RIG Industrial Advisory Board vernetzt Forschung und Industrie
Das RIG Industrial Advisory Board bringt Industrie und Robotikforschung dauerhaft an einen Tisch. Im Fokus stehen schnellerer Technologietransfer, industrielle Skalierung und KI-basierte Robotik.
Das RIG Industrial Advisory Board will den Robotik-Transfer stärken. Das neue Gremium soll Forschung, Industrie und Skalierung enger verzahnen.RIG
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• Das Robotics Institute Germany hat ein Industrial Advisory Board mit Vertretern aus Konzernen, Mittelstand, Startups und Verbänden gegründet.
• Die konstituierende Sitzung fand beim DLR in Oberpfaffenhofen statt.
• Das Gremium soll Transfer- und Skalierungshemmnisse identifizieren und Forschungsergebnisse schneller in industrielle Anwendungen überführen.
• Arbeitsgruppen sollen konkrete Fragestellungen bearbeiten und Empfehlungen für die Aktivitäten und strategische Weiterentwicklung des RIG erarbeiten.
Die Mitglieder des RIG Industrial Advisory Boards
Martin Kullmann (Head of Customer Service, ABB)
Dr. Zhaopeng Chen (CEO und Gründer, Agile Robots)
Jochen Kärcher (SVP Head of Technology Manufacturing, Bosch)
Dr. Lars Friedrich (CEO, Dürr Systems)
Dr. Torsten Kröger (CSO, Intrinsic)
Dr. Moritz Tenorth (Director Technology AMR, Jungheinrich)
David Reger (Gründer und CEO, NEURA Robotics)
Roman Hölzl (CEO, RobCo)
Dr. Lukasz Ostrowski (Global Head of Embodied AI & Robotics and Development Manager, SAP Research & Innovation)
Timo Gessmann (Global CTO, SCHUNK)
Rainer Brehm (COO for automation business and CTO, Siemens Digital Industries)
Patrick Schwarzkopf (Managing Director, VDMA Robotics + Automation Association)
Christian Piechnick (CEO und Gründer, Wandelbots)
Dr. Anna-Katharina Wittenstein (Mitglied des Aufsichtsrats, WITTENSTEIN)
Dr. Sebastian Bartsch (CTO, YardStick Robotics)
Das Robotics Institute Germany (RIG) hat gemeinsam mit führenden Vertretern aus der Industrie ein Industrial Advisory Board gegründet. Wie aus der Mitteilung des RIG hervorgeht, soll das neue Gremium den strategischen Dialog zwischen deutscher Robotikforschung und Industrie institutionell verankern.
Ziel ist es, wissenschaftliche Ergebnisse schneller in industrielle Anwendungen zu überführen, mögliche Transferhürden frühzeitig zu erkennen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Robotik zu stärken. Die konstituierende Sitzung fand beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen statt.
Mit dem Board schafft das RIG einen institutionellen Rahmen, in dem industrielle Anforderungen, technologische Entwicklungen und strategische Zukunftsfragen der KI-basierten Robotik kontinuierlich zusammengeführt werden sollen.
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Wer im Industrial Advisory Board vertreten ist
Dem Gremium gehören Führungspersönlichkeiten aus global agierenden Konzernen, mittelständischen Unternehmen, Startups und Branchenverbänden an. Damit sollen unterschiedliche Perspektiven entlang der Innovations- und Wertschöpfungskette berücksichtigt werden.
Den Vorsitz übernimmt Torsten Kröger von Intrinsic. Beteiligt sind Vertreter von ABB, Agile Robots, Bosch, Dürr Systems, Intrinsic, Jungheinrich, NEURA Robotics, RobCo, SAP, SCHUNK, Siemens, VDMA, Wandelbots, WITTENSTEIN und YardStick Robotics.
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Das Industrial Advisory Board soll als strategischer Sparringspartner des RIG industrielle Anforderungen frühzeitig sichtbar machen sowie zentrale Transfer- und Skalierungshemmnisse identifizieren. Die Erkenntnisse sollen zudem Impulse für die Weiterentwicklung der netzwerkweiten Aktivitäten liefern.
Wie Forschungsergebnisse schneller in die Industrie kommen sollen
Ein Schwerpunkt liegt auf der beschleunigten Überführung von Forschungsergebnissen in robuste und wirtschaftlich einsetzbare Lösungen. Zugleich sollen geeignete Rahmenbedingungen für deren industrielle Anwendung in den Blick genommen werden.
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Unternehmen erhalten über das Board einen festen Rahmen, um Erfahrungen, Anforderungen und strategische Perspektiven in den Austausch mit dem Robotik-Forschungsnetzwerk einzubringen. Das RIG wiederum soll dadurch einen gebündelten Blick auf Märkte, industrielle Anwendungsszenarien und technologische Herausforderungen erhalten.
Bereits bei der konstituierenden Sitzung wurden erste Arbeitsgruppen eingerichtet. Sie sollen zentrale Fragestellungen vertiefen und konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln. Die jeweiligen Themen und Ziele werden im weiteren Arbeitsprozess des Boards festgelegt.
