte Kawlath.

Vor allem Techniker, Mechatroniker, Mechaniker und Softwareexperten fehlten und eine Besserung sei kaum in Sicht, da auch 43 Prozent der technischen Ausbildungsstellen nicht besetzt werden könnten.

Zudem sind die Unternehmen auch von den steigenden Energiepreisen betroffen. 25 Prozent berichteten von sehr starken oder starken Auswirkungen, weitere 60 Prozent von spürbaren.

Im vergangenen Jahr konnte der bayerische Maschinen- und Anlagenbau zwar seine Umsätze um 5,9 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro steigern, wie der VDMA mitteilte. Das sind aber immer noch 1,7 Milliarden Euro weniger als der Wert des Vor-Corona-Jahres 2019. Und selbst damals sei der Umsatz bereits enttäuschend gewesen, hieß es vom Verband.

Die Entwicklung machte sich auch in der Beschäftigung bemerkbar. Sie sank um 1,8 Prozent auf knapp 223.700 Menschen. Es war der zweite deutliche Rückgang in Folge. Noch 2019 hatte der Wert bei 236.900 gelegen.

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dpa