Prof. Tamim Asfour, Sprecher des Robotics Institute Germany am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), verweist darauf, dass Deutschland zu den weltweit forschungsstärksten Nationen in der Robotik gehöre. Entscheidend sei nun, Forschung und industrielle Basis konsequenter miteinander zu verbinden und Ergebnisse schneller in skalierbare Anwendungen zu übertragen. Mit dem Board entstehe dafür ein dauerhafter Austausch mit Unternehmen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung. Dabei gehe es unter anderem darum, „Transferbarrieren abzubauen“ und Deutschlands technologische Souveränität sowie internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Prof. Alin Albu-Schäffer, Leiter des RIG-Arbeitspakets Transfer und Industrie beim DLR, bezeichnet den Austausch zwischen Forschung und Industrie als konstruktiv. Die Beteiligten teilten die Einschätzung, dass KI-basierte Robotik große Chancen biete. Gemeinsam sollten Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die deutsche Robotik „erfolgreich skaliert“ und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbaut.
Torsten Kröger, Vorsitzender des Industrial Advisory Boards und Chief Science Officer bei Intrinsic, sieht ebenfalls Handlungsbedarf beim Übergang von der Forschung zur Anwendung. Deutschland gehöre international zu den führenden Nationen in der Robotikforschung, Forschungsergebnisse müssten jedoch wesentlich schneller vom experimentellen Stadium in neue Produkte für Industrie und Gesellschaft gelangen. Die erste Sitzung habe gezeigt, dass Board und RIG-Führung gemeinsam Einfluss nehmen könnten und müssten. Kröger spricht in diesem Zusammenhang von einem „dringenden Weckruf“.
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Warum physische KI für Siemens eine zentrale Rolle spielt
Rainer Brehm, COO für das Automatisierungsgeschäft und CTO bei Siemens Digital Industries, verweist auf den bereits hohen Automatisierungsgrad der deutschen Industrie sowie die vorhandene Expertise bei Hard- und Software. Die Industrie befinde sich jedoch an einem Wendepunkt und müsse KI-basierte Fähigkeiten schnell in Roboter und Maschinen integrieren.
Siemens spricht in diesem Zusammenhang von „physischer KI“. Damit könne nach Brehms Einschätzung auch Unvorhersehbares automatisiert werden. Darin liege ein großer Hebel für Flexibilität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Der strategische Austausch mit Wissenschaft und Forschung über das RIG sei für die Industrie deshalb wertvoll.
KI-basierte Robotik und internationale Wettbewerbsfähigkeit
Nach Angaben des RIG verfügt Deutschland über eine international anerkannte Forschungslandschaft in der Robotik und eine leistungsfähige industrielle Basis. Gleichzeitig verschärfe sich der globale Wettbewerb darum, Fortschritte bei künstlicher Intelligenz, Sensorik, autonomen Systemen und Robotik schnell in marktfähige Anwendungen zu übertragen.
KI-basierte Robotik gewinnt damit laut RIG an strategischer Bedeutung für Produktivität, Resilienz, industrielle Wertschöpfung und technologische Souveränität. Voraussetzung dafür sei ein Austausch in beide Richtungen: Forschungseinrichtungen benötigten ein belastbares Verständnis industrieller Anforderungen und Rahmenbedingungen, während Unternehmen technologische Entwicklungen frühzeitig einordnen und deren Potenzial für konkrete Anwendungen bewerten müssten.
An dieser Schnittstelle soll das Industrial Advisory Board ansetzen. Das Robotics Institute Germany verbindet als nationales Netzwerk führende deutsche Robotikstandorte und Forschungseinrichtungen und bündelt Kompetenzen in Forschung, Infrastruktur, Talentförderung, Benchmarking und Technologietransfer. Das neue Board ergänzt diese Aktivitäten um eine dauerhaft verankerte industrielle Perspektive.
Die Mitglieder wollen ihre Arbeit in regelmäßigen Sitzungen und thematischen Arbeitsgruppen fortsetzen. Die daraus entstehenden Empfehlungen sollen unmittelbar in die netzwerkweiten Aktivitäten und die strategische Weiterentwicklung des Robotics Institute Germany einfließen.
Was Sie zum Thema RIG Industrial Advisory Board wissen müssen
• Was ist das RIG Industrial Advisory Board? – Das Gremium verbindet Vertreter aus Industrie und Verbänden mit dem Robotics Institute Germany und soll den strategischen Austausch mit der Robotikforschung institutionalisieren.
• Welche Aufgabe hat das RIG Industrial Advisory Board? – Es soll industrielle Anforderungen sichtbar machen, Transfer- und Skalierungshemmnisse identifizieren und den Übergang von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen unterstützen.
• Wer gehört dem RIG Industrial Advisory Board an? – Vertreten sind unter anderem ABB, Bosch, Dürr Systems, Intrinsic, Jungheinrich, NEURA Robotics, SAP, SCHUNK, Siemens, VDMA und weitere Unternehmen und Organisationen.
• Welche Rolle spielt KI-basierte Robotik im RIG Industrial Advisory Board? – Sie gehört zu den zentralen Themen des Austauschs zwischen Forschung und Industrie, insbesondere mit Blick auf industrielle Anwendungen und Skalierung.
• Wie arbeitet das RIG Industrial Advisory Board? – Vorgesehen sind regelmäßige Sitzungen und thematische Arbeitsgruppen, deren Empfehlungen in die Aktivitäten und strategische Weiterentwicklung des RIG einfließen sollen.